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des Jahres 2009 das Wort der Woche.

Feder (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, fBearbeiten

Singular

Plural

Nominativ die Feder

die Federn

Genitiv der Feder

der Federn

Dativ der Feder

den Federn

Akkusativ die Feder

die Federn

 
[1] Nahaufnahme einer weißen Feder;
Aufnahme von João Estêvão Andrade de Freitas am 7. Januar 2004
 
[2] unterschiedlich zugeschnittene Federn;
Aufnahme von Benutzer Jonathunder am 28. November 2010
 
[3] Feder eines Füllers;
Aufnahme von Benutzer Ralf Pfeifer am 19. Januar 2006
 
[4] Nahaufnahme einer Feder;
Aufnahme von Benutzerin EraserGirl am 20. Mai 2008
 
[5] verschiedene Federn;
Aufnahme von Benutzer Ilkin Santak am 29. November 2016
 
[7] Nahaufnahme einer Feder;
Aufnahme von 2006
 
[8] am oberen und unteren, jeweils linken Brett ist die hervorstehende Feder zu erkennen;
Aufnahme von Dr.-Ing. S. Wetzel (unter dem früheren Benutzerinname PrismaNN) vom 13. Februar 2010
 
[9] Schnittzeichnung einer Nut-Feder-Verbindung;
erstellt und auf Commons hochgeladen von Dr.-Ing. S. Wetzel (unter dem früheren Benutzerinname PrismaNN) im Februar 2010
 
[10] Nahaufnahme einer Bache mit langen schwarzen Federn; Aufnahme von „Fourrure“ am 30. Juni 2008
 
[12] Profil eines Feldhasen (Lepus europaeus) mit weißer Feder; Aufnahme von Norman Hyett im März 2008

Worttrennung:

Fe·der, Plural: Fe·dern

Aussprache:

IPA: [ˈfeːdɐ]
Hörbeispiele:   Feder (Info),   Feder (Österreich) (Info)
Reime: -eːdɐ

Bedeutungen:

[1] Biologie: aus der Haut von Vögeln wachsendes, aus Keratin bestehendes Gebilde mit einer Art hornigem Stiel (dem sogenannten »Kiel«), von dem aus sich feine rippen- oder fadenartige Verästelungen (die sogenannte »Fahne«) abzweigen, und die Gesamtheit dieser Gebilde das Gefieder bildet
[2] früher aus dem Kiel von [1] gefertigtes Gerät zum Schreiben und Zeichnen
[3] (zumeist elastisches, metallenes) spitz zulaufendes Plättchen zum Einsetzen in einen Federhalter, das dem Schreiben (mit Tinte) und dem Zeichnen (mit Tusche) dient; auch diese Art von Plättchen an einem Füller
[4] Federhalter samt dem unter [3] beschriebenen Plättchen
[5] Österreich, Südostdeutschland: Schreibgerät mit einem kleinen Behälter für Tinte, der das Schreiben über einen längeren Zeitraum ermöglicht
[6] Art und Weise des schriftlichen Ausdrucks, Stils
[7] Technik: (zumeist spiraliges oder blattförmiges) Bauteil, das durch elastische Verformung mechanische Energie speichert und wieder abgibt, indem es Druck oder Zug, Biegung oder Dehnung aushält und abfängt oder ausübt
[8] Handwerk, speziell Tischlerei: (dünne) Leiste, die an einem (dickeren) Brett übersteht oder angefügt wird, um in eine rinnenartige Vertiefung (der sogenannten »Nut«) eines anderen Brettes zur Schaffung einer Verbindung eingepasst zu werden
[9] Handwerk, speziell Tischlerei: in rinnenartige Vertiefungen zweier benachbarter Bretter hineinschiebbare Leiste
[10] Jägersprache; zumeist im Plural: am Rückgrat von Wildschweinen befindliche Borste
[11] Jägersprache; zumeist im Plural: am Rückgrat des Schalenwildes befindliche abstehende Wirbelknochen; auch die Rippe oder (beim Zerlegen) das Rippenstück selbst
[12] Jägersprache: Schwanz des Hasen
[13] Jägersprache: eine Art Spieß zum Töten des Schalenwildes
[14] Bergmannssprache: keilförmiges Werkzeug aus Eisen, das in große Wände getrieben wird
[15] Bergmannssprache: einer der Holzspäne, die an einem speziellen Holzscheit (dem sogenannten »Bart«) abgehoben wurden, der beim Feuermachen ganz nach unten gelegt wird und so als eine Art Zunder dient
[16] Bergmannssprache: Bergmann, der nur eine theoretische Ausbildung durchlaufen hat, insbesondere ein mit Schreibarbeiten betrauter Bergbeamter
[17] Österreich umgangssprachlich: männliches Geschlechtsorgan

Herkunft:

Es handelt sich um ein Erbwort, das über die mittelhochdeutschen Formen veder → gmh[1][2][3] / vëder → gmh[4] und vedere → gmh[1][2][3] / vëdere → gmh[4] (vergleiche mittelniederdeutsches vēder → gml und vēdere → gml,[2] mittelniederländisches vēder → dum und vēdere → dum,[2] altfriesisches fethere → ofs[1]) auf das seit dem 10. Jahrhundert[1][2] eigenständig und seit dem 8. Jahrhundert[1] als Grundwort (slegifedara → goh[1][5]) bezeugte althochdeutsche fedara → goh[5][1][2][3] (vergleiche altsächsisches feðara → osx[1] und feðera → osx,[2] altenglisches feðer → ang[1][6] / fæðer → ang[7] und feþer → ang[2][8] sowie altnordisches fjǫðr → non[1][2]) zurückgeht. All diese Formen entstammen der (erschlossenen) germanischen Form *fed(u)rō (*feþrō[2]) f ‚Feder‘,[1] einer Zugehörigkeitsbildung zur (erschlossenen) indoeuropäischen Form *petor/n-Flügel‘,[1] die ihrerseits auf die (erschlossene) indoeuropäische Wurzel *pet(ə)-[1][2][3]auf etwas los- oder niederstürzen;[2][3] hinschießen;[3] fliegen;[1][2][3] fallen[2]‘ beruht.
Aus dieser Wurzel gingen ebenfalls hervor altindisches पतति (IAST: pátati[1][2]→ safliegt,[1][2] schwebt;[1][2] fällt[2]‘ und  (IAST: pataráḥ) → safliegend[2]; altgriechisches πέτομαι (DIN 31634: petomai[1]→ grcfliegen‘,[9] πέτεσθαι (DIN 31634: petesthai) → grcfliegen‘,[2] πτῆσις (DIN 31634: ptēsis) → grcFlug‘,[2][10] πτῶσις (DIN 31634: ptōsis) → grcFall‘,[2][11] πτερόν (DIN 31634: pteron) → grc[2] ‚Feder, womit man fliegt; Flügel, Fittich‘;[12] lateinisches penna → la[2][13] [altlateinisch pesna,[13] aus *petnā[2]] ‚Feder;[2][13] Flügel,[2][13] Schwinge[13]‘. Der r/n-Stamm für ‚Flügel‘ findet sich in hethitischem 𒁁𒋻 (Kloekhorst/CHD: (UZU)pattar/pettar/pittar) → hitFlügel[14][15] sowie abgeleitet in altindischem पतंगा (IAST: pataṅgá-) → sa mfliegend; Vogel‘ und kymrischem adar → cyVogel[16] neben kymrischem adain → cyFlügel[17].[1]
Feder als Schreibgerät beruht darauf, dass früher mit den Kielen von Schwungfedern geschrieben wurde (etwa seit dem 5. Jahrhundert; vorher schrieb man mit Rohr; in Glossenhandschriften des 10./11. Jahrhundert wird lateinisches calamus → la als Schreibgerät teils mit rora → goh, teils mit fedara → goh übersetzt).[1] (Vom 16. Jahrhundert an wurden teilweise auch die Bleistifte (Blei-)Federn genannt.)[1] Als Bezeichnung für den zum Schreiben angeschnittenen Federkiel geht Feder auch auf das später (um 1800) aus Metall hergestellte Schreibwerkzeug über.[2]
Die 7. Bedeutung gehe, Kluge zufolge, vermutlich auf die Wagenfederung mit Lagen von Blattfedern zurück, die entfernt wie Teile von Vogelfedern aussahen.[1] Er räumt allerdings ein, dass das Wort in dieser Bedeutung bereits seit dem 16. Jahrhundert bezeugt ist, die Sache selbst jedoch erst im 17. Jahrhundert üblich wird – sie müsse also ein anderes Vorbild gehabt haben: vielleicht bei Schleuderwaffen wie etwa einer Armbrust.[1] Bei Uhrfedern, die es etwas früher gegeben hat, lasse die Form den Bedeutungsübergang ungeklärt.[1] Dementgegen vermutet Maher eine Rückbildung aus Federung (über mittelhochdeutsches viderinc → gmh m aus althochdeutschem fidering → goh [vermutlich auch m], ursprünglich ‚Schleuder, Wurfriemen‘, das wohl auf ein (erschlossenes) indoeuropäisches Adjektiv *petro-fliegend‘ zurückgeht).[18] Pfeifer zufolge dürfte die Elastizität der Vogelfeder als Anregung für die Übertragung der Bezeichnung auf die elastischen Vorrichtungen im technischen Bereich gedient haben.[19]
Die in Österreich gebräuchliche umgangssprachliche 17. Bedeutung ist ab 1920 bezeugt und eine Übertragung aus der Jägersprache, wo Feder den ‚Schwanz des Hasen‘ (siehe 12. Bedeutung) bezeichnet.[20]

Synonyme:

[2] Federkiel
[4] Federhalter
[5] Füller
[5] Deutschland: Federhalter
[5] Österreich, Schweiz, Süddeutschland: Füllfeder
[5] Österreich: Federstiel
[5] Schweiz: Fülli
[8] Spund
[12] Blume
[13] Saufeder, Sauspieß
[14] Federkeil
[16] Bergmann von der Feder
[17] Glied, Penis
[17] bildungssprachlich: Phallus
[17] fachsprachlich (Medizin): Membrum virile, männliches Genitale
[17] verhüllend: Männlichkeit
[17] scherzhaft: Wunderhorn; sonst veraltet: Gemächt
[17] umgangssprachlich: Nudel, Schniepel, Schnuller; scherzhaft: Schniedel, Schniedelwutz; verhüllend: Ding; zumeist familiär: Pimmel; norddeutsch: Dödel, Prengel; österreichisch: Zumpferl
[17] familiär: Spatz, Zipfel
[17] salopp: Johannes, Jonny, Latte, Lümmel, Rohr, Zebedäus; verhüllend: Zauberstab; scherzhaft: der kleine Mann; landschaftlich: Piepel
[17] derb: Gurke, Hammer, Knüppel, Kolben, Nille, Pfeife, Pinsel, Prügel, Riemen, Rüssel, Rute, Schwanz; landschaftlich: Pint
[17] kindersprachlich: Lulu, Piephahn; landschaftlich: Piller, Pillermann, Puller, Pullermann

Gegenwörter:

[1] Borste, Haar, Schuppe, Stachel
[8, 9] Nut
[16] Bergknappe, Bergmann vom Leder

Oberbegriffe:

[1] Epithel
[1, 10–12, 17] Körperteil
[2–5] Gerät, Utensil, Werkzeug
[6] Diktion
[7] Bauteil, Maschinenelement
[8, 9] Leiste
[10] Borste
[11] Knochen
[12] Schwanz
[13] Jagdspieß, Jagdwaffe
[14] Werkzeug
[15] Holzspan, Span
[16] Bergmann

Unterbegriffe:

[1] Adlerfeder, Daune, Daunenfeder, Deckfeder, Dune, Entenfeder, Fieder, Flaumfeder, Gänsefeder, Gefieder, Hahnenfeder, Halsfeder, Hühnerfeder, Hutfeder, Indianerfeder, Kielfeder, Konturfeder, Pfauenfeder, Reiherfeder, Ruderfeder, Schleißfeder, Schwanzfeder, Schwungfeder, Spatzenfeder, Steuerfeder, Straußenfeder, Vogelfeder
[1] nach dem Aussehen von [1]: Rotfeder, Saufeder, Seefeder, Wasserfeder
[1, 5] Bettfeder
[2, 3] Schreibfeder, Zeichenfeder
[2, 5] Edelfeder
[2, 7] Stahlfeder
[3] Ausziehfeder, Bleifeder, Durchschreibefeder, Füllfeder, Goldfeder, Reißfeder, Rohrfeder, Rundfeder, Rundschriftfeder, Stenofeder, Ziehfeder
[7] Abzugsfeder, Antriebsfeder, Blattfeder, Drahtfeder, Druckfeder, Gummifeder, Kontaktfeder, Lamellenfeder, Matratzenfeder, Plattfeder, Schleifenfeder, Schraubenfeder, Spannfeder, Spiralfeder, Sprungfeder, Stoßfeder, Torsionsfeder, Triebfeder, Uhrfeder, Verschlussfeder, Wagenfeder, Zugfeder
[9] Passfeder

Beispiele:

[1] „Du häßlicher Vogel, wirst du einst
Mir in die Hände fallen,
So rupfe ich dir die Federn aus
Und hacke dir ab die Krallen.“[21]
[1] „Zugleich sträubten sich auch die Federn des Papageis.“[22]
[1] „Denn während man 1840 im Jahr nur 1000 Kilo Federn aus Südafrika ausführte, waren es 1910 schon 370 000 Kilo geworden. Man rupft den Hähnen die Federn nicht aus, sondern schneidet sie dicht über der Haut ab.“[23]
[1] „Wer Federn sammelt, kann sich bald betten, war einer der Wahlsprüche des Stiefgroßvaters, doch was er mit den Federn auspolsterte, war sein Grab.“[24]
[2] „Ich flirrte jeden Augenblick zur Thür hinaus, aus Angſt, der Schulmeiſter möge aufwachen, draußen machte ich meinen Reim und ſchlich wieder auf den Zehen herbei, um ihn mit einer einſeitigen Feder, die wahrſcheinlich mit dem Brodkneip zugeſchnitten war, aufzuſchreiben, zuletzt nahm ich das blaue Band von meinem Strohhut und machte eine ſchöne Schleife um das Buch, damit er’s doch ſehen möge, denn ſonſt hätte dies ſchöne Gedicht leicht unter dem Wuſt der Schreibbücher verloren gehen können.“[25]
[3] „Er tauchte die Feder in das Tintenfass, in dem so viele Fliegenleichen herumschwammen, […].“[26]
[3] „Mit der verbogenen und verroſteten Feder war nicht zu ſchreiben, […].“[27]
[3] „Die altmodische Feder kratzt, verhakt sich im Papier; es gibt einen kleinen Tintenspritzer.“[28]
[3] „Die breite Feder des Füllers, der sich wunderbarerweise zwischen den Süßigkeiten in Tante Camillas Paket gefunden hatte, verlieh meiner Handschrift etwas Regelmäßigkeit, das Schreiben, ich meine die Bewegung der Hand, der Anblick der Schwünge befriedigte mich in ungekannter Weise.“[29]
[4] „Und dann folgte die mit der Feder gezogene und übrigens in geringen Schwankungen verlaufende Wärmekurve nebſt ziffernmäßigen Angaben über die Häufigkeit von Bauſchans Puls.“[30]
[4] „In den andern Schubladen, wenn ich die einmal aufzog oder eher noch hineinspähte, wenn der Vater es tat, waren Federn, Tuschefläschchen, Papiere, Heftklammern, Briefumschläge, Marken, Radiergummis.“[31]
[5] „Mit einer Füllfeder sei nun einmal ein besonders schönes Schriftbild zu erzielen. Manche Kinder würden allerdings von sich aus viel zu früh einfordern, mit der Feder schreiben zu dürfen.“[32]
[6] „Es gab Leute, die mit lockerer Feder ihre höchst liberalen Ansichten kundtaten.“[33]
[6] „Unsere Werkzeuge waren die Sprache, die Feder, das Hirn.“[34]
[7] Mechanische Uhren haben eine Feder, die man spannt, wenn man die Uhr aufzieht.
[7] „Ein kleiner Kutschwagen, wacklig und alt, zockelte langsam das Ufer des Gave bis zum Felsen von Massabielle entlang und blieb dort wie ein Kinderspielzeug, dessen Feder plötzlich abgeschnurrt ist, am Rand der Landstraße stehen; […].“[35]
[7] „Zu unserer Hauptvorstellung kommen Onkel Ernst und Tante Magy über die verschneiten Felder. Diesmal ohne Grammophon, die Feder des Apparates ist geplatzt.“[36]
[7] „Die Federn des Bettes knackten bedrohlich, als er sich hinlegte.“[37]
[8]
[9]
[10] „Die langen Federn auf dem Rücken zeigten eine breite Lücke, denn dort hatte ihn [den Basse] eine Kugel gefaßt; […].“[38]
[11]
[12]
[13]
[14]
[15]
[16]
[17]

Redewendungen:

[1] aus den Federn
[1] bunte Federn
[1] Federn haben
[1] Federn lassen
[1] in den Federn
[1] in die Federn
[1] jemandem die Federn rupfen
[1] leicht wie eine Feder sein
[1] sich fremde Federn an den Hut stecken
[1] sich mit falschen Federn schmücken, sich mit fremden Federn schmücken
[1] von den Federn aufs Stroh kommen
[1] weich wie eine Feder sein
[2–5] ein Mann der Feder
[2–5] etwas der Feder anvertrauen
[2–5] etwas drückt jemandem die Feder in die Hand
[2–5] etwas fließt aus jemandes Feder, etwas stammt aus jemandes Feder, etwas ist von jemandes Feder
[2–5] etwas (ein Werk) unter der Feder haben
[2–5] jemandem etwas in die Feder diktieren
[2–5] mit der Feder nicht verheiratet sein
[2–5] von der Feder leben
[4] etwas aus der Feder kauen

Sprichwörter:

[1] man erkennt den Vogel an den Federn, man kennt den Vogel an den Federn

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] bunte, prächtige, schillernde, schwarze, weiße Federn; gespreizte, zersauste Federn; Federn schleißen; die Federn (des Hahnes, Pfaues) sträuben sich, spreizen sich; Federn (in der Mauser) verlieren; einem Vogel (die) Federn ausrupfen; Federn fliegen davon, wippen; ein mit Federn gefülltes Kissen; eine Feder am Hut tragen
[2] eine Feder (zum Schreiben) abziehen, schneiden, zuschneiden
[2, 3] die Feder (ins Tintenfass) eintauchen; die Feder kleckst, kratzt; mit einer breiten, dünnen Feder schreiben, zeichnen; mit Tinte, Tusche und Feder
[2, 4, 5] die Feder in die Hand nehmen; mit der Feder schreiben, zur Feder greifen; übertragen: der Tod nimmt jemandem die Feder aus der Hand
[2–5] die Feder ansetzen
[3] eine gläserne, goldene, stählerne Feder
[5] die Feder füllen
[6] eine geschliffene, gewandte, kluge Feder führen, schreiben; eine scharfe, spitze Feder führen, schreiben; über eine flüssige, lockere Feder verfügen; etwas (Wut) führt jemandem die Feder
[7] eine gespannte, straffe Feder; eine Feder dehnt sich/dehnt sich aus, wird zusammengedrückt; die Feder ist ausgeleiert, gebrochen, muss erneuert werden

Wortbildungen:

[1] federartig, federgeschmückt, federig/fedrig, federleicht, federweich, federweiß
[1, 7] federlos
[2, 3] federführend, federgewandt
[1] Federarbeit, Federball, Federbarett, Federbesen, Federbett, Federblume, Federboa, Federbusch, Federbüschel, Federdeckbett, Federdecke, Federfahne, Federfußball, Federgeistchen, Federgewicht, Federgras, Federhut, Federkissen, Federkleid, Federkohl, Federkoralle, Federkrone, Federling, Federmilbe, Federmotte, Federnelke, Federohr, Federpüschel, Federschmuck, Federschopf, Federspiel, Federtier, Federvieh, Federwechsel, Federweiß, Federwild, Federwisch, Federwischer, Federwolke
[1, 2] Federkiel, Federschaft
[1, 2, 7] Federspule
[2, 3] Federbüchse, Federführung, Federskizze, Federstiel, Federstrich, Federzeichnung, Federzug, Federzirkel
[2, 3, 5] Federfuchser
[3] Federhalter
[5] Federkästchen, Federkasten, Federmäppchen, Federmappe, Federmapperl, Federpennal, Federschachtel, Federschale, Federspirale, Federtasche
[6] Federkrieg
[7] Federabstand, Federantrieb, Federarbeit, Federbarometer, Federbein, Federblatt, Federbrett, Federbruch, Federdruck, Federgabel, Federgriffhantel, Federkern, Federklemme, Federkonstante, Federkontakt, Federkraft, Federmatratze, Federmesser, Federrute, Federschloss, Federsprungbrett, Federstahl, Federsteg, Federtuch, Federung, Federwaage, Federwerk, Federzange
[14] Federfalle, Federhaken, Federkeil, Federwiderhaken
[*] Federstück
[7, 11] federn

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Wikipedia-Artikel „Feder
[3] Wikipedia-Artikel „Schreibfeder
[7] Wikipedia-Artikel „Feder (Technik)
[9] Wikipedia-Artikel „Nut- und Federverbindung
[1, 3, 10] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Feder¹
[7, 9] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Feder²
[*] canoonet „Feder
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Feder
[1, 3, 7] The Free Dictionary „Feder
[1, 3, 5, 7–11] Duden online „Feder
[1–4, 6–8] wissen.de – Wörterbuch „Feder
[1, 3, 7] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Feder
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalFeder
[1–3, 7] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Feder
[14–16] Heinrich Veith: Deutsches Bergwörterbuch mit Belegen. Erste Abtheilung. A bis K, Verlag von Wilh. Gottl. Korn, Breslau 1870, Stichwort »Feder«, Seite 176 (Digitalisat des MDZ).
[10–13] Ernst Harrach: Die Jagd im deutschen Sprachgut. Wörterbuch der Weidmannssprache. Friedrich Vorwerk Verlag, Stuttgart 1953, Stichwort »Feder«, Seite 45 (Google Books).
[1, 3, 5, 7–11] Duden, Das große Wörterbuch der deutschen Sprache. 10 Bände auf CD-ROM ; mehr als 200 000 Stichwörter mit rund 90 000 Belegen aus mehreren Hundert Quellen ; vielfältige Recherchemöglichkeiten ; für MS Windows und Apple Macintosh. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2000, ISBN 978-3-411-71001-0, Stichwort »loslaufen«.
[5] Ulrich Ammon et al. (Herausgeber): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol. 1. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2004, ISBN 978-3-11-016574-6, DNB 972128115, Stichwort »Feder«, Seite 236.
[17] Heinz Küpper: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. In: Digitale Bibliothek. 1. Auflage. 36, Directmedia Publishing, Berlin 2006, ISBN 3-89853-436-7, Stichwort »Feder«.
[5] Ulrich Ammon et al. (Herausgeber): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz, Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol sowie Rumänien, Namibia und Mennonitensiedlungen. 2., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2016, ISBN 978-3-11-024543-1, DNB 108083964X, Stichwort »Feder«, Seite 227.
[1, 3, 5, 7–11] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. Das umfassende Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. 9. Auflage. Dudenverlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-411-05509-8, Stichwort »Feder«, Seite 597.

Quellen:

  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 1,12 1,13 1,14 1,15 1,16 1,17 1,18 1,19 1,20 1,21 1,22 1,23 Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort »Feder«, Seite 281.
  2. 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 2,11 2,12 2,13 2,14 2,15 2,16 2,17 2,18 2,19 2,20 2,21 2,22 2,23 2,24 2,25 2,26 2,27 Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9, Stichwort »Feder«, Seite 330.
    Wolfgang Pfeifer: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, digitalisierte und aufbereitete Ausgabe basierend auf der 2., im Akademie-Verlag 1993 erschienenen Auflage. Stichwort „Feder“.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 3,6 Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 5., neu bearbeitete Auflage. Band 7, Dudenverlag, Berlin/Mannheim/Zürich 2013, ISBN 978-3-411-04075-9, Stichwort »Feder«, Seite 276.
  4. 4,0 4,1 Lexer: Mittelhochdeutsches Handwörterbuch „vëdere, vëder
  5. 5,0 5,1 Elisabeth Karg-Gasterstädt und Theodor Frings (Herausgeber): Althochdeutsches Wörterbuch. Auf Grund der von Elias v. Steinmeyer hinterlassenen Sammlungen im Auftrag der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Leipzig 1952-2015ff. (fedara)
  6. Bosworth-Toller Anglo-Saxon Dictionary: „FEÐER
  7. Bosworth-Toller Anglo-Saxon Dictionary: „fæðer
  8. Bosworth-Toller Anglo-Saxon Dictionary: „feþer
  9. Siehe Wilhelm Pape, bearbeitet von Max Sengebusch: Handwörterbuch der griechischen Sprache. Griechisch-deutsches Handwörterbuch. Band 1: Α–Κ, Band 2: Λ–Ω. 3. Auflage, 6. Abdruck, Vieweg & Sohn, Braunschweig 1914. Stichwort „πωτάομαι“.
  10. Wilhelm Pape, bearbeitet von Max Sengebusch: Handwörterbuch der griechischen Sprache. Griechisch-deutsches Handwörterbuch. Band 1: Α–Κ, Band 2: Λ–Ω. 3. Auflage, 6. Abdruck, Vieweg & Sohn, Braunschweig 1914. Stichwort „πτῆσις“.
  11. Wilhelm Pape, bearbeitet von Max Sengebusch: Handwörterbuch der griechischen Sprache. Griechisch-deutsches Handwörterbuch. Band 1: Α–Κ, Band 2: Λ–Ω. 3. Auflage, 6. Abdruck, Vieweg & Sohn, Braunschweig 1914. Stichwort „πτῶσις“.
  12. Wilhelm Pape, bearbeitet von Max Sengebusch: Handwörterbuch der griechischen Sprache. Griechisch-deutsches Handwörterbuch. Band 1: Α–Κ, Band 2: Λ–Ω. 3. Auflage, 6. Abdruck, Vieweg & Sohn, Braunschweig 1914. Stichwort „πτερόν“.
  13. 13,0 13,1 13,2 13,3 13,4 Karl Ernst Georges: Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch. 8. Auflage. Hannover 1913 (Nachdruck Darmstadt 1998): „penna“ (Zeno.org)
  14. Nach Alwin Kloekhorst: The Hittite Inherited Lexicon. Leiden University Centre for Linguistics, Faculty of Arts, Leiden University, 2007, Seite 761–763 (Dissertation; URL).
  15. Harry A. Hoffner, Hans G. Güterbock et al. (Herausgeber): The Hittite Dictionary of the Oriental Institute of the University of Chicago. Volume P, The Oriental Institute of the University of Chicago, 1997, ISBN 0-885923-08-2, Seite 240–241 (URL: PDF 3,6 MB).
  16. GPC Geiriadur Prifysgol Cymru. A Dictionary of the Welsh Language. University of Wales Centre for Advanced Welsh & Celtic Studies, Aberystwyth, 2014 (Onlineausgabe): „adar
  17. GPC Geiriadur Prifysgol Cymru. A Dictionary of the Welsh Language. University of Wales Centre for Advanced Welsh & Celtic Studies, Aberystwyth, 2014 (Onlineausgabe): „adain
  18. J. Peter Maher: Change in Lexical Underlying Forms: The Language and Culture Gestalten of German Feder ‘Feather’ and ‘Spring’. In: William M. Christie (Herausgeber): Current Progress in Historical Linguistics. Proceedings of the Second International Conference on Historical Linguistics, Tuscon, Arizona, 12–16 January 1976. North-Holland Publishing Company, Amsterdam 1976, ISBN 0-7204-0533-5, Seite 389–401.
  19. Wolfgang Pfeifer: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, digitalisierte und aufbereitete Ausgabe basierend auf der 2., im Akademie-Verlag 1993 erschienenen Auflage. Stichwort „Feder“.
  20. Heinz Küpper: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. In: Digitale Bibliothek. 1. Auflage. 36, Directmedia Publishing, Berlin 2006, ISBN 3-89853-436-7, Stichwort »Feder«.
  21. Heinrich Heine: Deutſchland. Ein Wintermährchen. In: Derselbe (Herausgeber): Neue Gedichte. 1. Auflage. Bei Hoffmann und Campe, Hamburg 1844, Seite 291 (Zitiert nach Deutsches Textarchiv).
  22. Joseph Roth: Beichte eines Mörders, erzählt in einer Nacht. Allert de Lange, Amsterdam 1936, Seite 220 (Zitiert nach Google Books).
  23. Bernhard Grzimek, Michael Grzimek: Serengeti darf nicht sterben. 367000 Tiere suchen einen Staat. Ullstein Verlag, Berlin (West)/Frankfurt am Main/Wien 1959, Seite 145.
  24. Erwin Strittmatter: Der Laden. Aufbau-Verlag, Berlin/Weimar 1983, Seite 93.
  25. Bettina von Arnim: Goethe’s Briefwechſel mit einem Kinde. Seinem Denkmal. Zweiter Theil, bei Ferdinand Dümmler, Berlin 1835, Seite 162–163 (Zitiert nach Deutsches Textarchiv).
  26. Joseph Roth: Beichte eines Mörders, erzählt in einer Nacht. Allert de Lange, Amsterdam 1936, Seite 80 (Zitiert nach Google Books).
  27. Ehm Welk: Der hohe Befehl. Opfergang und Bekenntnis des Werner Voß. Im Deutschen Verlag, Berlin 1939, Seite 366 (Zitiert nach Google Books).
  28. Christian Graf von Krockow: Die Stunde der Frauen. Bericht aus Pommern 1944 bis 1947. Nach einer Erzählung von Libussa Fritz-Krockow. 3. Auflage. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1988, ISBN 3-421-06396-6, Seite 11 (Zitiert nach Google Books).
  29. Ingo Schulze: Neue Leben. Die Jugend Enrico Türmers in Briefen und Prosa. Roman. 1. Auflage. Berlin Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-8270-0052-1, Seite 171.
  30. Thomas Mann: Herr und Hund. Ein Idyll. Knorr & Hirth, München 1919, Seite 74 (Zitiert nach Google Books).
  31. Urs Widmer: Das Buch des Vaters. Roman. Diogenes, Zürich 2004, ISBN 978-3-257-06387-5, Seite 16.
  32. Buchstaben lernen mit allen Sinnen. In: Die Presse. 28. Dezember 2009, ISSN 1563-5449, Seite 21, DNB 947702091.
  33. Maria Gräfin von Maltzan: Schlage die Trommel und fürchte dich nicht. Erinnerungen. 13. Auflage. Ullstein, Berlin 1998, ISBN 978-3-548-24536-2, Seite 129 (Erstausgabe 1986).
  34. Wolf Lepenies: Kultur und Politik. Deutsche Geschichten. Carl Hanser Verlag, München/Wien 2006, ISBN 978-3-446-20807-0, Seite 240.
  35. Elisabeth Langgässer: Das unauslöschliche Siegel. Roman. 3. Auflage. Claassen & Goverts, Hamburg 1949, Seite 141 (Zitiert nach Google Books; Erstausgabe 1946).
  36. Erwin Strittmatter: Der Laden. Aufbau-Verlag, Berlin/Weimar 1983, Seite 443.
  37. Thomas Glavinic: Die Arbeit der Nacht. Roman. 1. Auflage. Carl Hanser Verlag, München/Wien 2006, ISBN 978-3-446-20762-2, Seite 59.
  38. Hermann Löns: Ein Hauptschwein. In: Mümmelmann. Ein Tierbuch. 11. Auflage. Adolf Sponholtz Verlag, Hannover [1910], Seite 155 (Zitiert nach Internet Archive; Erstausgabe 1909).

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen:
Levenshtein-Abstand von 1: Feber, federn, Feger, Feier, Felder, Fieder, weder
Levenshtein-Abstand von 2: Fehde, Fehler
Levenshtein-Abstand von 3: Feta