Person Wortform
Präsens ich schwebe
du schwebst
er, sie, es schwebt
Präteritum ich schwebte
Konjunktiv II ich schwebte
Imperativ Singular schweb!
schwebe!
Plural schwebt!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
geschwebt sein, haben
Alle weiteren Formen: Flexion:schweben
 
[1b] scheinbar in der Luft schweben

Worttrennung:

schwe·ben, Präteritum: schweb·te, Partizip II: ge·schwebt

Aussprache:

IPA: [ˈʃveːbn̩]
Hörbeispiele:   schweben (Info),   schweben (Info)
Reime: -eːbn̩

Bedeutungen:

intransitiv:
[1] in einem Medium treiben
[a] langsam fliegen, sich langsam durch die Luft bewegen
[b] auf der Stelle fliegen
[2] noch nicht entschieden sein
[3] bildlich: in Gefahr sein

Herkunft:

Erbwort aus mittelhochdeutsch sweben → gmh und althochdeutsch sweben → goh; Der Begriff beruht auf westgermanisch *swib–æ– „schweben“, welches seinerseits auf indogermanisch *swei–schweifen, schwanken“ beruht; das Wort war wohl immer ein Verb der Bewegung, der genaue Bedeutungsübergang ist aber nicht zu erfassen[1]

Sinnverwandte Wörter:

[1] treiben, schwimmen

Gegenwörter:

[1] fallen

Beispiele:

[1] Quallen schweben im Wasser. Pollen schweben in der Luft. Luftballons auch.
[1a] „Dieses den jungen Goethe ergreifende Verlangen, sich in den unendlichen Luftraum zu stürzen und über den schauerlichen Abgründen zu schweben, frei zu werden wie der Adler im Äther, beflügelt und bewegt auch die heutigen Delta- und Gleitschirmpiloten, die dank des opferbereiten Wagemuts Lilienthals und anderer Flugpioniere diesen Traum heute zu realisieren vermögen.“[2]
[1a] Das Segelflugzeug schwebte dem Sonnenuntergang entgegen.
[1a] Die Schneeflocke ist zu Boden geschwebt.
[1b] Hubschrauber können auf der Stelle schweben.
[2] Karl schwebt in der Firma zwischen Beförderung und Rauswurf.
[3] Sie schweben in großer Gefahr.

Redewendungen:

[1] auf Wolke sieben schweben
[3] in Gefahr schweben, in Lebensgefahr schweben

Charakteristische Wortkombinationen:

[3] zwischen Leben und Tod schweben; das Damoklesschwert schwebt über jemandem

Wortbildungen:

Konversionen: Schweben, schwebend
Substantive: Schwebe, Schwebebahn, Schwebebalken, Schwebebaum, Schwebebühne, Schwebeflug, Schwebehang, Schwebehaube/Schwebetrockenhaube, Schwebekabine, Schwebekippe, Schwebelage, Schweber, Schwebestachel, Schwebestoff, Schwebestütz, Schwebeteilchen, Schwebezug, Schwebezustand, Schwebfliege, Schwebkonto, Schwebstoff, Schwebung
Verben: anschweben, aufschweben, durchschweben, einschweben, emporschweben, entschweben, herabschweben, herniederschweben, hinschweben, niederschweben, umschweben, verschweben, vorschweben, wegschweben

Übersetzungen

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[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „schweben
[1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „schweben
[1, 3] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalschweben
[1, 3] The Free Dictionary „schweben

Quellen:

  1. Wahrig Herkunftswörterbuch „schweben“ auf wissen.de
  2. Siegbert A. Warwitz: Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. Erklärungsmodelle für grenzüberschreitendes Verhalten. Schneider, Baltmannsweiler 2016, ISBN 978-3-8340-1620-1, Seite 89.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Schweden, schwäbeln