a-, A- (Deutsch)Bearbeiten

PräfixBearbeiten

Nebenformen:

[1] vor Vokalen und h: an-, An-; vor rh angeglichen: ar-, Ar-
[2] Normalform: ab-, Ab-

Worttrennung:

a-

Aussprache:

IPA: [a(ː)]
Hörbeispiele:   a- (Info)

Bedeutungen:

[1] vorangestelltes Wortbildungselement in Fremdwörtern aus dem Griechischen (Alpha privativum Negationspräfix, Verneinung) mit der Bedeutung: nicht, un-
[2] vorangestelltes Wortbildungselement in Fremdwörtern aus dem Lateinischen, manchmal statt ab- vor Konsonanten, mit der Bedeutung: weg-, fort-, miss-

Herkunft:

[1] entlehnt aus dem altgriechischen ἀ- (a-) → grc oder α (a) → grc, für „nicht, un-[1]
[2] entlehnt aus dem lateinischen ab- → la, für „weg-, fort-, miss-“[2]

Sinnverwandte Wörter:

[1] nicht-, un-
[2] weg-, fort-, miss-

Oberbegriffe:

[1] Negation

Beispiele:

[1] Bei Adjektiven sind asozial = nicht sozial, unsozial und atypisch = untypisch Beispiele.
[2] Die Aversion ist die Abneigung gegen etwas, dem man gerne entgehen möchte.

Wortbildungen:

siehe ausschließlich: Verzeichnis:Deutsch/Wortbildungen/a-

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Wikipedia-Artikel „Liste griechischer Präfixe
[2] Wikipedia-Artikel „Liste lateinischer Präfixe
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „a-
[1] Duden online „a-


a-, A- (Deutsch)Bearbeiten

PräfixBearbeiten

Anmerkung:

Die germanische Vorsilbe a- (lang gesprochen), die mit der griechischen und lateinischen nicht zu verwechseln ist, ist im Neuhochdeutschen ausgestorben. Allerdings lebt sie im gemeindeutschen Ameise und im verballhornten gemeindeutschen Ohnmacht (althochdeutsch âmaht) sowie, häufig ebenfalls verballhornt, in regionalen und mundartlichen Wörtern wie Emd, Öhmd weiter.

Bedeutungen:

[1] vorangestelltes Wortbildungselement in autochthon deutschen Wörtern, heute oft als andere Vorsilbe reinterpretiert) mit der Bedeutung: von … weg, fort, fehlend, verkehrt

Herkunft:

Von althochdeutsch und mittelhochdeutsch â- ‚von … weg, fort; fehlend, verkehrt‘; vergleiche altniederdeutsch â-, altfriesisch ê-, altenglisch ǣ-. Die weitere Herkunft ist unklar; die ältere Rückführung auf ar- oder *as- wird heute abgelehnt. Im Ablaut zum Präfix â- steht das ebenfalls alt- und mittelhochdeutsche Präfix uo-.[3]

Sinnverwandte Wörter:

[1] weg-, fort-, nicht-, un-

Oberbegriffe:

[1] Negation
[1] Albert L. Lloyd, Otto Springer: Etymologisches Wörterbuch des Althochdeutschen. Band I: -a – bezzisto. Vandenhoeck & Rupprecht, Göttingen/Zürich 1988, ISBN 3-525-20767-0, Spalten 2–4, Stichwort „â-“ (mit zahlreichen Beispielen).
[1] Friedrich Staub [Leitung], Ludwig Tober et al.: Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache. Gesammelt auf Veranstaltung der ANTIQUARISCHEN GESELLSCHAFT IN ZÜRICH unter Beihülfe aus allen Kreisen des Schweizervolkes. 1. Band: A, E, I, O, U, F/V, Huber, Frauenfeld 1881, DNB 948901764 (Digitalisat), Spalten 1–2, Stichwort „â II“ (mit zahlreichen Beispielen).
[1] Walter Henzen: Deutsche Wortbildung. 3., durchgesehene und ergänzte Auflage. Niemeyer, Tübingen 1965, Seite 98.

a- (Latein)Bearbeiten

PräfixBearbeiten

Nebenformen:

vor Vokalen und stimmhaften Plosiven: ab-, vor t und c: abs-, vor p: as-, vor f: au-

Worttrennung:

a-

Bedeutungen:

[1] Präfix zur Bildung von deverbalen Verben mit der Bedeutung einer Entfernung; weg, fort, ab
[2] Präfix zur Bildung von denominalen oder deadjektivischen Adjektiven mit der Bedeutung eines Fehlens oder einer Abweichung; ab-

Wortbildungen:

siehe: Verzeichnis:Latein/Wortbildungen/ab-

Alle weiteren Informationen zu diesem Begriff befinden sich im Eintrag ab-.
Ergänzungen sollten daher auch nur dort vorgenommen werden.

[1, 2] P. G. W. Glare: Oxford Latin Dictionary. 2. Auflage. Volume 1: A–L, Oxford University Press, Oxford 2012, ISBN 978-0-19-958031-6, „ab-, abs-, ā-“ Seite 3.

a- (Polnisch)Bearbeiten

PräfixBearbeiten

Nebenformen:

vor Vokalen: an-

Aussprache:

IPA: [a]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] bei Adjektiven und Substantiven: drückt Mangel, Fehlen, Gleichgültigkeit und/oder Verneinung aus; a-, nicht-, un-

Herkunft:

Entlehnung aus dem altgriechischen ἀ- (a-) → grc[4]

Sinnverwandte Wörter:

[1] bez-, nie-, ir-

Beispiele:

[1]

Wortbildungen:

[1] achromatyczny, agrafia, agramatyzm, alogiczny, anormalny, aperiodyczny, apolityczny, areligijny, asylabiczny, asymetria, ateizm

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] PONS Polnisch-Deutsch, Stichwort: „a-
[1] Słownik Języka Polskiego – PWN: „a-
[1] Lidia Drabik, Elżbieta Sobol: Słownik poprawnej polszczyzny. 6. Auflage. Wydawnictwo Naukowe PWN, Warszawa 2009, ISBN 978-83-01-14203-2, Seite 961.
[1] Bogusław Dunaj: Nowy słownik języka polskiego. 1. Auflage. Wilga, Warszawa 2005, ISBN 83-7375-343-5, Seite 1.
[1] Mirosław Bańko: Wielki słownik wyrazów obcych PWN. 1. Auflage. Wydawnictwo Naukowe PWN, Warszawa 2003, ISBN 978-83-01-14455-5, Seite 1.
[1] Stanisław Dubisz: Uniwersalny słownik języka polskiego. 1. Auflage. Band 1 A–G, Wydawnictwo Naukowe PWN, Warszawa 2003, ISBN 83-01-13858-0, Seite 2.
[1] Mirosław Bańko: Inny słownik języka polskiego. 1. Auflage. Band 1 A–Ó, Wydawnictwo Naukowe PWN, Warszawa 2000, ISBN 83-01-12826-7, Seite 2.
[1] Halina Zgółkowa: Praktyczny słownik współczesnej polszczyzny. Band 1 a – amyloza, Wydawnictwo „Kurpisz“, Poznań 1994, ISBN 83-86600-22-5, Seite 2–3.
[1] Mieczysław Szymczak: Słownik języka polskiego. 1. Auflage. Tom pierwszy A–K, Państwowe Wydawnictwo Naukowe, Warszawa 1978, Seite 1.
[1] Słownik Języka Polskiego pod redakcją Witolda Doroszewskiego: „a-
[1] Witold Doroszewski: Słownik języka polskiego. 1. Auflage. Tom pierwszy A–Ć, Państwowe Wydawnictwo – Wiedza Powszechna, Warszawa 1958, Seite 7.

Quellen:

  1. Wikipedia-Artikel „Liste griechischer Präfixe
  2. Wikipedia-Artikel „Liste lateinischer Präfixe
  3. Albert L. Lloyd, Otto Springer: Etymologisches Wörterbuch des Althochdeutschen. Band I: -a – bezzisto. Vandenhoeck & Rupprecht, Göttingen/Zürich 1988, ISBN 3-525-20767-0, Spalten 2–4, Stichwort „â-“.
  4. Mirosław Bańko: Wielki słownik wyrazów obcych PWN. 1. Auflage. Wydawnictwo Naukowe PWN, Warszawa 2003, ISBN 978-83-01-14455-5, Seite 1.

a- (Rumänisch)Bearbeiten

PräfixBearbeiten

Nebenformen:

vor Vokalen: an-

Aussprache:

IPA: [a]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] bei Adjektiven und Substantiven: drückt Mangel, Fehlen, Gleichgültigkeit und/oder Verneinung aus; a-, nicht-, un-

Herkunft:

Entlehnung aus dem altgriechischen ἀ- (a-) → grc

Sinnverwandte Wörter:

[1] an-, ne-, in-

Beispiele:

[1]

Wortbildungen:

[1] acromatic, agramatism, anormal, apolitic, asimetrie, ateism

ÜbersetzungenBearbeiten

Quellen: