aufbrechen (Deutsch)Bearbeiten

Verb, unregelmäßigBearbeiten

Person Wortform
Präsens ich breche auf
du brichst auf
er, sie, es bricht auf
Präteritum ich brach auf
Konjunktiv II ich bräche auf
Imperativ Singular brich auf!
Plural brecht auf!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
aufgebrochen sein, haben
Alle weiteren Formen: Flexion:aufbrechen

Worttrennung:

auf·bre·chen, Präteritum: brach auf, Partizip II: auf·ge·bro·chen

Aussprache:

IPA: [ˈaʊ̯fˌbʁɛçn̩]
Hörbeispiele:   aufbrechen (Info)

Bedeutungen:

[1] transitiv: öffnen, aufmachen; auch trennen, teilen, zerteilen (oftmals im destruktiven Sinne)
[2] transitiv, übertragen: lockern, lösen, etwas loswerden
[3] intransitiv: bersten
[4] intransitiv: sich auf den Weg machen, sich entfernen

Herkunft:

zusammengesetzt aus dem Präfix auf- und dem Verb brechen

Sinnverwandte Wörter:

[1] abbrechen, abscheren, aufdrehen, aufgehen, aufhacken, aufknacken, auflösen, aufmachen, aufreißen, aufschlagen, aufsprengen, aufstoßen, auftun, aufweichen, auseinandernehmen, brechen, durchstoßen, einbrechen, einen Keil treiben zwischen, entfalten, entfernen, entzweien, erbrechen, erhellen, Klarheit verschaffen, knacken, Licht ins Dunkel bringen, losbrechen, mit dem eisernen Besen aufräumen, öffnen, platzen lassen, scheren, sich Zugang verschaffen, sprengen, teilen, trennen, zerlegen, zerteilen
[2] abbrechen, abscheren, abstoßen, aufhacken, aufknacken, aufreißen, aufschlagen, aufsprengen, aufstoßen, auftun, ausnehmen, brechen, durchstoßen, entfalten, entfernen, erbrechen, knacken, lockern, losbrechen, lösen, öffnen, platzen lassen, scheren, sprengen
[3] aufgehen, aufhacken, aufknacken, auflodern, aufreißen, aufschlagen, aufsprengen, aufspringen, auftun, bersten, den Halt verlieren, den Zusammenhalt verlieren, die Fassung verlieren, entfalten, erblühen, erwachen, knacken, öffnen, platzen, sprengen
[4] abdampfen, abfahren, abgehen, abhauen, abmarschieren, abreisen, abschwirren, abseilen, abwandern, aus dem Staube machen, ausrücken, ausziehen, das Weite suchen, davonfahren, davongehen, davonjuckeln, davonlaufen, davonmachen, davonscheren, davonsprengen, die Fliege machen, die Flocke machen, die Kurve kratzen, die Kurve kriegen, die Zelte abbrechen, dort hinaus gehen, wo der Zimmermann das Loch gelassen hat, entheben, fort begeben, fortfahren, fortgehen, fortkommen, fortscheren, fortziehen, gehen, Leine ziehen, losbrechen, losmarschieren, losziehen, reisen, scheren, seiner Wege gehen, seiner Wege ziehen, sich entfernen, sich in Bewegung setzen, starten, trollen, verfatzen, verflüchtigen, verziehen, weg begeben, weggehen, weglaufen, wegmüssen, wegrennen, wegscheren, weiterfahren, weitergehen, weiterlaufen, weiterziehen

Gegenwörter:

[1] schließen, verschließen
[2] an etwas festhalten, sich an etwas klammern
[3] sich schließen, verschließen
[4] bleiben, verweilen

Beispiele:

[1] Als wir nach Hause kamen, stellten wir fest, dass die Wohnungstür aufgebrochen worden war.
[1] Als wir nach Hause kamen, stellten wir fest, dass Diebe die Wohnungstür aufgebrochen hatten.
[1] Brich doch das Schloss auf!
[2] Unser Ziel ist es, alte Strukturen aufzubrechen und Platz für neue Ideen zu schaffen.
[3] Zwei Tage nach der Operation ist die Wunde wieder aufgebrochen.
[3] Die Wolkendecke brach auf und die Sonne kam zum Vorschein.
[4] „Zur ISS wollen in diesem Jahr auch die Europäer aufbrechen, und zwar erstmals mit einem eigenen Fluggerät.“[1]
[4] Morgen früh brechen wir auf.
[4] Die Bergsteiger sind im Morgengrauen aufgebrochen.
[4] „Vor mehr als 1150 Jahren brach ein Brüderpaar aus Konstantinopel auf, um den slawischen Völkern diesen Glauben zu bringen.“[2]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] eine Tür, einen Safe, ein Schloss aufbrechen, jemand hat etwas aufgebrochen, etwas ist aufgebrochen worden
[2] verkrustete Strukturen aufbrechen
[3] eine alte Wunde bricht wieder auf, ist aufgebrochen
[4] zu neuen Ufern aufbrechen, aufgebrochen sein

Wortbildungen:

Aufbruch

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „aufbrechen
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „aufbrechen
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalaufbrechen
[1] Duden online „aufbrechen
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Quellen:

  1. Christoph Podewils: Luft- und Raumfahrt. Berliner Zeitung, Berlin 03.01.2005
  2. Ronald Sprafke: Zwei Brüder, eine Mission. In: G/Geschichte. Nummer G/Spezial 2017, ISSN 1617-9412, Seite 25.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: ausbrechen