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Schutz (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, mBearbeiten

Singular

Plural

Nominativ der Schutz

die Schutze

Genitiv des Schutzes

der Schutze

Dativ dem Schutz
dem Schutze

den Schutzen

Akkusativ den Schutz

die Schutze

Worttrennung:

Schutz, Plural: selten: Schut·ze

Aussprache:

IPA: [ʃʊt͡s]
Hörbeispiele:   Schutz (Info)
Reime: -ʊt͡s

Bedeutungen:

[1] die Handlung des Schützens
[2] der Zustand des Geschützt-Seins

Herkunft:

mittelhochdeutsch schuz → gmhAbschirmung, Sicherung[1], und zwar gegen sich aufstauendes Wasser[2]; Abstraktum zum Verb schützen, mit dem Substantiv Schütze verwandt.[3]

Synonyme:

[1] Abwehr, Bewahrung
[2] Vorbeugung

Gegenwörter:

[1, 2] Bedrohung

Unterbegriffe:

[1] Aromaschutz, Artenschutz, Begleitschutz, Balkonschutz, Blitzschutz, Betriebsschutz, Datenschutz, Dauerschutz, Diebstahlschutz, Einbruchschutz, Emissionsschutz, Flankenschutz, Geleitschutz, Grenzschutz, Informantenschutz, Inhaltsschutz, Investorenschutz, Katastrophenschutz, Küstenschutz, Lebensschutz, Luftschutz, Objektschutz, Personenschutz, Polizeischutz, Quellenschutz, Selbstschutz, Seuchenschutz, Staatsschutz, Uferschutz, Umweltschutz, Verfassungsschutz, Wachschutz, Zeckenschutz
[1, 2] Ehrenschutz
[2] Arbeitsschutz, Armschutz, Atemschutz, Aufprallschutz, Augenschutz, Ausstattungsschutz, Bauschutz, Beinschutz, Blendschutz, Blitzschutz, Bombenschutz, Brandschutz, Brustschutz, Dammschutz, Denkmalschutz, Differenzialschutz, Einbruchschutz, Erfinderschutz, Erfindungsschutz, Erosionsschutz, Feuchtigkeitsschutz, Feuchtschutz, Feuerschutz, Fliegenschutz, Forstschutz, Frauenschutz, Gasschutz, Gebrauchsmusterschutz, Gefrierschutz, Geheimnisschutz, Gehörschutz, Geleitschutz, Grundschutz, Gesundheitsschutz, Gewässerschutz, Gleitschutz, Gummischutz, Handschutz, Heimatschutz, Hochwasserschutz, Holzschutz, Ideenschutz, Internetschutz, Insektenschutz, Immissionsschutz, Impfschutz, Jagdschutz, Jugendschutz, Kälteschutz, Kariesschutz, Katastrophenschutz, Kettenschutz, Kinderschutz, Kinnschutz, Klimaschutz, Knieschutz, Kopfschutz, Kopierschutz, Korrosionsschutz, Kreditschutz, Kündigungsschutz, Landschaftsschutz, Lärmschutz, Lawinenschutz, Leistungsschutz, Lichtschutz, Luftschutz, Markenschutz, Metallschutz, Mieterschutz, Minderheitenschutz, Minderjährigenschutz, Modellschutz, Mundschutz, Musterschutz, Mutterschutz, Nackenschutz, Naturschutz, Notenschutz, Opferschutz, Panzerschutz, Patentschutz, Personenschutz, Persönlichkeitsschutz, Pfändungsschutz, Pflanzenschutz, Pollenschutz, Prozessschutz, Rauchschutz, Rechtsschutz, Regenschutz, Rostschutz, Saalschutz, Sachwertschutz, Schallschutz, Schreibschutz, Sichtschutz, Sonnenschutz, Sortenschutz, Spannungsschutz, Splitterschutz, Spritzschutz, Störschutz, Störungsschutz, Strahlenschutz (Strahlungsschutz), Tendenzschutz, Tieffliegerschutz, Tiefschlagschutz, Tiefschutz, Tierschutz, Titelschutz, Unfallschutz, Unterbodenschutz, Unterfahrschutz, Urheberschutz, UV-Schutz, Verbraucherschutz, Versicherungsschutz, Virenschutz, Vogelschutz, Waldschutz, Warenzeichenschutz, Wärmeschutz, Wasserschutz, Werkschutz, Wetterschutz, Windschutz, Zeichenschutz, Zivilschutz

Beispiele:

[1] Die Blauhelm-Soldaten boten der Bevölkerung den notwendigen Schutz.
[1] „Urspüngliche Aufgabe der Polizei war der Schutz der Gesellschaft vor Verkehrsunfällen und vor Verbrechen.“[4]
[2] Sie suchten in einer Berghütte Schutz vor dem drohenden Unwetter.

Redewendungen:

Schutz und Schirm
Schutz und Trutze

Charakteristische Wortkombinationen:

[2] Schutz bedürfen, benötigen, bieten, brauchen, gewähren, suchen
[2] polizeilicher/unzureichender Schutz

Wortbildungen:

Adjektive/Adverbien: schutzbedürftig, schutzfähig, schutzlos, schutzsuchend
Substantive: Schutzalter, Schutzanlage (→ Blitzschutzanlage), Schutzanordnung, Schutzanpassung, Schutzanstrich, Schutzanzug, Schutzaufsicht, Schutzausrüstung (→ Absturzschutzausrüstung), Schutzbau, Schutzbedürfnis, Schutzbefohlene, Schutzbehauptung, Schutzbehälter, Schutzbekleidung, Schutzbereich, Schutzblech, Schutzboot, Schutzbrief, Schutzbrille, Schutzbündnis, Schutzbürger, Schutzdach, Schutzdamm, Schutzeinrichtung, Schutzengel, Schutzfarbe, Schutzfärbung, Schutzfilm, Schutzfolie, Schutzfrist, Schutzfunktion, Schutzgas, Schutzgebiet, Schutzgebühr, Schutzgeist, Schutzgeländer, Schutzgeld, Schutzgemeinschaft, Schutzgenosse, Schutzgerät, Schutzgesetz, Schutzgewahrsam, Schutzgewalt, Schutzgitter, Schutzglas, Schutzglocke, Schutzgott, Schutzhafen, Schutzhaft, Schutzhaube, Schutzheilige, Schutzhelm, Schutzherr, Schutzhülle, Schutzhund, Schutzhütte, Schutzimpfung, Schutzinsel, Schutzjude, Schutzkappe, Schutzkarton, Schutzklausel, Schutzkleidung, Schutzkontakt, Schutzlack, Schutzleiste, Schutzleistung, Schutzleute, Schutzlüftung, Schutzmacht, Schutzmann, Schutzmantel, Schutzmarke, Schutzmaske, Schutzmaßnahme, Schutzmaterial (→ Blitzschutzmaterial), Schutzmauer, Schutzmittel, Schutznetz, Schutzort, Schutzpanzer, Schutzpatron, Schutzpflanzung, Schutzplane, Schutzplatte, Schutzpolizei, Schutzpolizist, Schutzpolster, Schutzraum, Schutzrecht, Schutzschalter, Schutzscheibe, Schutzschicht, Schutzschild, Schutzschirm, Schutzsperre, Schutzstaat, Schutzstaffel, Schutzstation, Schutzstoff, Schutzstreifen, Schutztruppe, Schutzumschlag, Schutzüberzug, Schutzverband, Schutzverpflichtung, Schutzvertrag, Schutzvorkehrung, Schutzvorrichtung, Schutzwaffe, Schutzwald, Schutzwall, Schutzweg, Schutzwehr, Schutzwirkung, Schutzzauber, Schutzzaun, Schutzziel, Schutzzelt, Schutzzoll, Schutzzone, Schütz, Unterschutzstellung
Verben: schützen, schutzimpfen

ÜbersetzungenBearbeiten

[1, 2] Wikipedia-Artikel „Schutz
[1, 2] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Schutz
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Schutz
[1, 2] canoonet „Schutz
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalSchutz
[1, 2] The Free Dictionary „Schutz
[1, 2] Duden online „Schutz

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, Artikel „schützen“. ISBN 3-423-03358-4
  2. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2, Seite 743.
  3. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742
  4. Egon Erwin Kisch: Die Polizei und ihre Beute. In: Aus dem Café Größenwahn. Klaus Wagenbach, Berlin 2013, ISBN 978-3-8031-1294-1, Seite 101-112, Zitat Seite 101. Datiert 1927.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Schatz, Schmutz, Schutt, Schütz