Schütze (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, mBearbeiten

Singular Plural
Nominativ der Schütze die Schützen
Genitiv des Schützen der Schützen
Dativ dem Schützen den Schützen
Akkusativ den Schützen die Schützen
 
[1] ein Schütze mit seinem Bogen
 
[1, 2, 4] Russland, Stalingrad, MG-Schütze
 
[5] Sternbild Schütze
 
[10] rechts der Schütze, links der Torwart

Worttrennung:

Schüt·ze, Plural: Schüt·zen

Aussprache:

IPA: [ˈʃʏt͡sə]
Hörbeispiele:   Schütze (Info),   Schütze (Info)
Reime: -ʏt͡sə

Bedeutungen:

[1] jemand, dessen Tätigkeit das Schießen ist
[2] Person, die einen Schuss aus einer Waffe abgegeben hat
[3] Wehrmacht, Bundeswehr: Dienstgrad für einen Soldaten im Heer
[4] Wehrmacht, Bundeswehr: Soldat im Range eines Schützen
[5] Astronomie, ohne Plural: ein Sternbild am südlichen Sternenhimmel
[6] Astrologie, ohne Plural: eines der zwölf Tierkreiszeichen (der umgangssprachlich so genannten Sternzeichen)
[7] Astrologie: ein im Zeichen Schütze [5] Geborener
[8] Weberei: ein Weberschiffchen bei einem Webstuhl
[9] historisch, Schach: Läufer
[10] Sport: Sportler, der ein Spielgerät (Ball, Puck) in Richtung einer Trefferzone (Tor, Korb oder Ähnliches) geschossen/geworfen/geschlagen hat

Abkürzungen:

[3] Schtz

Symbole:

[6]

Herkunft:

Erbwort von mittelhochdeutsch schütze → gmh, althochdeutsch scuzzio → goh, scuzzo → goh; siehe auch schießen[1]

Gegenwörter:

[5] Liste 87 weiterer Sternbilder siehe: Wikipedia-Artikel „Sternbild#Liste der 88 Sternbilder
[6] Widder, Stier, Zwillinge, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Krebs, Steinbock, Wassermann, Fische

Weibliche Wortformen:

[1, 2] Schützin

Oberbegriffe:

[3, 4] Soldat
[5] Schutz

Unterbegriffe:

[1] Armbrustschütze, Biathlet, Bogenschütze, Bombenschütze, Bordschütze, Flakschütze, Gebirgsschütze, Hakenbüchsenschütze, Heckschütze, Jagdschütze, Langbogenschütze, MG-Schütze, Pistolenschütze, Revolverheld, Sportschütze, Scharfschütze
[2] Amokschütze, Heckenschütze, Todesschütze
[10] Eisstockschütze, Elfmeterschütze, Korbschütze, Torschütze

Beispiele:

[1] Der Schütze spannt den Bogen mit viel Kraft.
[1] Der Jäger oder der Förster ist auch ein Schütze mit Gewehr.
[2] Die Polizei konnte den Schützen noch nicht ermitteln.
[3] Dem Dienstgrad Schütze entspricht in anderen Truppengattungen der Jäger, Funker oder Panzergrenadier.
[4] Schütze Meier meldet sich zur Stelle!
[4] „Wenn er daran dachte, wie von jenem Tag an der Schütze Borek sich im Dienst die größte Mühe gegeben hatte, staunte Reidel jedesmal.“[2]
[4] „Diese Schützen waren waschechte Halunken.“[3]
[5] Der Schütze ist ein Sternbild am südlichen Horizont.
[6] Der Schütze gehört zu den zwölf Tierkreiszeichen.
[7] Ich bin Skorpion, und meine Frau ist Schütze.
[7] „Sie fragt ihn, wann er geboren st, und es stellt sich heraus, daß er Schütze ist, ein sehr gutes Sternzeichen.“[4]
[8] Der Schütze bringt den Schussfaden durch das Fach.
[9] 1616 nannte Gustavus Selenus im ersten deutschen Schachbuch die Figuren und führte neben König und Königinn den Schützen an.
[10] Der Schütze des 3:0 wurde stürmisch gefeiert.

Redewendungen:

Schütze Arsch, auch Schütze Arsch im letzten Glied

Charakteristische Wortkombinationen:

[5, 6] im Schützen stehen

Wortbildungen:

ABC-Schütze, Schützenbruder, Schützenbruderschaft, Schützendivision, Schützenfest, Schützenfeuer, Schützenfisch, Schützengesellschaft, Schützengilde, Schützengraben, Schützenhaus, Schützenhilfe, Schützenhof, Schützenkette, Schützenkönig, Schützenlinie, Schützenloch, Schützenmeister, Schützenpanzer, Schützenpanzerwagen, Schützenplatz, Schützenreihe, Schützenschnur, Schützenstand, Schützenstück, Schützenverein, Schützenwiese, Schützenzunft

ÜbersetzungenBearbeiten

[1–5] Wikipedia-Artikel „Schütze
[1–5, 7] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Schütze
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalSchütze
[1, 3–6] Duden online „Schuetze_Schieszender_Soldat
[1, 7, 8] Johann Christoph Adelung: Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart mit beständiger Vergleichung der übrigen Mundarten, besonders aber der oberdeutschen. Zweyte, vermehrte und verbesserte Ausgabe. Leipzig 1793–1801 „Schütze
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Quellen:

  1. Duden online „Schuetze_Schieszender_Soldat
  2. Alfred Andersch: Winterspelt. Roman. Diogenes, Zürich 1974, ISBN 3-257-01518-6, Seite 325.
  3. James Fenimore Cooper: Ned oder Ein Leben vor dem Mast. 3. Auflage. mareverlag, Hamburg 2017 (übersetzt von Alexander Pechmann), ISBN 978-3-86648-190-9, Seite 100. Englisches Original 1843.
  4. James Salter: Ein Spiel und ein Zeitvertreib. Roman. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 2000, ISBN 3-499-22440-2, Seite 27.

Substantiv, fBearbeiten

Singular Plural
Nominativ die Schütze die Schützen
Genitiv der Schütze der Schützen
Dativ der Schütze den Schützen
Akkusativ die Schütze die Schützen

Worttrennung:

Schüt·ze, Plural: Schüt·zen

Aussprache:

IPA: [ˈʃʏt͡sə]
Hörbeispiele:   Schütze (Info),   Schütze (Info)
Reime: -ʏt͡sə

Bedeutungen:

[1] ein Schuber, die Tafel am Schleusenwehr, die zur Regulierung ganz oder teilweise nach oben herausgezogen werden kann

Synonyme:

[1] Schütz, Falle

Beispiele:

[1] Die Schütze schließt entweder die ganze Flussbreite ab oder sie stützt sich gegen Griespfeiler oder Griesständer.

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Wikipedia-Artikel „Schütze
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Schütze
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalSchütze

Substantiv, m, f, NachnameBearbeiten

Singular m Singular f Plural 1 Plural 2
Nominativ der Schütze
(Schütze)
die Schütze
(Schütze)
die Schützes die Schütze
Genitiv des Schütze
des Schützes
Schützes
der Schütze
(Schütze)
der Schützes der Schütze
Dativ dem Schütze
(Schütze)
der Schütze
(Schütze)
den Schützes den Schütze
Akkusativ den Schütze
(Schütze)
die Schütze
(Schütze)
die Schützes die Schütze
siehe auch: Grammatik der deutschen Namen

Anmerkung:

Der mündliche, umgangssprachliche Gebrauch des Artikels bei Nachnamen ist nicht einheitlich. Norddeutsch gebraucht man tendenziell keinen Artikel, mitteldeutsch ist der Gebrauch uneinheitlich, in süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Idiomen wird der Artikel tendenziell gebraucht.
Für den Fall des Artikelgebrauches gilt: der „Schütze“ – für männliche Einzelpersonen, die „Schütze“ im Singular – für weibliche Einzelpersonen; ein und/oder eine „Schütze“ für einen und/oder eine Angehörige aus der Familie „Schütze“ und/oder der Gruppe der Namenträger. Die im Plural gilt für die Familie und/oder alle Namenträger gleichen Namens. Der schriftliche, standardsprachliche Gebrauch bei Nachnamen ist prinzipiell ohne Artikel.

Worttrennung:

Schüt·ze, Plural 1: Schüt·ze, Plural 2: regional: Schüt·zes

Aussprache:

IPA: [ˈʃʏt͡sə]
Hörbeispiele:
Reime: -ʏt͡sə

Bedeutungen:

[1] Familienname

Synonyme:

[1] Schütz, Schütt, Schütte

Namensvarianten:

[1] Schüze

Beispiele:

[1] Frau Schütze ist nett.
[1] Wir sind heute Abend bei Schütze(s) eingeladen.
[1] Die Schützes von nebenan sind beide Lehrer.

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Wikipedia-Artikel „Schütze

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Schürze, schützen, Schützer, Schätze, Stütze