Person Wortform
Präsens ich schone
du schonst
er, sie, es schont
Präteritum ich schonte
Konjunktiv II ich schonte
Imperativ Singular schone!
schon!
Plural schont!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
geschont haben
Alle weiteren Formen: Flexion:schonen

Worttrennung:

scho·nen, Präteritum: schon·te, Partizip II: ge·schont

Aussprache:

IPA: [ˈʃoːnən]
Hörbeispiele:   schonen (Info)
Reime: -oːnən

Bedeutungen:

[1] transitiv, mit Genitiv, veraltete Bedeutung: veraltet mit Genitiv: jemanden/etwas voller Rücksicht und Vorsicht behandeln, um Nachteile zu vermeiden
[2] reflexiv: Rücksicht auf die eigene Gesundheit nehmen und weniger aktiv als sonst sein
[3] mit Genitiv, veraltete Bedeutung: sich von etwas fernhalten, sich etwas entziehen
[4] mit Genitiv, veraltete Bedeutung: etwas nicht verringern, nicht weniger werden lassen, sparsam mit etwas umgehen
[5] mit erweitertem Infinitiv, veraltete Bedeutung: sich scheuen, etwas zu tun

Herkunft:

Das Verb geht auf das mittelhochdeutsche und mittelniederdeutsche schōnen zurück. Es stellt entweder eine Ableitung zu dem althochdeutschen Adjektiv dar, von dem auch schön abstammt und das für ‚freundlich‘ und ‚rücksichtsvoll‘ stand, oder aber von dem zu diesem Adjektiv gehörigen Adverb scōno, das im Mittelhoch- und Mittelniederdeutschen schōne oder schōn lautete, und die Bedeutung ‚auf eine feine, rücksichtsvolle und sorgfältige Art und Weise‘ hatte.[1]

Gegenwörter:

[1] strapazieren
[2] belasten
[4] verringern, verschwenden
[5] wagen

Beispiele:

[1] Dies ist ein Gebäude, das Ressourcen schont und Energie spart.
[1] Luises neue Schuhe werden immer geschont. Sie zieht sie kaum je an.
[1] Wir haben unsere Feinde nicht geschont.
[1] In dieser Gesellschaft schont niemand des anderen.
[1] Schone des armen Kindleins, Heimerich!
[1] „Das gesamte Steuerwesen unserer Republik ist darauf angelegt, die Reichsten der Reichen zu schonen.[2]
[2] Nach seiner langen Krankheit muss Opa sich jetzt noch schonen.
[3] Der Lausejunge schont der Arbeit schon wieder.
[4] Die Zechbrüder schonten des Weines nicht.
[4] Um des väterlichen Vermögens zu schonen, erstanden wir nur das Nötigste zum Leben.
[5] Die Buben schonen nicht, unserer Großmutter ein Bein zu stellen.
[5] Ilse schonte nie, sich sogar zu prostituieren.

Wortbildungen:

Konversionen: geschont, Schonen, schonend
Substantive: Schonbezug, Schoner, Schonfahrt, Schonfrist, Schongang, Schonhaltung, Schonklima, Schonkost, Schonplatz, Schonraum, Schonung, Schonwaschgang, Schonzeit
Verben: verschonen

Übersetzungen

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[1–5] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „schonen
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „schonen
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalschonen
[1, 2] The Free Dictionary „schonen

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9, „schonen“, Seite 1236
  2. Sandra Pfister: Deutschland ist ein Niedrigsteuerland. In: Deutschlandradio. 7. September 2009 (Deutschlandfunk/Köln, URL, abgerufen am 5. Juni 2024).

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: schönen, Schoner, sonnen