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Eichelhäher (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, mBearbeiten

Singular

Plural

Nominativ der Eichelhäher

die Eichelhäher

Genitiv des Eichelhähers

der Eichelhäher

Dativ dem Eichelhäher

den Eichelhähern

Akkusativ den Eichelhäher

die Eichelhäher

 
[1] auf einem Zweig sitzender Eichelhäher; Aufnahme von Luc Viatour am 19. Oktober 2008 in Hamois, Belgien
 
[1] Nahaufnahme eines Eichelhähers von Pierre Dalous am 24. Dezember 2011 im Département Tarn zwischen Lagassié und Garrigues, Frankreich
[1] auf Nahrungssuche befindlicher Eichelhäher; Clip vom 21. November 2012

Worttrennung:

Ei·chel·hä·her, Plural: Ei·chel·hä·her

Aussprache:

IPA: [ˈaɪ̯çl̩ˌhɛːɐ]
Hörbeispiele:   Eichelhäher (Info)

Bedeutungen:

[1] Zoologie, speziell Ornithologie: taubengroßer Singvogel (Garrulus glandarius) aus der Familie der Rabenvögel (Corvidae), dessen rötlich graues bis braunes Gefieder auffallend blaue, weiße und schwarze Abzeichen aufweist, der helle, krächzende Warnrufe ausstößt und sich von Früchten und Samen, vor allem Eicheln, ernährt

Herkunft:

  • strukturell:
Determinativkompositum aus den Substantiven Eichel und Häher
Die Benennung des Vogels ist seit dem 18. Jahrhundert bezeugt und erfolgte nach dessen Hauptnahrung.[1]

Synonyme:

[1] landschaftlich: Äk, Äkscher, Ätsch, Atzel, Ätzert, Bertsch, Blauvogel, Bohnenmarkolf, Buchmörder, Bullenmark, Bummärkel, Büschhengst, Büschverräter, Dätsch, Eichelgabig, Eichelhabicht, Eichelhauer, Eichert, Elsterich, Eulmörder, Forstwart, Gäcker, Gäckert, Gageratz, Gäker, Gärger, Gärgert, Gärtchert, Gartenkrähe, Gätsch, Gätschert, Gäulstier, Gichtvogel, Guthäher, Gutlottel, Häher, Häheratzel, Häherdottel, Häherpladder, Häherschak, Hähert, Hähervogel, Härschak, Härzel, Hätzle, Herrengäker, Herrengäkert, Herrengäkser, Herrengärger, Herrengärtsch, Herrenvogel, Herrgagert, Herrschack, Hirnpicker, Holzhäher, Holzschreier, Käher, Kapuziner, Kestenhäker, Kestenvogel, Krätscher, Markel, Märkel, Märkelhäher, Markgraf, Margolf, Markolf, Markolfus, Markwart, Marquard, Mättkolf, Molgraf, Morkolf, Mortkolf, Nussgackel, Nussgackerer, Nusshacker, Nusshäher, Rävogel, Schwarzkopf, Stoßer, Stößer, Stratzert, Taubenstößer, Waldhäher, Waldverräter

Oberbegriffe:

[1] Lebewesen, Tier, Wirbeltier
[1] Vogel, Singvogel, Rabenvogel

Beispiele:

[1] „Ein Eichelhäher begann plötzlich in der Dickung zu lärmen, laut und aufgeregt, und es ging wie ein Schlag durch den ganzen Wald.“[2]
[1] „Im Buchenwald plärrten die Eichelhäher.[3]
[1] „Ein Eichelhäher warnte vor mir; »Markwart« heiße der auf Platt.“[4]
[1] „Das Wispern der Bäume, das Fauchen der Birkhähne, ja sogar das Keckern des Eichelhähers, alles überdeckt dann der monotone Klangteppich mahlender Raupenmäuler.“[5]
[1] „Unsere heimischen Eichhörnchen nutzen die Aufmerksamkeit von Eichelhähern, die sehr gewissenhaft ihre Umwelt beobachten und vor Mensch, Fuchs oder Habicht gleichermaßen warnen.“[6]
[1] Der Eichelhäher ist ein bei uns heimischer Singvogel.
[1] Der Eichelhäher ist ein scheuer, zurückgezogen lebender Vogel, den man eher hört als sieht.

ÜbersetzungenBearbeiten

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Eichelhäher
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Eichelhäher
[*] canoo.net „Eichelhäher
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Eichelhäher
[1] The Free Dictionary „Eichelhäher
[1] Duden online „Eichelhäher
[1] wissen.de – Wörterbuch „Eichelhäher
[1] wissen.de – Lexikon „Eichelhäher
[*] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Eichelhäher
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonEichelhäher
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Eichelheher
[1] Meyers Großes Konverſations-Lexikon. Ein Nachſchlagewerk des allgemeinen Wiſſens. Sechſte, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Bibliographiſches Inſtitut, Leipzig/Wien 1905–1909, Stichwort „Eichelhäher“ (Wörterbuchnetz), „Eichelhäher“ (Zeno.org). Mit Verweis auf Meyers Großes Konverſations-Lexikon. Ein Nachſchlagewerk des allgemeinen Wiſſens. Sechſte, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Bibliographiſches Inſtitut, Leipzig/Wien 1905–1909, Stichwort „Häher“ (Wörterbuchnetz), „Häher“ (Zeno.org).

Quellen:

  1. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. neu bearbeitete 5. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Berlin/Mannheim/Zürich 2013, ISBN 978-3-411-04075-9, Stichwort »Eichelhäher«, Seite 241.
  2. Ernst Wiechert: Das einfache Leben. Roman. Albert Langen & Georg Müller, München 1939, Seite 265 (Zitiert nach Google Books).
  3. Erwin Strittmatter: Pony Pedro. Kinderbuchverlag, Berlin 1959, Seite 63.
  4. Walter Kempowski: Tadellöser & Wolff. Ein bürgerlicher Roman. Carl Hanser Verlag, München 1971, Seite 459.
  5. Das Streiflicht. In: Süddeutsche Zeitung. 4. Mai 1994, ISSN 0174-4917, Seite 1.
  6. Daniel Lingenhöhl: Anpfiff. In: Spektrum – Die Woche. 19. März 2007, ISSN 2520-1573 (Onlineausgabe: URL, abgerufen am 7. Dezember 2017)
  7. Dr. Friedrich Lorentz: Slovinzisches Wörterbuch. Zweiter Teil. P—Z. Orts- und Personennamen. Nachträge. Unsichere Wörter, Изданіе Отдѣленія Русскаго Языка и Словесности Императорской Академія Наукъ/Buchdruckerei der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, St. Petersburg 1912 (Digitalisat), Seite 1071.