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Nuvola apps korganizer.png Dieser Eintrag war in der 37. Woche
des Jahres 2016 das Wort der Woche.

hundemüde (Deutsch)Bearbeiten

AdjektivBearbeiten

Positiv Komparativ Superlativ
hundemüde
Alle weiteren Formen: Flexion:hundemüde
[1] hundemüde gähnen
 
[1] hundemüde Politiker

Nebenformen:

hundsmüde

Worttrennung:

hun·de·mü·de, keine Steigerung

Aussprache:

IPA: [ˈhʊndəˌmyːdə][1][2], [ˈhʊndəˈmyːdə][3][2]
Hörbeispiele:   hundemüde (Info), —

Bedeutungen:

[1] umgangssprachlich emotional: mit einem großen Bedürfnis nach Schlaf, sehr müde; aufgrund übermäßiger Anstrengung stark ermüdet, sehr erschöpft

Herkunft:

Ableitung von müde mit dem Präfixoid (Halbpräfix) hunde-

Synonyme:

[1] emotional verstärkend: todmüde
[1] gehoben emotional verstärkend: sterbensmüde
[1] derb emotional verstärkend: saumüde

Sinnverwandte Wörter:

[1] abgekämpft, ausgelaugt
[1] gehoben: ermattet
[1] umgangssprachlich: alle, ausgepowert, ausgepumpt, bettreif, down, erledigt, fertig, fix und fertig, fix und foxi, gerädert/wie gerädert, geschafft, groggy, k. o., kaputt, platt
[1] familiär: schachmatt
[1] mundartlich: machulle
[1] veraltend, noch landschaftlich: marode

Gegenwörter:

[1] hellwach, putzmunter
[1] gehoben: nimmermüde

Oberbegriffe:

[1] müde

Beispiele:

[1] „,Ich bin hundemüde,‘ sagte er sich, ‚ich bin verdammt schlecht disponiert. […]‘“[4]
[1] „‚[…] Und ich hab’ den ganzen Tag zu Haus Holz geſägt und bin hundemüde.‘“[5]
[1] „Ich bin plötzlich hundemüde![6]
[1] „Draußen tagte es schon. Er war hundemüde.[7]
[1] „Ich war jedesmal hundemüde und kaputt, denn ich bekam nie einen Sitzplatz.“[8]
[1] Am nächsten Morgen sieht die Welt allerdings ganz anders aus: Er ist hundemüde, hat einen tierischen Kater und in der Wohnung stinkt es wie im Pumakäfig.[9]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] hundemüde sein
[1] sich hundemüde fühlen, hundemüde gähnen

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „hundemüde
[*] canoonet „hundemüde
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „hundemüde
[1] The Free Dictionary „hundemüde
[1] Duden online „hundemüde
[*] PONS – Deutsche Rechtschreibung „hundemüde
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalhundemüde
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 7. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2011, ISBN 978-3-411-05507-4 (CD-ROM-Ausgabe), Stichwort »hundemüde«.
[1] Renate Wahrig-Burfeind: Brockhaus Wahrig Deutsches Wörterbuch. Mit einem Lexikon der Sprachlehre. In: Digitale Bibliothek. 9., vollständig neu bearbeitete und aktualisierte Auflage. wissenmedia in der inmedia ONE GmbH, Gütersloh/München 2012, ISBN 978-3-577-07595-4 (CD-ROM-Ausgabe), Stichwort »hundemüde«.

Quellen:

  1. Stefan Kleiner, Ralf Knöbl und Dudenredaktion: Duden Aussprachewörterbuch. In: Der Duden in zwölf Bänden. 7., komplett überarbeitete und aktualisierte Auflage. Band 6, Dudenverlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-411-04067-4, DNB 1070833770, Stichwort »hundemüde«, Seite 455.
  2. 2,0 2,1 Eva-Maria Krech, Eberhard Stock, Ursula Hirschfeld, Lutz Christian Anders et al.: Deutsches Aussprachewörterbuch. Mit Beiträgen von Walter Haas, Ingrid Hove, Peter Wiesinger. 1. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2009, ISBN 978-3-11-018202-6, DNB 999593021, Stichwort »hundemüde«, Seite 597.
  3. Max Mangold und Dudenredaktion: Duden Aussprachewörterbuch. In: Der Duden in zwölf Bänden. 6. Auflage. Band 6, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2005, ISBN 978-3-411-04066-7, DNB 975190849, Stichwort »hundemüde«, Seite 413.
  4. Lion Feuchtwanger: Die Geschwister Oppenheim. Roman. Querido Verlag, Amsterdam 1933, Seite 205 (Zitiert nach Google Books).
  5. Hans Fallada: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt. Roman. Rowohlt Verlag, Berlin 1934, Seite 50 (Zitiert nach Google Books).
  6. Peter Handke: Prosa, Gedichte, Theaterstücke, Hörspiel, Aufsätze. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1969 (Die Bücher der Neunzehn ; Band 173), Seite 240 (Zitiert nach Google Books).
  7. Patrick Süskind: Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders. Diogenes, Zürich 1985, ISBN 3-257-01678-6, Seite 172.
  8. Maria von Maltzan: Schlage die Trommel und fürchte dich nicht. Ullstein, Berlin/Frankfurt am Main 1986, ISBN 3-550-07933-8, Seite 223.
  9. Katharina Boßerhoff: Sprachbar - Allerlei Getier. In der Fabel verstehen sich die doofe Ziege, die lahme Ente, der Platzhirsch, das Unschuldslamm und der Paradiesvogel. Im wahren Leben jedoch geht eher ein Kamel durch ein Nadelöhr, bevor dieser Fall eintritt. In: Deutsche Welle. 23. Januar 2013 (URL, abgerufen am 12. September 2016).