Positiv Komparativ Superlativ
gnädig gnädiger am gnädigsten
Alle weiteren Formen: Flexion:gnädig

Worttrennung:

gnä·dig, Komparativ: gnä·di·ger, Superlativ: am gnä·digs·ten

Aussprache:

IPA: [ˈɡnɛːdɪç], [ˈɡnɛːdɪk]
Hörbeispiele:   gnädig (Info),   gnädig (Info)
Reime: -ɛːdɪç, -ɛːdɪk

Bedeutungen:

[1] barmherzig, gütiger Gesinnung, Gnade zeigend
[2] spöttisch: große, herablassende Güte zeigend

Synonyme:

[1] barmherzig, mild, nachsichtig, Schonung gewährend, verzeihend
[2] gönnerhaft, hochmütig
[2] von oben herab

Gegenwörter:

[1] erbarmungslos, gnadenlos, grausam, ungnädig
[2] geizig, knauserig, knickerig

Beispiele:

[1] Das Urteil fiel unerwartet gnädig aus.
[2] Er gab mir die gnädige Erlaubnis, zu der Feier zu kommen.

Charakteristische Wortkombinationen:

gnädiger Herr, gnädige Frau

Wortbildungen:

allergnädigst, Gnädigkeit, gnädigen, ungnädig

Übersetzungen

Bearbeiten
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „gnädig
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „gnädig
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalgnädig

Worttrennung:

gnä·dig

Aussprache:

IPA: [ˈɡnɛːdɪç], [ˈɡnɛːdɪk]
Hörbeispiele:   gnädig (Info),   gnädig (Info)
Reime: -ɛːdɪç, -ɛːdɪk

Bedeutungen:

[1] eilig

Herkunft:

von genötig[1]

Synonyme:

[1] trabig

Beispiele:

[1] „Na kurios hat er's gnädig gehabt, – ich bin bei der Thür gestanden, wie er vorbei geschossen ist, und hab' einen Knix nach dem andern gemacht – nicht einmal angeschaut hat er mich, der noble Herr, – ich glaub', das Anschauen wäre ich doch werth.“[2]
[1] „Bei schlechtem Wetter hat es der Wegmacher gnädig gehabt, um schnell Graberln zu machen …“[3]
[1] „Um halb zehn Uhr haben's beim Schreinerwirt auf einmal alle gnädig gehabt und wollten zahlen.“[4]

Charakteristische Wortkombinationen:

es gnädig haben

Übersetzungen

Bearbeiten
[1] Robert Sedlaczek: Wörterbuch der Alltagssprache Österreichs. Haymon, 2014 (Zitiert nach Google Books).
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „gnädig“; siehe D. b)

Quellen:

  1. Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „gnädig
  2. Anton Langer: Der Werkelmann (Drehorgelmann) und seine Familie. Lell, Wien 1858, Seite 14 (Zitiert nach Google Books).
  3. Roland Girtler: Sommergetreide. Vom Untergang der bäuerlichen Kultur. Böhlau, Wien 1996, Seite 312 (Zitiert nach Google Books).
  4. Susanna Borik: Geißler und seine Zeit. 1876 bis 1957. novum pro, 2014 (Zitiert nach Google Books).

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: ledig, netig