mütterlich (Deutsch)

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Positiv Komparativ Superlativ
mütterlich mütterlicher am mütterlichsten
Alle weiteren Formen: Flexion:mütterlich

Worttrennung:

müt·ter·lich, Komparativ: müt·ter·li·cher, Superlativ: am müt·ter·lichs·ten

Aussprache:

IPA: [ˈmʏtɐlɪç]
Hörbeispiele:   mütterlich (Info)
Reime: -ʏtɐlɪç

Bedeutungen:

[1] keine Steigerung: von der Mutter stammend, zur Mutter gehörig
[2] fürsorglich, liebevoll wie eine Mutter

Herkunft:

Synonyme:

[1] Medizin: matern
[2] fürsorglich, liebevoll

Gegenwörter:

[1] väterlich
[2] aggressiv, vernachlässigend

Oberbegriffe:

[1] elterlich
[2] menschenfreundlich

Beispiele:

[1] Bei den Aka etwa, einem zentralafrikanischen Pygmäenvolk, leben manche Familien mit den mütterlichen, andere mit den väterlichen Verwandten.[2]
[1] Keine anheimelnde Umgebung erwartet ihn[den Embryo], sondern das mütterliche Immunsystem.[3]
[1] Während die unvertraute Stimme lediglich Regionen im Gehirn aktiviert, die für die Stimmerkennung zuständig sind, lässt das mütterliche Organ auch das Sprachzentrum anspringen.[4]
[1] „Wenn nach der Geburt die mütterliche Zuckerzufuhr fehlt, tritt eine Unterzuckerung ein.“[5]
[2] Für einen Moment wirkt sie fast mütterlich.[6]
[2] Mütterlich und sinnlich, von einem geradezu vesuvianischen Temperament, war sie für ihn seit je die Inkarnation des Weibes.[7]
[2] Die 21-jährige Amerikanerin ist bestes Identifikationsmaterial in dieser Rolle einer jungen Frau, die zugleich hart und weich sein kann, brutal und zärtlich, widerspenstig und mütterlich.[8]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] das mütterliche Erbe (  Audio (Info)), Erbgut, Erbteil; die mütterliche Abstammung, Erziehung, Liebe, Pflege; mütterliche Eigenschaften, Vorfahren; in mütterlicher Obhut heranwachsen; in mütterlicher Linie
[2] mütterliche Freundin

Wortbildungen:

mütterlicherseits, Mütterlichkeit, stiefmütterlich

Übersetzungen

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[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „mütterlich
[1, 2] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „mütterlich
[2] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalmütterlich
[1, 2] The Free Dictionary „mütterlich

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 6. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2003, ISBN 3-423-32511-9, Seite 903, Eintrag „mütterlich“.
  2. Was will Mutter Natur? Anthropologie. In: Zeit Online. Nummer 48/2009, 20. November 2009, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 18. Oktober 2012).
  3. Evelyn Hauenstein: Der Feind in meinem Bauch. Pränatalmedizin. In: Zeit Online. Nummer 34/2008, 11. März 2009, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 18. Oktober 2012).
  4. Ilka Lehnen-Beyel: Mutters Stimme ist besonders. Biologie. In: Bild der Wissenschaft online. 17. Dezember 2010, ISSN 0006-2375 (URL).
  5. Antje Horn-Conrad: Prägungen im Mutterleib. In: Portal Wissen. Das Forschungsmagazin der Universität Potsdam. Nummer 1/2013, ISSN 2194-4237, Seite 61
  6. Ralf Geißler: "Warum tue ich mir das an?". Sabine von Schorlemer. In: Zeit Online. Nummer 29/2012, 12. Juli 2012, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 18. Oktober 2012).
  7. Ludger Lüdtkehaus: Der Ethikrat. Sophia, nackt. In: Zeit Online. Nummer 49/2002, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 18. Oktober 2012).
  8. "Die Tribute von Panem - The Hunger Games". Kinotrailer. In: stern.de. 24. März 2012, ISSN 0039-1239 (URL, abgerufen am 18. Oktober 2012).