Singular Plural
Nominativ der Vorteil die Vorteile
Genitiv des Vorteils
des Vorteiles
der Vorteile
Dativ dem Vorteil
dem Vorteile
den Vorteilen
Akkusativ den Vorteil die Vorteile

Nicht mehr gültige Schreibweisen:

Vortheil

Worttrennung:

Vor·teil, Plural: Vor·tei·le

Aussprache:

IPA: [ˈfɔʁˌtaɪ̯l], auch: [ˈfoːɐ̯ˌtaɪ̯l]
Hörbeispiele:   Vorteil (Info),   Vorteil (Info)

Bedeutungen:

[1] positiver Aspekt oder Effekt einer Sache
[2] im Mannschaftssport eine bestimmte Situation zugunsten einer beteiligten Mannschaft
[3] Tennis: Spielstand nach einem Punkt, der nach einem Einstand (40:40) erzielt wurde

Herkunft:

mittelhochdeutsch vorteil „Teil voraus, Vorausempfang, Vorrecht“, althochdeutsch forateila „Belohnung, Zuteilung“, belegt seit dem 8. Jahrhundert[1]

Synonyme:

[1] Benefit, Vorzug
[3] Advantage

Gegenwörter:

[1] Nachteil, bildlich: Schattenseite

Unterbegriffe:

[1] Chancenvorteil, Heimvorteil, Mengenvorteil, Sonderserienvorteil, Sparvorteil, Spielvorteil, Standortvorteil, Steuervorteil, Wettbewerbsvorteil

Beispiele:

[1] Es wäre von Vorteil, wenn man die Sache anders angehen würde.
[1] Die Vorteile dieser Entwicklung liegen auf der Hand, doch die entscheidenden Nachteile sollten nicht vergessen werden.
[1] „Plötzlich realisierte ich, dass mein Status als Ausländer zum ersten Mal von Vorteil sein könnte.“[2]
[1] „Und manche verklärten sogar die Nachteile der Deutschen in Vorteile.“[3]
[1] „Es komme immer wieder vor, meinte er, daß sich der eine oder andere aus der Stadt an den Archivar zu wenden bemühe, der eine Sonderstellung einnehme, um einen Vorteil für seine Lage zu gewinnen.“[4]
[1] „Sie hatten anscheinend einfach mehr Vorteile als Nachteile voneinander.“[5]
[2] Jetzt ist die gegnerische Mannschaft klar im Vorteil.
[3] Nach einem Aufschlagwinner heißt es jetzt Vorteil Becker.

Redewendungen:

von Vorteil sein

Charakteristische Wortkombinationen:

[*] mit Adjektiv: geldwerter Vorteil (  Audio (Info)), ein unbestreitbarer Vorteil (  Audio (Info))

Wortbildungen:

Adjektiv: vorteilhaft
Substantive: Vorteilsannahme (Vorteilsnahme), Vorteilsbestimmung
Verb: übervorteilen

Übersetzungen

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[2] Wikipedia-Artikel „Fußballregeln#Vorteilsbestimmung
[3] Wikipedia-Artikel „Tennis#Zählweise
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Vorteil
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Vorteil
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „Vorteil
[1] The Free Dictionary „Vorteil
[1, 2] Duden online „Vorteil
[1, 3] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalVorteil

Quellen:

  1. Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Vorteil
  2. Mehmet Gürcan Daimagüler: Kein schönes Land in dieser Zeit. Das Märchen von der gescheiterten Integration. Goldmann, München 2013, ISBN 978-3-442-15737-2, Seite 164.
  3. Nava Ebrahimi: Sechzehn Wörter. Roman. btb, München 2019, ISBN 978-3-442-71754-5, Seite 181 f.
  4. Hermann Kasack: Die Stadt hinter dem Strom. Roman. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-518-39061-9, Seite 136. Entstanden in der Zeit 1942 – 1946.
  5. Eric T. Hansen mit Astrid Ule: Die ängstliche Supermacht. Warum Deutschland endlich erwachsen werden muss. Lübbe, Köln 2013, ISBN 978-3-431-03874-3, Seite 33.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: forteilen, Vorteig, Vorurteil
Anagramme: voreilt