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Ruhr (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, f, ToponymBearbeiten

Singular

Plural

Nominativ die Ruhr

Genitiv der Ruhr

Dativ der Ruhr

Akkusativ die Ruhr

[1] Die Ruhr in Bochum

Worttrennung:

Ruhr, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ʁuːɐ̯]
Hörbeispiele:   Ruhr (Info)
Reime: -uːɐ̯

Bedeutungen:

[1] Geografie: Fluss in Deutschland, rechter Nebenfluss des Rheins

Herkunft:

althochdeutsch Rura (Name der Flüsse „Ruhr“ und „Rur“) geht möglicherweise auf althochdeutsch (h)ruora „heftige, eilige Bewegung“, wahrscheinlicher aber auf indogermanisch reu/ru „aufreißen, graben“ zurück[1]

Oberbegriffe:

[1] Fluss, Wasserlauf, Fließgewässer, Gewässer

Beispiele:

[1] Die Ruhr hat eine Länge von 219 km.[2]

Wortbildungen:

[1] Ruhrgebiet, Ruhrpott

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Wikipedia-Artikel „Ruhr
[*] canoonet „Ruhr
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalRuhr

Quellen:

  1. Gesellschaft für deutsche Sprache: Antwort auf eine Anfrage. In: Der Sprachdienst. Nummer Heft 6, 2016, Seite 237-238, Bezug Seite 237.
  2. Wikipedia-Artikel „Liste von Flüssen in Deutschland

Substantiv, fBearbeiten

Singular

Plural

Nominativ die Ruhr

die Ruhren

Genitiv der Ruhr

der Ruhren

Dativ der Ruhr

den Ruhren

Akkusativ die Ruhr

die Ruhren

Worttrennung:

Ruhr, Plural: Ruh·ren

Aussprache:

IPA: [ʁuːɐ̯]
Hörbeispiele:   Ruhr (Info)
Reime: -uːɐ̯

Bedeutungen:

[1] Medizin, Plural selten: Infektionskrankheit des Darms

Herkunft:

mittelhochdeutsch „ruor(e)“, althochdeutsch „ruora, rūra“, belegt seit dem 11. Jahrhundert[1]

Synonyme:

[1] Dysenterie

Oberbegriffe:

[1] Infektionskrankheit, Krankheit

Beispiele:

[1] „In den dreißiger Jahren hatte Eisenhower, das wußte Dr. Snyder, einmal an der Ruhr gelitten.“[2]
[1] „Die Ruhr bricht aus, und für diejenigen, die daran erkranken, gibt es keine Hoffnung mehr.“[3]
[1] „Schließlich raffte ihn am 5. Juli 1929 die Ruhr dahin.“[4]
[1] „Mich überfällt die Ruhr nur wenige Tage nach der Geburt.“[5]

Wortbildungen:

Amöbenruhr, Bakterienruhr, Koliruhr

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Wikipedia-Artikel „Dysenterie
[*] canoonet „Ruhr
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalRuhr

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Ruhr“, Seite 775.
  2. EISENHOWER – Die Crohnsche Krankheit. in: DER SPIEGEL 25/1956
  3. Constanze Kindel: Um Gold und den rechten Glauben. In: GeoEpoche: Afrika 1415-1960. Nummer Heft 66, 2014, Seite 42-51, Zitat Seite 50.
  4. Wolf-Ulrich Cropp: Wie ich die Prinzessin von Sansibar suchte und dabei mal kurz am Kilimandscharo vorbeikam. DuMont Reiseverlag, Ostfildern 2016, ISBN 978-3-7701-8280-0, Seite 29.
  5. Christian Graf von Krockow: Die Stunde der Frauen. Bericht aus Pommern 1944 bis 1947. Nach einer Erzählung von Libussa Fritz-Krockow. 11. Auflage. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart/München 2000, ISBN 3-421-06396-6, Seite 88. Erstauflage 1988.