Rechtsanwalt (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, mBearbeiten

Singular Plural
Nominativ der Rechtsanwalt die Rechtsanwälte
Genitiv des Rechtsanwaltes
des Rechtsanwalts
der Rechtsanwälte
Dativ dem Rechtsanwalt
dem Rechtsanwalte
den Rechtsanwälten
Akkusativ den Rechtsanwalt die Rechtsanwälte

Worttrennung:

Rechts·an·walt Plural: Rechts·an·wäl·te

Aussprache:

IPA: [ˈʁɛçt͡sʔanˌvalt]
Hörbeispiele:   Rechtsanwalt (Info)

Bedeutungen:

[1] staatlich geprüfter und zur Rechtsberatung zugelassener Jurist, der freiberuflich tätig ist und der seine Auftraggeber bei Gericht sowie außergerichtlich vertritt

Abkürzungen:

[1] RA, Plural: RAe,

Herkunft:

Anfang des 19. Jahrhunderts für älteres Advokat[1]
Determinativkompositum, zusammengesetzt aus den Substantiven Recht und Anwalt mit Fugenelement -s

Synonyme:

[1] Anwalt, Advokat, Verteidiger, Rechtsbeistand

Gegenwörter:

[1] Jurist ohne Zulassung zur Rechtsanwaltschaft (angestellter Jurist in einem Unternehmen oder in der öffentlichen Verwaltung; Richter)
[1] juristischer Laie

Weibliche Wortformen:

[1] Rechtsanwältin

Oberbegriffe:

[1] Jurist

Unterbegriffe:

[1] Fachanwalt, Menschenrechtsanwalt

Beispiele:

[1] Der Vertrag wurde von einem Rechtsanwalt entworfen.
[1] „Nach einigen Monaten ohne Stellung arbeitete er von 1934 bis 1940 als Kanzleivorsteher bei Rechtsanwälten in Hannover.“[2]
[1] „Bevor Eigil am nächsten Tag verhört wurde, sprach er mit seinem Rechtsanwalt Hedin Poulsen.“[3]
[1] „Es gelang ihm glücklicherweise, sich mithilfe eines befreundeten Rechtsanwalts zu verteidigen.“[4]
[1] „Es war schon deshalb ein Bluff, weil ihm die Mittel fehlten, den berühmten Rechtsanwalt zu bezahlen.“[5]

Wortbildungen:

Rechtsanwaltsgehilfe, Rechtsanwaltskanzlei, Rechtsanwaltskammer, Rechtsanwaltsnotar, Rechtsanwaltschaft

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Wikipedia-Artikel „Rechtsanwalt
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Rechtsanwalt
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalRechtsanwalt
[1] The Free Dictionary „Rechtsanwalt
[1] Duden online „Rechtsanwalt

Quellen:

  1. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 5., neu bearbeitete Auflage. Band 7, Dudenverlag, Berlin/Mannheim/Zürich 2013, ISBN 978-3-411-04075-9, Stichwort recht.
  2. Lutz Hachmeister: Hannover. Ein deutsches Machtzentrum. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2016, ISBN 978-3-421-04705-2, Seite 237.
  3. Jóanes Nielsen: Die Erinnerungen. Roman. btb Verlag, München 2016, ISBN 978-3-442-75433-5, Seite 399. Original in Färöisch 2011, Übersetzung der dänischen Ausgabe von 2012.
  4. Cornelia Schmalz-Jacobsen: Russensommer. Meine Erinnerungen an die Befreiung vom NS-Regime. C. Bertelsmann, München 2016, ISBN 978-3-570-10311-1, Seite 36.
  5. Robert Baur: Blutmai. Roman. Gmeiner, Meßkirch 2018, ISBN 978-3-8392-2290-4, Seite 73.