Singular Plural
Nominativ die Gegenwart
Genitiv der Gegenwart
Dativ der Gegenwart
Akkusativ die Gegenwart

Worttrennung:

Ge·gen·wart, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈɡeːɡn̩ˌvaʁt], [ˈɡeːɡŋ̩ˌvaʁt]
Hörbeispiele:   Gegenwart (Info),   Gegenwart (Info),   Gegenwart (Info)

Bedeutungen:

[1] das zeitliche Jetzt zwischen der Vergangenheit und der Zukunft
[2] das räumliche Anwesendsein im hier und jetzt (zum Beispiel die Anwesenheit einer Person)
[3] Linguistik: eine Zeitform von Zeitwörtern, die aktuelles Geschehen anzeigt

Abkürzungen:

Ggw.

Synonyme:

[1] Augenblick, Jetztzeit
[2] Anwesenheit, Zugegensein
[3] Präsens

Gegenwörter:

[2] Abwesenheit
[3] Vergangenheit, Zukunft

Oberbegriffe:

[3] Zeit, Zeitform

Unterbegriffe:

[2] Geistesgegenwart

Beispiele:

[1] „Die Beschäftigung mit dem Totenreich der Vergangenheit ist sinnlos, wenn sie nicht der Sinngebung der lebendigen Gegenwart dient.“[1]
[1] Dieses alte Buch ist sehr gut auf die Gegenwart zu übertragen.
[2] Ich fühle mich erheblich von seiner Gegenwart gestört!
[2] „Wie immer in Gegenwart von Vorgesetzten geriet er dabei in Verwirrung, sah die Fahnenstange nicht rechtzeitig und stolperte über sie.“[2]
[3] Die Schüler haben gelernt, deutsche Verben aus der Gegenwart in die Vergangenheit umzusetzen.
[3] „Nur gut, daß auch die Engländer Dingwörter, Tätigkeits- und Eigenschaftswörter, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hatten, genau wie wir.“[3]

Wortbildungen:

gegenwärtig, Gegenwartsdeutsch, Gegenwartsgesellschaft, Gegenwartskunst, Gegenwartsliteratur, Gegenwartsproblem, Gegenwartsroman

Übersetzungen

Bearbeiten
[1, 3] Wikipedia-Artikel „Gegenwart
[1, 2] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Gegenwart
[1, 2] Goethe-Wörterbuch „Gegenwart
[1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Gegenwart
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalGegenwart
[3] Hadumod Bußmann: Lexikon der Sprachwissenschaft. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2002. Stichwort: „Gegenwart“. ISBN 3-520-45203-0.
[3] Helmut Glück (Hrsg.), unter Mitarbeit von Friederike Schmöe: Metzler Lexikon Sprache. Dritte, neubearbeitete Auflage, Stichwort: „Gegenwart“. Metzler, Stuttgart/ Weimar 2005. ISBN 978-3-476-02056-7.

Quellen:

  1. Wolfgang Fuhrmann: Das Schönste, was er zu hinterlassen hatte. Berliner Zeitung, Berlin 14.01.2005
  2. Leo N. Tolstoi: Krieg und Frieden. Roman. Paul List Verlag, München 1953 (übersetzt von Werner Bergengruen), Seite 252. Russische Urfassung 1867.
  3. Ulla Hahn: Das verborgene Wort. Roman. 11. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2015, ISBN 978-3-423-21055-3, Seite 177.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Gegenpart
Anagramme: Gartenweg, wegtragen