unterstellen (Deutsch)

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Verb, untrennbar

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Person Wortform
Präsens ich unterstelle
du unterstellst
er, sie, es unterstellt
Präteritum ich unterstellte
Konjunktiv II ich unterstellte
Imperativ Singular unterstelle!
unterstell!
Plural unterstellt!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
unterstellt haben
Alle weiteren Formen: Flexion:unterstellen

Worttrennung:

un·ter·stel·len, Präteritum: un·ter·stell·te, Partizip II: un·ter·stellt

Aussprache:

IPA: [ˌʊntɐˈʃtɛlən]
Hörbeispiele:   unterstellen (Info),   unterstellen (Info)
Reime: -ɛlən

Bedeutungen:

[1] transitiv, etwas jemandem unterstellen: jemandem die Verfügungsgewalt geben über etwas (Aufgaben, Personen, Institutionen, Militärverbände)
[2] transitiv, jemandem etwas unterstellen: jemandem etwas in negativer Absicht fälschlicherweise zuschreiben (vor allem eine Absicht, eine Meinung, eine Handlung)
[3] transitiv: von etwas als einer Annahme ausgehen

Herkunft:

Ableitung (Derivation) vom Verb stellen mit dem Präfix (Derivatem) unter-

Sinnverwandte Wörter:

[1] unterordnen
[2, 3] behaupten
[2] unterjubeln, unterschieben
[3] annehmen, von etwas ausgehen

Gegenwörter:

[1] konverse Relation: überordnen

Unterbegriffe:

[1] anvertrauen

Beispiele:

[1] Die Kompanie wurde zeitweilig einer anderen Division unterstellt.
[1] „In Ostsamoa wurde die US-Flagge am 17. April 1900 erstmals gehisst und das Territorium der US-Marine unterstellt.[1]
[2] Unterstell mir nicht andauernd Sachen, die ich gar nicht gesagt habe!
[3] Unterstellt, die Fische wären Menschen. Was wären dann die Haifische?

Charakteristische Wortkombinationen:

[3] mal unterstellt

Wortbildungen:

Unterstellung

Übersetzungen

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[1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „unterstellen
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalunterstellen
[1–3] Duden online „unterstellen (unterordnen, unterschieben)

Quellen:

  1. Fritjof Heller: Vergessene Länder (12): Samoa — Wiege Polynesiens. In: philatelie. Das Magazin des Bundes Deutscher Philatelisten. Nummer 518, August 2020, ISSN 1619-5892, Seite 33., DNB 012758477.
Person Wortform
Präsens ich stelle unter
du stellst unter
er, sie, es stellt unter
Präteritum ich stellte unter
Konjunktiv II ich stellte unter
Imperativ Singular stell unter!
stelle unter!
Plural stellt unter!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
untergestellt haben
Alle weiteren Formen: Flexion:unterstellen

Worttrennung:

un·ter·stel·len, Präteritum: stell·te un·ter, Partizip II: un·ter·ge·stellt

Aussprache:

IPA: [ˈʊntɐˌʃtɛlən]
Hörbeispiele:   unterstellen (Info)

Bedeutungen:

[1] etwas unterhalb von etwas anderem hinstellen
[2] etwas behelfsweise woanders sicher verwahren
[3] reflexiv: sich zum Schutz (vor Regen und Ähnlichem) unter ein Dach begeben

Herkunft:

Ableitung (Derivation) vom Verb stellen mit dem Präfix (Derivatem) unter-

Oberbegriffe:

[1] platzieren
[2] verwahren
[3] schützen

Beispiele:

[1] Bevor du die Schelle vom Knie des Abfluss aufdrehst, musst du etwas unterstellen, sonst wird der Badezimmerschrank durchnässt.
[2] Einem Bauern, dem der Stall abbrennt, stellen die Kollegen meist bereitwillig das Vieh in ihrem unter.
[2] Die große Truhe geht nicht mehr in den Umzugswagen, kann ich sie vorerst bei euch unterstellen?
[3] Wir haben uns in einem Bushäuschen untergestellt, wie es bei der Wanderung zu regnen begann.

Wortbildungen:

Unterstellmöglichkeit

Übersetzungen

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[1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „unterstellen
[2, 3] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalunterstellen
[1–3] Duden online „unterstellen (darunterstellen, abstellen)

Quellen:


Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: umstellen