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Nuvola apps korganizer.png Dieser Eintrag war in der 50. Woche
des Jahres 2012 das Wort der Woche.

Almanach (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, mBearbeiten

Singular

Plural

Nominativ der Almanach

die Almanache

Genitiv des Almanachs

der Almanache

Dativ dem Almanach

den Almanachen

Akkusativ den Almanach

die Almanache

 
[1] ein Almanach für Moden von 1933

Worttrennung:

Al·ma·nach, Plural: Al·ma·na·che

Aussprache:

IPA: [ˈalmanax]
Hörbeispiele:   Almanach (Info)

Bedeutungen:

[1] illustriertes Jahrbuch mit Texten aus verschiedenen Themenbereichen, meist in Kalenderform
[2] Jahresrückblick eines Verlages mit Leseproben aus den veröffentlichten Editionen

Herkunft:

ursprünglich ein Kalender mit astronomischen und meteorologischen Texten; das Wort almanāh ‚Kalender‘ stammt wahrscheinlich aus dem ibero-arabischen Kulturkreis, da dieses Wort ansonsten im Arabischen unbekannt ist; Linguisten verweisen auf das syrische Wort l·manhaï ‚im nächsten Jahr‘, das zu ‚Kalender, Zeittafel‘ umgedeutet und mit dem arabischen Artikel al statt versehen wurde; aus almanāh wird von Spanien ausgehend das mittellateinische almanac, almanachus → la, woraus schließlich im 16. Jahrhundert das Wort Almanach ins Deutsche übernommen wurde[1]

Synonyme:

[1] Annalen, Annuarium, Jahrbuch, Kalendarium

Sinnverwandte Wörter:

[2] Auswahlband, Sammelband, veraltend: Brevier

Gegenwörter:

[1] Bildband, Drama, Komödie, Monografie, Theaterstück, Roman
[2] Gesamtkatalog, Trailer, Werbeplakat

Oberbegriffe:

[1, 2] Druckwerk

Unterbegriffe:

[1] Filmalmanach, Hofalmanach, Musenalmanach, Weltalmanach
[2] Verlagsalmanach

Beispiele:

[1] Quer durchs Jahr machen die Autoren Spiel-, Bastei-, Koch-Vorschläge: vom Rhabarber-Kompott bis zur Streichholzkommode finden sich in dem hübsch illustrierten grünen Almanach gute Ideen für neugierige Kinder.[2]
[1] Die Kunden danken es, das Geschäft mit dem illustrierten Almanach läuft prima. 2007 kamen erst einmal nur fünf Titel auf den Markt, 2008 stockt der Verlag auf acht Motive auf.[3]
[1] Einen Almanach zu Mendelssohn Bartholdy hat der Henschel-Verlag herausgebracht.[4]
[2] Die Geschichte des Insel Verlags spiegelt sich am besten in den Almanachen. Vom Almanach auf das Jahr 1906 bis heute charakterisieren sie die Verlagsarbeit, die Autoren und die Themen des Programms.[5]

ÜbersetzungenBearbeiten

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Almanach
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Almanach
[*] canoo.net „Almanach
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonAlmanach
[1, 2] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 6. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2003, ISBN 3-423-32511-9, Seite 30.
  2. U. B.: Almanach. In: Zeit Online. Nummer 36/1983, 2. September 1983, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 26. August 2012).
  3. Kirsten Niemann: Der Kalendermacher. In: Welt Online. 29. Dezember 2007, ISSN 0173-8437 (URL, abgerufen am 26. August 2012).
  4. Neuerscheinungen zu Mendelssohn Bartholdy. In: Welt Online. 31. Januar 2009, ISSN 0173-8437 (URL, abgerufen am 26. August 2012).
  5. Inhaltsangabe zu „Insel-Almanach auf das Jahr 2006 - Einhundert Jahre Insel-Almanach“. Verlag Suhrkamp Insel, abgerufen am 26. August 2012.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Almandacht, Almandin