Roman (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, mBearbeiten

Singular

Plural

Nominativ der Roman

die Romane

Genitiv des Romans

der Romane

Dativ dem Roman

den Romanen

Akkusativ den Roman

die Romane

Anmerkung zur Deklination:

Im 19. Jahrhundert gab es auch den Genitiv Singular des Romanes und den Dativ Singular dem Romane.

Worttrennung:

Ro·man, Plural: Ro·ma·ne

Aussprache:

IPA: [ʁoˈmaːn]
Hörbeispiele:   Roman (Info)
Reime: -aːn

Bedeutungen:

[1] Literaturgattung: Erzählung in Buchform
[2] ein konkretes Werk, dessen Inhalt ein Roman ist

Abkürzungen:

[1] Rom.

Herkunft:

im 17. Jahrhundert von französisch roman → fr Roman entlehnt, das über französisch „romanz, romant“ letztlich auf lateinisch Rōmānicus → la „römisch“ zurückgeht.[1]

Synonyme:

[1] Buch, Erzählung, Geschichte

Gegenwörter:

[1] Drama, Lyrik

Oberbegriffe:

[1] Gattung, Literatur

Unterbegriffe:

[1, 2] Abenteuerroman, Agentenroman, Arztroman, Bildungsroman, Briefroman, Debütroman, Detektivroman, Dialogroman, Enthüllungsroman, Entwicklungsroman, Erlebnisroman, Erstlingsroman, Erziehungsroman, Fantasyroman, Fortsetzungsroman, Frauenroman, Groschenroman, Historienroman, Ichroman/Ich-Roman, Jugendroman, Kindheitsroman, Kitschroman, Kolportageroman, Kriegsroman, Kriminalroman, Liebesroman, Reportageroman, Ritterroman, Ritter-und-Räuber-Roman, Schäferroman, Schauerroman, Schelmenroman, Schlüsselroman, Schundroman, Science-Fiction-Roman/Sciencefiction-Roman/Sciencefictionroman, Spionageroman, Sportroman, Trivialroman, Unterhaltungsroman, Volksroman, Zeitroman, Zeitungsroman, Zukunftsroman

Beispiele:

[1] „Der Name der Rose" ist ein bekannter historischer Roman von Umberto Eco.
[1] „Die Poesie als Dienerin der Beredsamkeit: dies war auch der didaktische Grundsatz von Christian Weise, der als Rektor des Gymnasiums zu Zittau und als Verfasser von Schauspielen, Romanen und zahlreichen Lehrbüchern gleichzeitig mit Thomasius und vielleicht wirkungsvoller noch als dieser der deutschen Stilbildung im 18. Jahrhundert den Weg gewiesen hat.“[2]
[1] „In Göschens Verlagsbüro in Grimma saß Seume auf glühenden Kohlen, über Oden von Klopstock und Romane von Wieland gebeugt, manchmal hochfahrend, häufig niedergedrückt.“[3]
[1] „In seinen Romanen und Erzählungen macht sich allerdings nur eine gemäßigt aufklärerische Haltung bemerkbar, an der ein breites Publikum kaum Anstoß nehmen konnte.“[4]
[2] Ich leih' dir den Roman aus, den musst du lesen!
[2] Der Suhrkamp–Sammelband „Tauben im Gras. Das Treibhaus. Der Tod in Rom“ enthält drei Romane von Wolfgang Koeppen.
[2] „Romane, Sachbücher und Werke zu westafrikanischen Kulturen füllten die Wandregale.“[5]
[2] „Aber ich bin mir fast sicher, dass ich bessere Romane hervorbringen würde, wäre das geistige Klima um mich herum nur ein wenig fruchtbarer.“[6]
[2] „Ihr zweiter Roman ist erfüllt vom eisigen Grauen einer scheiternden Sinnsuche.“[7]
[1, 2] „Dieser Roman ist eigentlich kein Roman, sondern ein überbordendes Märchen, eine absurde Jetset-Story, eine dick aufgetragene Sinnsuche, die in Österreich beginnt und auf dem Mount Everest endet, wo hoch oben auf dem Gipfel die Erkenntnis liegt oder die Verzweiflung.“[8]

Redewendungen:

[2] jemandem einen ganzen Roman erzählen: (sehr ausführlich erzählen)

Charakteristische Wortkombinationen:

[2] einen Roman lesen, einen Roman schreiben

Wortbildungen:

[1] romanartig, romanhaft, Romanliteratur
[1, 2] Romanautor, Romanfigur, Romangestalt, Romanheft, Romanheld, Romanschreiber, Romanschriftsteller, Romanstruktur, Romanverfilmung, Romanzyklus

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Wikipedia-Artikel „Roman
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Roman
[1, 2] Duden online „Roman
[2] The Free Dictionary „Roman
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalRoman
[2] wissen.de – Wörterbuch „Roman

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Roman“, Seite 770.
  2. Horst Joachim Frank: Dichtung, Sprache, Menschenbildung. Geschichte des Deutschunterrichts von den Anfängen bis 1945. Band 1. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1976, Seite 82f. ISBN 3-423-04271-0.
  3. Bruno Preisendörfer: Der waghalsige Reisende. Johann Gottfried Seume und das ungeschützte Leben. Galiani, Berlin 2012, ISBN 978-3-86971-060-0, Seite 60.
  4. Marion Aptroot, Roland Gruschka: Jiddisch. Geschichte und Kultur einer Weltsprache. Originalausgabe, C.H. Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-52791-3, Seite 106.
  5. Michael Obert: Regenzauber. Auf dem Niger ins Innere Afrikas. 5. Auflage. Malik National Geographic, München 2010, ISBN 978-3-89405-249-2, Seite 137.
  6. Michel Houellebecq: In Schopenhauers Gegenwart. DuMont Buchverlag, Köln 2019 (übersetzt von Stephan Kleiner), ISBN 978-3-8321-6488-1, Seite 9. Französisches Original 2016.
  7. Kirsten Riesselmann: Seelensafari zum Südpol. Berliner Zeitung, Berlin 19.05.2005
  8. David Hugendick: Ein neuer Mensch. In: Zeit Online. ISSN 0044-2070 (URL).

Substantiv, m, VornameBearbeiten

Singular Plural 1 Plural 2

Nominativ (der) Roman die Romane die Romans

Genitiv (des Roman)
(des Romans)

Romans
der Romane der Romans

Dativ (dem) Roman den Romanen den Romans

Akkusativ (den) Roman die Romane die Romans

siehe auch: Grammatik der deutschen Namen

Anmerkung:

Die Pluralform Romans ist umgangssprachlich.

Worttrennung:

Ro·man, Plural 1: Ro·ma·ne, Plural 2: Ro·mans

Aussprache:

IPA: [ˈʁoːman]
Hörbeispiele:   Roman (Info)
Reime: -aːn

Bedeutungen:

[1] männlicher Vorname

Abkürzungen:

[1] R.

Herkunft:

Altfranzösischer Name Romain der auf den Lateinischen Namen Romanus zurückgeht

Bekannte Namensträger: (Links führen zu Wikipedia)

[1] Roman Herzog

Beispiele:

[1] Roman hat keine Ahnung von Pferden.
[1] Roman Herzog war ein deutscher Bundespräsident.

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] behindthename.com „Roman

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Oman, Roma, Romand, Romani