aufstemmen (Deutsch)

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Person Wortform
Präsens ich stemme auf
du stemmst auf
er, sie, es stemmt auf
Präteritum ich stemmte auf
Konjunktiv II ich stemmte auf
Imperativ Singular stemm auf!
stemme auf!
Plural stemmt auf!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
aufgestemmt haben
Alle weiteren Formen: Flexion:aufstemmen

Worttrennung:

auf·stem·men, Präteritum: stemm·te auf, Partizip II: auf·ge·stemmt

Aussprache:

IPA: [ˈaʊ̯fˌʃtɛmən]
Hörbeispiele:   aufstemmen (Info)

Bedeutungen:

[1] transitiv: etwas mit Stemmeisen oder Meißel öffnen
[2] transitiv oder reflexiv: (sich) mit viel Kraft aufstützen
[3] intransitiv, Turnen: seinen Körper schwungvoll in den Stütz bringen

Herkunft:

Derivation (Ableitung) vom Verb stemmen mit dem Präfix auf-

Synonyme:

[1] aufbrechen, aufhebeln, aufmeißeln

Oberbegriffe:

[1] öffnen
[2] abstützen, aufstützen
[3] turnen

Beispiele:

[1] Bei der Tatortbesichtigung zeigten sich die Ermittler über die Arbeit der Einbrecher erstaunt: „Sie haben die Wand genau an jener Stelle aufgestemmt, an deren Rückseite der Geldschrank gestanden ist“, erzählt ein Polizist.[1]
[2] Sie stemmte die Arme auf und blickte Frau Behrend herausfordernd an.[2]
[2] Rubina stemmte die Füße auf, noch einmal, mit Nachdruck.[3]
[2] Mit verzerrtem Angesicht und gebleckten Zähnen versuchte er, sich aufzustemmen, um dem neuen König Salomos Thron einzuräumen.[4]
[3] Erschwert werden kann die Übung, wenn nun aus dem gewinkelten Sitz, mit beispielsweise Knien in Holmnähe, in den Stütz aufgestemmt werden muss.[5]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] ein Schloss aufstemmen; eine Eingangstür, Kiste, Tür, Wand aufstemmen
[2] den Arm auf etwas aufstemmen; den Fuß auf etwas aufstemmen; sich aufstemmen

Wortbildungen:

Konversionen: aufgestemmt, Aufstemmen, aufstemmend

Übersetzungen

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[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „aufstemmen
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „aufstemmen
[1] The Free Dictionary „aufstemmen
[1–3] Duden online „aufstemmen

Quellen:

  1. Thomas Werth: Keine Beute: Dieben war Tresor zu schwer. In: Heute Online. 23. Dezember 2010 (URL, abgerufen am 16. August 2021).
  2. Wolfgang Koeppen: Tauben im Gras. Roman. Suhrkamp Verlag, 2010, ISBN 9783518737606 (zitiert nach Google Books, abgerufen am 16. August 2021).
  3. Charlotte Kliemann: Die Zeit der vergessenen Kinder. BoD – Books on Demand, 2019, ISBN 9783945362655, Seite 173 (zitiert nach Google Books, abgerufen am 16. August 2021).
  4. Franz Werfel: Jeremisa. Höret die Stimme. In: Projekt Gutenberg-DE. S.Fischer Verlag, Neuntes Kapitel: Das große Rechten (URL, abgerufen am 16. August 2021).
  5. Ilona E. Gerling, Lina Mönnikes, Maria Becker: Das Airtrackbuch. Spielen - Springen - Turnen - Für Schule, Freizeit & Verein. Meyer & Meyer Verlag, 2013, ISBN 9783898998116, Seite 461 (zitiert nach Google Books, abgerufen am 16. August 2021).