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Konversionsrichtung (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, fBearbeiten

Singular

Plural

Nominativ die Konversionsrichtung

die Konversionsrichtungen

Genitiv der Konversionsrichtung

der Konversionsrichtungen

Dativ der Konversionsrichtung

den Konversionsrichtungen

Akkusativ die Konversionsrichtung

die Konversionsrichtungen

Worttrennung:

Kon·ver·si·ons·rich·tung, Plural: Kon·ver·si·ons·rich·tun·gen

Aussprache:

IPA: [kɔnvɛʁˈzi̯oːnsˌʁɪçtʊŋ]
Hörbeispiele:   Konversionsrichtung (Info)

Bedeutungen:

[1] Linguistik, Sprachwissenschaft: die Reihenfolge der Wortarten, die ein Wort durchlaufen hat durch Konversion, angefangen mit der ursprünglichen Wortart

Herkunft:

Determinativkompositum aus Konversion, Fugenelement -s und Richtung

Beispiele:

[1] Es gibt bestimmte Wortendungen, an denen man die Konversionsrichtung erahnen kann.
[1] Im Fall von grün und (das) Grün muss man aus semantischen Gründen den Wechsel vom Adjektiv zum Substantiv als Konversionsrichtung ansehen und nicht den umgekehrten Fall; in anderen Fällen kommen auch andere Konversionsrichtungen vor: Röntgenröntgen, laufen → (das) Laufen, du → (das) Du und andere mehr.
[1] „Obwohl diese Konversionsrichtung in der Literatur häufig vernachlässigt wird, kann anhand von jugendsprachlichen Wertausdrücken gezeigt werden, dass Nomen-Adjektiv-Konversion im Deutschen einen produktiven Wortbildungsprozess darstellt.“[1]
[1] „…intuitiv gehören Stämme einer Wortart an, wenn man der Intuition folgt, gibt es bestimmte ‚Konversionsrichtungen‘ nicht (oder nur ganz selten):…“[2]
[1] „Wann kann man die Konversionsrichtung gut bestimmen, wann nicht?“[3]
[1] „Als alternative Analyse von Konversion bietet sich kategoriale Indeterminiertheit von Stämmen an: Wenn das Vorkommen eines Stamms in verschiedenen Wortarten symmetrisch ist, läßt sich die Konversionsrichtung nicht feststellen.“[4]

ÜbersetzungenBearbeiten

[1]

Quellen:

  1. Abstracts Deutsche Sprache 3/06
  2. Anke Lüdeling: Einführung in die Morphologie. Weitere Wortbildungsarten, Wintersemester 2002/2003, Humboldt-Universität Berlin.
  3. Wolfgang Schindler: Hauptseminar „Probleme der Morphologie“. München, Sommersemester 2010.
  4. Christian Lehmann: Morphologische Analyse, Abschnitt Konversion.