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Nuvola apps korganizer.png Dieser Eintrag war in der 4. Woche
des Jahres 2013 das Wort der Woche.

Allmende (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, fBearbeiten

Singular

Plural

Nominativ die Allmende

die Allmenden

Genitiv der Allmende

der Allmenden

Dativ der Allmende

den Allmenden

Akkusativ die Allmende

die Allmenden

 
[1] der runde Dorfanger (links) ist eine moderne Allmende

Alternative Schreibweisen:

schweizerisch: Allmend

Worttrennung:

All·men·de, Plural: All·men·den

Aussprache:

IPA: [alˈmɛndə]
Hörbeispiele:   Allmende (Info)
Reime: -ɛndə

Bedeutungen:

[1] historisch: das von allen oder einzelnen Berechtigten der Dorfgemeinschaft privat genutzte Gemeindegut, das nicht zur Deckung der Gemeindeausgaben bewirtschaftet wird

Herkunft:

von althochdeutsch Allmende, Allmande „was allen gemein ist“; nach anderen Auffassungen von ‚Alemannen‘ oder ‚allgemein‘ abzuleiten[1]

Synonyme:

[1] Gemeinbesitz, Gemeindeland, Gemeingut, Gemeinheit, Gemeinnutz

Sinnverwandte Wörter:

[1] Gemarkung, Gütergemeinschaft, Realgemeinde

Gegenwörter:

[1] Pachtgrund, Privateigentum, Kolchose

Oberbegriffe:

[1] Gemeindegut, Gemeinschaftsgut

Unterbegriffe:

[1] Meronyme (Teile) zum Oberbegriff Gemeindegut: Anger, Bach, Brunnen, Gewässer, Lehmgruben, Moor, Ödland, Sandgrube, Steinbruch, Straßen, Teich, Viehweide, Wald, Wege, Weide

Beispiele:

[1] Zur Allmende gehört der Wald, in dem jeder Dorfbewohner Holz sammeln darf.
[1] „Ja, gerade weil das Talent so furchtsam ist, gehorcht es der grobschlächtigen Welt und flickt Schuhe im Dorfe oder weidet Kühe auf der Allmende, weil es kein Geld für Bücher und Schulen hat.“[2]
[1] „Freilich: die beweglichen Ackeranteile sind wohl bei uns schon auf verhältnismäßig junger Kulturstufe von der Zufälligkeit der Lose unabhängig geworden, haben ein festes Verhältnis zu den Hufen angenommen, anfangs zur Nutznießung, dann zu Eigentum, wenn auch die Allmende (Gemeinheit) als weiter Kranz von Wald und Weide die Ackerfläche umschloß.“[3]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] Tragik der Allmende

Wortbildungen:

Allmenderegal, Allmendrecht, Wissensallmende


ÜbersetzungenBearbeiten

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Allmende
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Allmende
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Allmende
[1] canoo.net „Allmende
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonAllmende

Quellen:

  1. Meyers Großes Konverſations-Lexikon. Ein Nachſchlagewerk des allgemeinen Wiſſens. Sechſte, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Bibliographiſches Inſtitut, Leipzig/Wien 1905–1909, Stichwort „Allmande“ (Wörterbuchnetz), „Allmande“ (Zeno.org)..
  2. Heinrich Federer: Lachweiler Geschichten - Unser Nachtwächter Prometheus. In: Projekt Gutenberg-DE. Kapitel 4 (URL).
  3. Timm Kröger: Dem unbekannten Gott. In: Projekt Gutenberg-DE. Kapitel 2 (URL).