verschicken (Deutsch)Bearbeiten

VerbBearbeiten

Person Wortform
Präsens ich verschicke
du verschickst
er, sie, es verschickt
Präteritum ich verschickte
Konjunktiv II ich verschickte
Imperativ Singular verschick!
verschicke!
Plural verschickt!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
verschickt haben
Alle weiteren Formen: Flexion:verschicken

Worttrennung:

ver·schi·cken, Präteritum: ver·schi·ck·te, Partizip II: ver·schickt

Aussprache:

IPA: [fɛɐ̯ˈʃɪkn̩]
Hörbeispiele:
Reime: -ɪkn̩

Bedeutungen:

[1] transitiv: etwas mit einem Dienstleister von einem Ort zum anderen schicken
[2] transitiv: jemanden irgendwohin, etwa zur Erholung schicken

Herkunft:

[1] Ableitung zum Verb schicken mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) ver- „fort, hinweg“

Synonyme:

[1] abschicken, absenden, versenden
[2] entsenden, fortschicken, schicken

Gegenwörter:

[2] deportieren

Beispiele:

[1] Verschicke doch diese Papprolle mit der Post.
[1] Wenn man dieses Paket als Luftfracht verschickt, steigen die Versandkosten.
[1] Anstelle der Papprolle verschickte der Azubi eine Kasserolle.
[2] Einer, der damals nach Ungarn verschickt wurde und jetzt 50 Jahrealt ist, fand kürzlich seine Tagebücher wieder.[1]
[2] Österreichische Kinder wurden auf Erholung zu schwedischen Pflegeeltern verschickt.[2]
[2] Als Exilort wäre übrigens die Schweiz in Frage gekommen – nicht zuletzt, weil er zu den 2000 Kindern gehört hatte, die nach dem Krieg zur Erholung in die Schweiz «verschickt» worden waren.[3]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] Briefe, Einladungen, Pakete verschicken
[2] Kinder verschicken

Wortbildungen:

Konversionen: Verschicken, verschickend, verschickt
Substantiv: Verschickung
Verben: zwangsverschicken

ÜbersetzungenBearbeiten

[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „verschicken
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „verschicken
[1, 2] The Free Dictionary „verschicken
[1, 2] Duden online „verschicken

Quellen:

  1. Ruth Herrmann: Irgendwo war Möldershausen. In: Zeit Online. Nummer 20/1978, 12. Mai 1978, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 16. Dezember 2019).
  2. Irene Zöch: Vorbild Schweden: Das neutrale Wohlfahrtspärchen. In: DiePresse.com. 20. November 2007, ISSN 1563-5449 (URL, abgerufen am 16. Dezember 2019).
  3. Sieglinde Geisel: Der skeptische Dialektiker. In: NZZOnline. 23. Februar 2010, ISSN 0376-6829 (URL, abgerufen am 16. Dezember 2019).