Singular Plural
Nominativ die Logistik die Logistiken
Genitiv der Logistik der Logistiken
Dativ der Logistik den Logistiken
Akkusativ die Logistik die Logistiken

Worttrennung:

Lo·gis·tik, Plural: Lo·gis·ti·ken

Aussprache:

IPA: [loˈɡɪstɪk]
Hörbeispiele:   Logistik (Info)
Reime: -ɪstɪk

Bedeutungen:

[1] Industrie: integrierte Planung, Organisation, Steuerung, Abwicklung und Kontrolle des Waren- und des zugehörigen Informationsflusses im industriellen Fertigungsprozess vom Lieferanten über die eigene Fertigung bis zur Auslieferung an den Kunden, ja häufig bis zur Entsorgung der produzierten Produkte
[2] Militär: Teil des Militärs, der die gesamte Versorgung sicherstellt und leistet
[3] ein Teilgebiet der Logik

Synonyme:

[3] mathematische Logik, symbolische Logik

Unterbegriffe:

[1] Beschaffungslogistik, Distributionslogistik, Entsorgungslogistik, Kühllogistik, Klimalogistik, Lagerlogistik, Lebensmittellogistik, Medizinlogistik, Produktionslogistik, Temperaturlogistik, Thermologistik, Transportlogistik, Verpackungslogistik

Beispiele:

[1] Im Bereich Logistik müssen wir viele Prozesse neu gestalten.
[1] Die Logistik umfasst die gesamte Infrastruktur und alle Aktivitäten zur physischen Raum- und Zeitüberbrückung von Gütern und Personen im Fertigungsprozess.
[1] „Zu den Druckkosten kämen weitere Kosten in wohl dreistelliger Millionenhöhe für die Logistik des Umtausches hinzu: Die alten 500-Euro-Scheine müssen eingezogen und vernichtet und neue Scheine, vor allem 100-Euro- und 200-Euro-Scheine, bereitgestellt werden.“[1]
[1] „Um diese Arbeiten und die damit gleisgebundene Logistik der Baumaßnahme durchführen zu können, ist es notwendig, die Bahnübergänge kommende Woche von Mittwoch bis Samstag voll zu sperren.“[2]
[2] Die schnelle Einsatztruppe kann wirklich schnell vor Ort sein, aber die Logistik braucht mehr Zeit.
[3] Bei Platon ist die Logistik eine untergeordnete Wissenschaft.
[3] „Curt Christian, * 30. Mai 1920 Linz, † 29. März 2010 Wien, Naturwissenschaftler, 1969 bis 1990 Professor für Logistik (symbolische Logik) an der Universität Wien und Institutsvorstand.“[3]
[3] „Das hier verwendete Wort ‚Logistik‘ ist eine heute weniger gebräuchliche Bezeichnung für die symbolische Logik.“[4]
[3] „Am Beginn des Aufschwungs stand die Gründung des Instituts für Logistik an der Universität Wien 1966 und sein Gründungsvorstand Curt Christian.“[5]
[3] „Die Logistik als Teilbereich der philosophischen Logik versucht, Störeinflüssen auf logische Kalküle (z.B. denkpsychologische oder ontologische Störungen) dadurch aus dem Wege zu gehen, daß dem Gegenstandsbereich Zeichen zugeordnet werden.“[6]
[3] „Außer den Bezeichnungen ‚symbolische Logik‘ und ‚mathematische Logik‘ wird auch, besonders auf dem europäischen Kontinent, die Bezeichnung ‚Logistik‘ verwendet; sie ist kurz und erlaubt die Bildung des Adjektivs ‚logistisch‘.“[7]

Wortbildungen:

Logistikdrohne, Logistiker, Logistiksystem, Logistiktruppe, Logistikunternehmen

Übersetzungen

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[1, 2] Wikipedia-Artikel „Logistik
[3] Wikipedia-Artikel „Mathematische Logik
[1–3] Duden online „Logistik
[1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Logistik

Quellen:

  1. Philip Plickert: Abschaffung des 500-Euro-Scheins kostet 500 Millionen. In: FAZ.NET. 7. April 2016 (URL, abgerufen am 24. April 2016).
  2. Bahnübergänge wegen Bauarbeiten geschlossen. In: sueddeutsche.de. 21. April 2016, ISSN 0174-4917 (URL, abgerufen am 24. April 2016).
  3. Wien Geschichte Wiki: Curt Christian, Version vom 21. Januar 2015
  4. Georg Gottlob: Curt Christian – ein Nachruf. In: Internat. Math. Nachrichten. Universität Wien, 2010, Seite 29–36, abgerufen am 24. April 2016.
  5. Eva Obermüller: Das Revival der Wiener Logik. In: science. ORF, 9. Juli 2014, abgerufen am 24. April 2016.
  6. Ulli Arnold: Logistik. In: WiSt. Universität Stuttgart, Seite 149, abgerufen am 24. April 2016.
  7. Rudolf Carnap: Einführung in die symbolische Logik mit besonderer Berücksichtigung ihrer Anwendungen. Springer, 2013, Seite 3 (Google Books, abgerufen am 24. April 2016)