zur Genüge (Deutsch)Bearbeiten

RedewendungBearbeiten

Worttrennung:

zur Ge·nü·ge

Aussprache:

IPA: [t͡suːɐ̯ ɡəˈnyːɡə]
Hörbeispiele:   zur Genüge (Info)

Bedeutungen:

[1] oft abwertend: in hinreichendem Maß; bis zum Überdruss

Sinnverwandte Wörter:

[1] ausreichend, hinreichend, genügend

Beispiele:

[1] „Endlich bedeutete ihm der Vorſitzende, der Gerichtshof ſei zur Genüge aufgeklärt über des Profeſſors Verhältnis zu ſeinen Schülern.“[1]
[1] „Gregor erfuhr nun zur Genüge — denn der Vater pflegte sich in seinen Erklärungen öfters zu wiederholen, teils, weil er selbst sich mit diesen Dingen schon lange nicht beschäftigt hatte, teils auch, weil die Mutter nicht alles gleich beim ersten Mal verstand — , daß trotz allen Unglücks ein allerdings ganz kleines Vermögen aus der alten Zeit noch vorhanden war, das die nicht angerührten Zinsen in der Zwischenzeit ein wenig hatten anwachsen lassen.“[2]
[1] „Was die Managerkrankheit bedeute, wisse man zur Genüge, Unrast, Lärm, zerrüttete Ehen und Nerven, […].“[3]
[1] „Nun ist es, wie der verträgliche Jakob und ich mit ihm zur Genüge wissen, die leichteste Sache von der Welt, anderer Meinung zu sein als Kowalski, aber in diesem besonderen Fall ist man geneigt, ihm recht zu geben.“[4]
[1] „Sollten sie sich doch untereinander zerfleischen, was sie ja auch zur Genüge taten.“[5]
[1] „Ich hatte indes zur Genüge wiederholt, dass er gänzlich harmlos sei.“[6]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] etwas zur Genüge kennen, wissen

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Genüge
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „zur Genüge
[1] The Free Dictionary „Genüge
[1] Duden online „Genüge
[1] wissen.de – Wörterbuch „Genüge
[1] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Genüge
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalzur Genüge
[1] Redensarten-Index „zur Genüge
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Redewendungen. Wörterbuch der deutschen Idiomatik. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4., neu bearbeitete und aktualisierte Auflage. Band 11, Dudenverlag, Berlin/Mannheim/Zürich 2013, ISBN 978-3-411-04114-5, Stichwort »Genüge: zur Genüge«, Seite 266.
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. Das umfassende Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. 9. Auflage. Dudenverlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-411-05509-8, Stichwort »Genüge«, Seite 718.

Quellen:

  1. Heinrich Mann: Profeſſor Unrat oder Das Ende eines Tyrannen. Roman. Drittes und viertes Tauſend, Albert Langen, Verlag für Literatur und Kunſt, München 1906, Seite 185 (Zitiert nach Wikisource-Quellentext „Page:H.M. Professor Unrat.djvu/193“; Erstauflage 1905).
  2. Franz Kafka: Die Verwandlung. In: René Schickele (Herausgeber): DIE WEISSEN BLÄTTER. EINE MONATSSCHRIFT. ZWEITER JAHRGANG, Heft 10, Oktober 1915, Seite 1201 (Zitiert nach Deutsches Textarchiv).
  3. Friedrich Dürrenmatt: Die Panne. Eine noch mögliche Geschichte. Arche, Zürich 1956.
  4. Jurek Becker: Jakob der Lügner. Aufbau-Verlag, Berlin/Weimar 1969, Seite 233.
  5. Jakob Arjouni: Chez Max. Roman. 1. Auflage. Diogenes, Zürich 2006, ISBN 978-3-257-06536-7, Seite 41.
  6. François Garde: Was mit dem weißen Wilden geschah. Roman. C.H. Beck, München 2014 (Originaltitel: Ce qu’il advint du sauvage blanc, übersetzt von Sylvia Spatz aus dem Französischen), ISBN 978-3-406-66304-8, Seite 188 (französische Originalausgabe 2012).
    Die Wortgruppe »weißen Wilden« ist im Titel kursiv gesetzt.