wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen (Deutsch)Bearbeiten

SprichwortBearbeiten

Worttrennung:

wer den Scha·den hat, braucht für den Spott nicht zu sor·gen

Aussprache:

IPA: [veːɐ̯ deːn ˈʃaːdn̩ hat bʁaʊ̯xt fyːɐ̯ deːn ʃpɔt nɪçt t͡suː ˈzɔʁɡn̩ˈ]
Hörbeispiele:   wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen (Info)

Bedeutungen:

[1] nach einem Unfall, einem Missgeschick oder Pech muss man auch noch ertragen, von anderen ausgelacht zu werden

Beispiele:

[1] „Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen: So auch die Credit Suisse. Nach Bekanntgabe eines weiteren Milliardenverlust und einem Abbau von 5500 Stellen 2017 steigt zwar der Aktienkurs, auf Twitter erntet die Bank aber breite Kritik.“[1]
[1] „Das Netz lacht über Hoeness – Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Keiner kann das momentan mehr bestätigen als Uli Hoeness. Seit gestern muss sich der Präsident des FC Bayern in München wegen Steuerhinterziehung verantworten.“[2]
[1] „Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen: Welchen Stellenwert dieses alte Sprichwort auch heute noch haben kann, darf Simone Peter, eine von zwei Parteichefs der Grünen, gerade in aller Deutlichkeit erfahren. "Dumm, Dümmer, Grüfri", titelte die "Bild"-Zeitung am Dienstag neben einem Bild der Politikerin.“[3]
[1] „Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Zwar verbietet es sich, über die schwere Verletzung Nicolai Müllers blöde Witze zu machen, doch sorgt der Kreuzbandriss des Offensivspielers, den er sich bei seinem übertriebenen Torjubel nach dem 1:0 gegen den FC Augsburg zugezogen hat, doch für berechtigtes Kopfschütteln.“[4]
[1] „Wer den Schaden hat, braucht für den Spott natürlich nicht zu sorgen. So nahmen die Ajax-Fans Ramos kräftig auf die Schippe. In der Schlussphase in Madrid, als auf dem Platz bereits alles entschieden war, stimmten sie lautstark "Ramos bedankt!"-Gesänge an (zu deutsch: "Danke, Ramos!").“[5]
[1] „Ein Habicht fällt in Karls Hühnerhof ein. Das passiert ihm kein zweites Mal! Karl holt flugs Wilhelms altes Jagdgewehr. Als er den zweiten Angriff abwehren will, trifft er jedoch leider sein eigens Huhn. […] Und wer den Schaden hat, braucht bekanntlich für den Spott nicht zu sorgen![6]
[1] [Anmerkung: Sechstagekrieg 1968:] „Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen: Während Ägyptens Rundfunksender noch Durchhalteparolen versendeten, flohen die "schuhungewohnten Fellachen" barfuß durch den Sinai. Nicht mal 60 Prozent der einfachen ägyptischen Soldaten waren auch nur bedingt "wehrfähig", urteilte der SPIEGEL.“[7]

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Redensarten-Index „Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen

Quellen:

  1. Wieder Milliardenverlust - «Wieso nicht Boni streichen?». In: Schweizer Radio und Fernsehen. 14. Februar 2017 (URL, abgerufen am 4. Oktober 2019).
  2. Das Netz lacht über Hoeness. In: Schweizer Radio und Fernsehen. 11. März 2014 (URL, abgerufen am 4. Oktober 2019).
  3. Jens Thurau: Hohn und Spott für Simone Peter. In: Deutsche Welle. 3. Januar 2017 (URL, abgerufen am 4. Oktober 2019).
  4. Andreas Sten-Ziemons: Chaos beim HSV nach Müllers Verletzung. In: Deutsche Welle. 21. August 2017 (URL, abgerufen am 4. Oktober 2019).
  5. Niederlage gegen Ajax – Reals Ramos, der größte Depp der Champions League. In: stern.de. 6. März 2019, ISSN 0039-1239 (URL, abgerufen am 4. Oktober 2019).
  6. Die Fallers – Folge 288: Von Helden und Hühnern. In: Südwestrundfunk. 24. April 2008 (URL, abgerufen am 4. Oktober 2019).
  7. Sechstagekrieg – Barfuß im Sinai. In: Spiegel Online. Nummer 25/2017, 17. Juni 2017, ISSN 0038-7452 (URL, abgerufen am 4. Oktober 2019).