synkopieren (Deutsch)Bearbeiten

VerbBearbeiten

Person Wortform
Präsens ich synkopiere
du synkopierst
er, sie, es synkopieret
Präteritum ich synkopierte
Konjunktiv II ich synkopierte
Imperativ Singular synkopier!
synkopiere!
Plural synkopiert!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
synkopiert haben
Alle weiteren Formen: Flexion:synkopieren

Worttrennung:

syn·ko·pie·ren, Präteritum: syn·ko·pier·te, Partizip II: syn·ko·piert

Aussprache:

IPA: [zʏnkoˈpiːʁən]
Hörbeispiele:   synkopieren (Info)
Reime: -iːʁən

Bedeutungen:

[1] Musik: durch die Betonung eines unbetonten Taktwertes (Synkope) im Rhythmus verschieben
[2] Linguistik: einen zwischen zwei Konsonanten befindlichen unbetonten Vokal im Wortinneren ausfallen lassen
[3] Medizin: kurz bewusstlos werden
[4] Verslehre: eine Senkung im Vers, also eine unbetonte Silbe, ausfallen lassen

Herkunft:

Derivation (Ableitung) zum Stamm des Substantivs Synkope mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -ier und der Flexionsendung -en

Beispiele:

[1] Seine ersten Kompositionen waren nur mäßig synkopiert und wiesen nur gelegentlich einen Rhythmuswechsel auf.
[2] „Adjektiva mit langer Stammsilbe auf -ar, -al, -an synkopieren das a häufig in den flektierten Formen, besonders in den älteren Quellen […].“[1]
[2] „Wenn man das Schriftbild der Handschrift beibehielte, würde es ungeübte Leser verleiten, oft Silben zu synkopieren, wo tatsächlich [e] gesprochen gehört.“[2]
[3] „Dieses pathophysiologische Prinzip lässt verstehen, dass auch Hypertoniepatienten neurokardiogen synkopieren können.“[3]
[3] „Auch Patienten ohne strukturelle Herzerkrankung, die öfters synkopieren, sollten einen Arzt aufsuchen.“[4]
[3] „Für Notärzte sind Fälle von Hitzeerschöpfung im Hochsommer alltäglich, genauso wie der Sonnenstich und der lebensgefährliche Hitzschlag – und manche Menschen synkopieren, kippen also einfach um.“[5]
[4]

Wortbildungen:

Synkopierung

ÜbersetzungenBearbeiten

[1–4] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „synkopieren
[1] The Free Dictionary „synkopieren
[1–4] Duden online „synkopieren

Quellen:

  1. Wilhelm Braune: Althochdeutsche Grammatik I. Walter de Gruyter, 2004, ISBN 978-3-11-093088-7, Seite 223 (Zitiert nach Google Books)
  2. Hermann Reichert: Das Nibelungenlied. Walter de Gruyter, 2005, ISBN 978-3-11-089545-2, Seite 31 (Zitiert nach Google Books)
  3. Carl-Albrecht Haensch, Wolfgang Jost: Das autonome Nervensystem. Kohlhammer Verlag, 2009, ISBN 978-3-17-027344-3, Seite 201 (Zitiert nach Google Books)
  4. Christian Von Bary: Herzrhythmusstörungen? Darauf solltest du achten. In: FOCUS Online. 21. November 2017, ISSN 0943-7576 (URL, abgerufen am 29. Juli 2021).
  5. Martin U. Müller: Was die Hitze im Körper anrichtet. In: Spiegel Online. 6. August 2018, ISSN 0038-7452 (URL, abgerufen am 29. Juli 2021).