Schürzenjäger

Schürzenjäger (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, mBearbeiten

Singular

Plural

Nominativ der Schürzenjäger

die Schürzenjäger

Genitiv des Schürzenjägers

der Schürzenjäger

Dativ dem Schürzenjäger

den Schürzenjägern

Akkusativ den Schürzenjäger

die Schürzenjäger

Worttrennung:

Schür·zen·jä·ger, Plural: Schür·zen·jä·ger

Aussprache:

IPA: [ˈʃʏʁt͡sn̩ˌjɛːɡɐ]
Hörbeispiele:   Schürzenjäger (Info)

Bedeutungen:

[1] Mann, der beständig Frauen umwirbt und diese zu erotisch-sexuellen Abenteuern mit sich zu bewegen trachtet

Herkunft:

Das Wort ist seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts belegt.[1]
Determinativkompositum aus den Substantiven Schürze und Jäger sowie dem Fugenelement -n (Ehedem war die Schürze das Emblem des Weiblichen, daher die hier übertragene Bedeutung.)

Sinnverwandte Wörter:

[1] Casanova, Don Juan, Frauenheld, Frauentyp, Herzensbrecher, Homme à Femmes, Weiberer, Weiberheld, Womanizer; vulgär: Pfützenpirat

Gegenwörter:

[1] Kavalier

Beispiele:

[1] Don Juan und Casanova sind Sinnbilder des Schürzenjägers.
[1] „Wobei das Wort für ›Huhn‹, galinha, nicht, wie etwa chicken im Englischen (›Don't be a chicken about it!‹), für ›Memme‹, sondern, etwas überraschend, trotz des weiblichen a galinha, für einen Mann steht, der hinter den Frauen her ist, den Schürzenjäger oder Frauenheld.“[2]
[1] „Er war als Schürzenjäger berüchtigt, und nicht alle Frauen ließen sich freiwillig mit ihm ein.“[3]
[1] „Auch hier wissen wir, dass Tony Curtis kein Millionär ist und auch keineswegs frigide, sondern ein Saxofon spielender Schürzenjäger.“[4]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] als Schürzenjäger bekannt sein

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Wikipedia-Artikel „Schürzenjäger
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Schürzenjäger
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalSchürzenjäger
[1] The Free Dictionary „Schürzenjäger
[1] Duden online „Schürzenjäger

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, ISBN 3-423-03358-4, Stichwort „Schurz“.
  2. Hans-Martin Gauger: Das Feuchte und das Schmutzige. Kleine Linguistik der vulgären Sprache. C. H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-62989-1, Seite 107f. Kursiv gedruckt: galinha, chicken und a galinha.
  3. Marianne Wellershoff: Stratege der Freiheit. In: SPIEGEL GESCHICHTE. Nummer Heft 1, 2016, Seite 40-45, Zitat Seite 41.
  4. Hellmuth Karasek: Das find ich aber gar nicht komisch. Geschichte in Witzen und Geschichten über Witze. Quadriga, Köln 2015, ISBN 978-3-86995-075-4, Seite 274.