Nachttopf (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, mBearbeiten

Singular Plural
Nominativ der Nachttopf die Nachttöpfe
Genitiv des Nachttopfes
des Nachttopfs
der Nachttöpfe
Dativ dem Nachttopf
dem Nachttopfe
den Nachttöpfen
Akkusativ den Nachttopf die Nachttöpfe
 
[1] Ein weißer Nachttopf

Worttrennung:

Nacht·topf, Plural: Nacht·töp·fe

Aussprache:

IPA: [ˈnaxtˌtɔp͡f]
Hörbeispiele:   Nachttopf (Info)

Bedeutungen:

[1] Behältnis für Kot, Urin und Erbrochenes[1]

Herkunft:

Determinativkompositum aus den Substantiven Nacht und Topf

Synonyme:

[1] Nachtgeschirr, Potschamber, Scherm

Oberbegriffe:

[1] Topf

Beispiele:

[1] Früher stand in jedem Schlafzimmer ein Nachttopf.
[1] „Unsere Zimmer hatten ein Bett mit einem Nachttopf darunter und einen Nachttisch mit einer Bibel.“[2]
[1] „In vielen Zimmern schliefen sogar zwei, drei Leute, und die Dienstmädchen hatten genug zu tun mit dem Leeren der Nachttöpfe und dem Auffüllen der Waschkrüge und dem heißen Wasser für die Rasur der Männer.“[3]
[1] „Sicher hatte er genau den Nachttopf vor Augen, den wir geteilt hatten, bis meine erste Regel einsetzte.“[4]
[1] „Wir arbeiteten in Sechsergruppen, buddelten und reichten die Erde in unseren Nachttöpfen hinauf.“[5]

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Wikipedia-Artikel „Nachttopf
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Nachttopf
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Nachttopf
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalNachttopf

Quellen:

  1. Wikipedia-Artikel „Nachttopf
  2. Harry M. Deutsch: Das Lied der Loreley. Roman über ein 1500jähriges Mysterium bis in die Gegenwart. Eisbär-Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-930057-47-6, Seite 55. Druckfehler korrigiert.
  3. Jóanes Nielsen: Die Erinnerungen. Roman. btb Verlag, München 2016, ISBN 978-3-442-75433-5, Seite 332. Original in Färöisch 2011, Übersetzung der dänischen Ausgabe von 2012.
  4. Ulla Hahn: Wir werden erwartet. Roman. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2017, ISBN 978-3-421-04782-3, Seite 160.
  5. James Fenimore Cooper: Ned oder Ein Leben vor dem Mast. 3. Auflage. mareverlag, Hamburg 2017 (übersetzt von Alexander Pechmann), ISBN 978-3-86648-190-9, Seite 171. Englisches Original 1843.