Han (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, mBearbeiten

Singular

Plural 1 Plural 2

Nominativ der Han

die Hane die Hans

Genitiv des Hans

der Hane der Hans

Dativ dem Han

den Hanen den Hans

Akkusativ den Han

die Hane die Hans

Nebenformen:

Chan

Worttrennung:

Han, Plural 1: Ha·ne, Plural 2: Hans

Aussprache:

IPA: [haːn]
Hörbeispiele:   Han (Info)

Bedeutungen:

[1] historisch; Architektur: ein öffentliches Gebäude an Handelswegen in Südosteuropa und im Vorderen Orient zur Beherbergung von Reisenden mit ihren Zug- beziehungsweise Reittieren und Waren

Beispiele:

[1] „In diesem labyrinthischen Gewirr einer schier atemraubenden Warenvielfalt, den gellenden Anpreisungen, den fremden Gerüchen und dem ständig pulsierenden Menschenstrom, bleiben die Hane, einst als Herbergen für durchziehende Händler erbaut, meist unbemerkt.“[1]
[1] „Die Kirche St. Gregor, das Wappenzeichen der Stadt, wurde in den 1940er Jahren abgerissen, die Oper musste zehn Jahre später dem Verkehr weichen, und dann fiel der osmanische Han, wo einst die Kamelkarawanen der Seidenstrasse landeten, den Bulldozern zum Opfer.“[2]
[1] „Hane hatten zumeist keinen geschlossenen Innenhof, waren aber ebenso wie die Karawanserei zweigeschossig, sodass sich über den Ställen die Gastzimmer befanden.“[3]

Alle weiteren Informationen zu diesem Begriff befinden sich im Eintrag Chan.
Ergänzungen sollten daher auch nur dort vorgenommen werden.

[1] Wikipedia-Artikel „Han (Begriffsklärung)
[1] Duden online „Han
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Stichwort »¹Chan […], auch Han«, Seite 247.
[1] Hans E. Latzke: Türkei. Die Südküste. 3., aktualisierte Auflage. DuMont Reiseverlag, Ostfildern 2013, ISBN 978-3-7701-7254-2, Seite 65 (Google Books).

Quellen:

  1. Von Herbergen und Handwerkern. In: Süddeutsche Zeitung. Nummer 12, 16. Januar 1996, ISSN 0174-4917.
  2. Amalia van Gent: Grenzfall Trabzon. In: NZZ Folio. Nummer 06, 8. Juni 2009 (NZZ Folio Archiv-URL, abgerufen am 3. August 2020).
  3. Wikipedia-Artikel „Karawanserei“ (Stabilversion), Version vom 17. November 2018.

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