klammern (Deutsch)Bearbeiten

VerbBearbeiten

Person Wortform
Präsens ich klammere
du klammerst
er, sie, es klammert
Präteritum ich klammerte
Konjunktiv II ich klammerte
Imperativ Singular klammere!
Plural klammert!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
geklammert haben
Alle weiteren Formen: Flexion:klammern

Worttrennung:

klam·mern, Präteritum: klam·mer·te, Partizip II: ge·klam·mert

Aussprache:

IPA: [ˈklamɐn]
Hörbeispiele:   klammern (Info)
Reime: -amɐn

Bedeutungen:

[1] transitiv: etwas mit Heft-, Wäsche- oder medizinischen Klammern befestigen
[2] transitiv: einen mathematischen Ausdruck mit Klammern umschließen
[3] reflexiv: sich verzweifelt an etwas festhalten
[4] Sport: einem Gegner durch Festhalten die Bewegungsfreiheit nehmen

Herkunft:

seit dem 16. Jahrhundert bezeugt;[1] Konversion des Substantivs Klammer

Unterbegriffe:

[3] anklammern, festklammern

Beispiele:

[1] Klammere das Bild bitte gleich mit an den Antrag.
[1] Wir klammern die Wunde statt zu nähen.
[2] 2V * 3A + 4A = 14 Watt? Das muss geklammert werden!
[3] Auf der Flucht klammerte sich das Junge fest in den Pelz seiner Mutter.
[3] Verzweifelt klammerten sie sich an den Gedanken auf Rettung durch die Suchmannschaft.
[3] „Schwarze Amerikaner haben den großen Vorteil, nie an die gesammelten Mythen geglaubt zu haben, an die sich weiße Amerikaner klammern: […].“[2]
[4] Der Boxer klammert, um dann in eine bessere Position zu kommen.

Wortbildungen:

aneinanderklammern, aufklammern, ausklammern, einklammern, Klammeraffe, umklammern, verklammern

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „klammern
[1, 3, 4] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „klammern
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalklammern
[1, 3] The Free Dictionary „klammern

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9, Seite 660, Eintrag „Klammer“.
  2. James Baldwin: Vor dem Kreuz. Brief aus einer Landschaft meines Geistes. In: Derselbe; mit einem Vorwort von Jana Pareigis (Herausgeber): Nach der Flut das Feuer. ›The Fire Next Time‹. Neuübersetzung, 2. Auflage. dtv, München 2020 (Originaltitel: The Fire Next Time, übersetzt von Miriam Mandelkow aus dem amerikanischen Englisch), ISBN 978-3-434-14736-1, Seite 109 (Erstauflage der Neuübersetzung 2019; deutschsprachige Erstveröffentlichung unter dem Titel Hundert Jahre Freiheit ohne Gleichberechtigung bei Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1964; englischsprachige Originalausgabe 1963).