hurritisch (Deutsch)Bearbeiten

AdjektivBearbeiten

Positiv Komparativ Superlativ
hurritisch
Alle weiteren Formen: Flexion:hurritisch

Nebenformen:

hurrisch

Worttrennung:

hur·ri·tisch, keine Steigerung

Aussprache:

IPA: [hʊˈʁiːtɪʃ]
Hörbeispiele:   hurritisch (Info)
Reime: -iːtɪʃ

Bedeutungen:

[1] die Gruppe, das Volk der Hurriter betreffend
[2] die Sprache der Hurriter, das Hurritische, betreffend

Abkürzungen:

[1, 2] hu., hurr.

Herkunft:

gebildet aus Grundwort Hurriter mit Suffix -isch

Beispiele:

[1] „Über den dramatischen Zusammenbruch des hurritischen Großreiches berichtet lapidar eine Schlagzeile: ‚… und Mitanni ist zerfallen.‘“[1]
[1, 2] „Da Ilawa auch der Name einer in hurritischem Milieu genannten Gottheit ist und der Name Perhena […] hurritischer Herkunft sein dürfte, ist der Schauplatz [der Erzählung] im hurritschen Siedlungsgebiet zu suchen. Dementsprechend sind auch die Namen der Protagonisten hurritisch, so dass von einer ursprünglich hurritischen Dichtung auszugehen ist.“[2]
[1, 2] „Zudem begegnet die in dieser Opferliste dokumentierte Abfolge der Gottheiten in gleicher bzw. in leicht veränderter Form in weiteren Opferlisten in hurritischer Sprache, so daß sie als repräsentativ für das kultische Pantheon und seine Hierarchie innerhalb der hurritischen Bevölkerungsschichten Ugarits gelten kann.“[3]
[2] „Die Philologen hätten gern mehr und ausführlichere hurritische Texte, am besten gleich mit Übersetzung, denn die hurritische Sprache hat keine Verwandten und ist seit Jahrtausenden ausgestorben.“[1]
[2] „Gegenstand der der vorliegenden Monographie ist die […] in der Oberstadt von Ḫattuša gefundene hurritisch-hethitische Bilingue […].“[4]
[2] „Das häufig belegte Substantiv ašti ‚(Ehe)frau‘ gehört zu den ersten hurritischen Wörtern, deren richtige Bedeutung bereits in den Anfängen der hurritologischen Studien bestimmt wurde.“[5]

Wortbildungen:

[2] Hurritisch

ÜbersetzungenBearbeiten

Quellen:

  1. 1,0 1,1 Michael Zick: Hurriter: Schrift und Sprache. In: bild der wissenschaft. 19. August 2003, abgerufen am 22. September 2015 (Artikelzusammenfassung).
  2. Volkert Haas: Die hethitische Literatur. Texte, Stilistik, Motive. Walter de Gruyter, Berlin 2006, ISBN 978-3-11-018877-6, Die Erzählung vom Jäger Kesse, Seite 206, DNB 978518381 (Google Books, abgerufen am 22. September 2015)
  3. Gabriele Theuer: Der Mondgott in den Religionen Syrien-Palästinas. Unter besonderer Berücksichtigung von KTU 1.24. In: Orbis Biblicus et Orientalis. 173, Universitätsverlag; Vandenhoeck und Ruprecht, Freiburg (Schweiz); Göttingen 2000, ISBN 3-525-53745-X, ISSN 1015-1850, Seite 67, DNB 958070210 (Google Books, abgerufen am 22. Oktober 2015)
  4. Erich Neu: Das hurritische Epos der Fr(Ehe)fraueilassung I. In: Kommission für den Alten Orient der Akademie der Wissenschaften und der Literatur (Herausgeber): Studien zu den Bogazköy-Texten. Nummer Heft 32, Harrassowitz, Wiesbaden 1996, ISBN 3-447-03487-4, ISSN 0585-5853, Einleitung, Seite 1 (Google Books, abgerufen am 22. September 2015)
  5. Stefano de Martino, Mauro Giorgieri: Hurritisch ašti „(Ehe)frau“. In: Altorientalische Forschungen. 34, de Gruyter, Februar 2007, ISSN 2196-6761, Seite 125, DOI: 10.1524/aofo.2007.34.12.126 (online Leseprobe auf degruyter.com, abgerufen am 22. September 2015)

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: hethitisch, huronisch