hellhörig (Deutsch)Bearbeiten

AdjektivBearbeiten

Positiv Komparativ Superlativ
hellhörig hellhöriger am hellhörigsten
Alle weiteren Formen: Flexion:hellhörig

Worttrennung:

hell·hö·rig, Komparativ: hell·hö·ri·ger, Superlativ: am hell·hö·rigs·ten

Aussprache:

IPA: [ˈhɛlˌhøːʁɪç]; regional: [ˈhɛlˌhøːʁɪɡ̊], [ˈhɛlˌhøːʁɪk]
Hörbeispiele:   hellhörig (Info),   hellhörig (Info)

Bedeutungen:

[1] veraltet: ein sehr gutes Gehör habend
[2] den Schall (in Gebäuden, Räumlichkeiten, durch Wänden oder dergleichen) leicht durchdringen lassend

Herkunft:

Das Wort ist seit dem 19. Jahrhundert zunächst in der ersten Bedeutung und den Redewendungen bezeugt.[1]

Synonyme:

[2] Schweiz: ringhörig

Oberbegriffe:

[2] schalldurchlässig

Beispiele:

[1] „Wer einen tönenden Ton hört, ist taub, wer dagegen einen nichttönenden hört, ist hellhörig. Wer weder taub noch hellhörig ist, steht mit dem Geist in Verbindung.“[2]
[1] bildlich: „Die Berliner sind in diesen Wochen übermäßig hellhörig für politische Obertöne.“[3]
[2] „Ferner ist der Raum, wahrscheinlich auch durch seine Größe, etwas hellhörig.[4]
[2] „Und bei Auslandseinsätzen, wo Soldaten in hellhörigen Zelten und Wohncontainern ‚unter beengten Verhältnissen zusammenleben‘, fordert der neue Kodex besondere Selbstdisziplin: ‚Jede nach außen wahrnehmbare sexuelle Betätigung‘, so der Erlass etwas verschwurbelt, könne sich auf ‚Dienstbetrieb und kameradschaftlichen Zusammenhalt negativ auswirken‘. Im Klartext: Bei der Liebe im Lager soll der Soldat gefälligst leise sein.“[5]

Redewendungen:

[1] hellhörig werden
[1] jemanden hellhörig machen

ÜbersetzungenBearbeiten

[2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „hellhörig
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „hellhörig
[2] The Free Dictionary „hellhörig
[1, 2] Duden online „hellhörig
[1, 2] wissen.de – Wörterbuch „hellhörig
[2] PONS – Deutsche Rechtschreibung „hellhörig
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalhellhörig

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, digitalisierte und aufbereitete Ausgabe basierend auf der 2., im Akademie-Verlag 1993 erschienenen Auflage. Stichwort „hellhörig
  2. Alfred Forke: Geschichte der mittelalterlichen chinesischen Philosophie. 1. Auflage. Friederichsen, de Gruyter & Co., Hamburg 1934, Seite 34–35 (Zitiert nach Google Books).
  3. Berlin in die Linse gefaßt. Bei Neumanns ging das Telephon. In: DER SPIEGEL. 14. August 1948, ISSN 0038-7452, Seite 24 (DER SPIEGEL Archiv-URL, abgerufen am 22. April 2021).
  4. Eva-Erika Beiter: Streßabbau durch Autogenes Training als Beispiel für Gesundheitsförderung. Diplomica Verlag, München 1996, Seite 79 (Diplomarbeit; zitiert nach Google Books).
  5. Alexander Szandar: Leise Liebe im Lager. In: DER SPIEGEL. Nummer 34, 16. August 2004, ISSN 0038-7452, Seite 48 (DER SPIEGEL Archiv-URL, abgerufen am 22. April 2021).