anbleien (Deutsch)Bearbeiten

VerbBearbeiten

Person Wortform
Präsens ich bleie an
du bleist an
er, sie, es bleit an
Präteritum ich bleite an
Konjunktiv II ich bleite an
Imperativ Singular blei an!
bleie an!
Plural bleit an!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
angebleit haben
Alle weiteren Formen: Flexion:anbleien

Worttrennung:

an·blei·en, Präteritum: blei·te an, Partizip II: an·ge·bleit

Aussprache:

IPA: [ˈanˌblaɪ̯ən]
Hörbeispiele:   anbleien (Info)

Bedeutungen:

[1] transitiv, Jägersprache, meist abwertend: Wild (besonders Niederwild) mit einem (Schrot-)Schuss so verwunden, dass es sich noch wegbewegen kann

Herkunft:

Derivation (Ableitung) zum Substantiv Blei mit dem Derivatem an- und Konversion (mit der notwendigen Flexionsendung -en)

Sinnverwandte Wörter:

[1] anschießen; Jägersprache: anfärben, anflicken, ankratzen, anschweißen, krankschießen

Beispiele:

[1] „Zu bemitleiden ist das Wild, das auf weite Entfernungen – jeder möchts haben – angebleit wird und oft elend verludert.“[1]
[1] „Eine Frau erzählte mir, ihr Mann habe auf der Jagd nie etwas treffen können, aber schon nach der ersten Suggestion habe er drei Treiber und zwei Jäger angebleit, von denen der eine sogar ein Herr aus altem Adel war.“[2]

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Karl Berrens, Gerhard Seilmeier: Jagdlexikon. 6., überarbeitete und erweiterte Auflage. BLV Verlagsgesellschaft, München 1994, ISBN 3-405-14580-5 „anbleien“, Seite 39 f.
[1] Walter Frevert: Jagdliches Brauchtum und Jägersprache. Kosmos, 2020, ISBN 9783440501702 (zitiert nach Google Books) „anschießen“.

Quellen:

  1. Werner Hagen: Die Vögel des Freistaates und Fürstentums Lübeck. Springer-Verlag, 2013 [1913], ISBN 9789401766692, Seite 152 (zitiert nach Google Books).
  2. Hermann Loens: Humoresken. Jazzybee Verlag, 2012 [1911], ISBN 9783849624392 (zitiert nach Google Books).

Ähnliche Wörter (Deutsch):

Anagramme: anlieben, biennale, Biennale