Schandtat (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, fBearbeiten

Singular Plural
Nominativ die Schandtat die Schandtaten
Genitiv der Schandtat der Schandtaten
Dativ der Schandtat den Schandtaten
Akkusativ die Schandtat die Schandtaten

Worttrennung:

Schand·tat, Plural: Schand·ta·ten

Aussprache:

IPA: [ˈʃantˌtaːt]
Hörbeispiele:   Schandtat (Info)

Bedeutungen:

[1] grauenvolle Tat, abscheuliches Verbrechen
[2] umgangssprachlich scherzhaft: kleineres Vergehen, unvernünftige Aktion

Herkunft:

Determinativkompositum aus dem Stamm des Wortes Schande und dem Substantiv Tat

Synonyme:

[1] Freveltat, Gewalttat, Gräueltat, Missetat, Schreckenstat, Übeltat, Untat
[2] Sünde

Oberbegriffe:

[1, 2] Tat

Beispiele:

[1] „Hohe Vertreter französischer Muslime und Juden sind sich einig: Die Schandtat eines Einzelnen dürfe die Beziehung zwischen den Religionen nicht belasten.“[1]
[2] Jedes Jahr las der Nikolaus meine Schandtaten aus einem goldenen Buch vor und ich gelobte Besserung für das nächste Jahr.
[2] „Wenn ich – und diese Möglichkeit hätte bestanden – acht Tage früher angekommen wäre, hätte mir die zärtliche Lucia alles gebeichtet, und ich hätte diese Schandtat verhindert.“[2]

Redewendungen:

scherzhaft: zu allen Schandtaten bereit sein/zu jeder Schandtat bereit sein

ÜbersetzungenBearbeiten

[*] Wikipedia-Suchergebnisse für „Schandtat
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Schandtat
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „Schandtat
[1] The Free Dictionary „Schandtat
[1, 2] Duden online „Schandtat

Quellen:

  1. Rudolph Chimelli: Das Feindbild ist der Staat, nicht das Judentum. In: sueddeutsche.de. 22. März 2012, ISSN 0174-4917 (URL, abgerufen am 28. Dezember 2020).
  2. Giacomo Casanova: Geschichte meines Lebens, herausgegeben und eingeleitet von Erich Loos, Band 1. Propyläen, Berlin 1985 (Neuausgabe) (übersetzt von Heinz von Sauter), Seite 193.