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Nuvola apps korganizer.png Dieser Eintrag war in der 52. Woche
des Jahres 2013 das Wort der Woche.

Béchamelsoße (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, fBearbeiten

Singular

Plural

Nominativ die Béchamelsoße

die Béchamelsoßen

Genitiv der Béchamelsoße

der Béchamelsoßen

Dativ der Béchamelsoße

den Béchamelsoßen

Akkusativ die Béchamelsoße

die Béchamelsoßen

 
[1] Béchamelsoße im Topf

Alternative Schreibweisen:

Béchamelsauce
Schweiz und Liechtenstein: Béchamelsosse

Worttrennung:

Bé·cha·mel·so·ße, Plural: Bé·cha·mel·so·ßen

Aussprache:

IPA: [beʃaˈmɛlˌzoːsə]
Hörbeispiele:   Béchamelsoße (Info)

Bedeutungen:

[1] Gastronomie: eine helle Soße aus Milch, Sahne, Butter und Mehl

Herkunft:

Das Substantiv Béchamelsoße wurde nach der französischen Bezeichnung sauce (à la) Béchamel gebildet.[1] Der Bestandteil Béchamel geht auf Louis de Béchamel (oder Béchameil), Marquis de Nointel, zurück.[2] Dieser war Heereslieferant und Bankier gewesen und kaufte sich dann als Sekretär und Haushofmeister bei König Ludwig XIV. ein.[2] Warum die Soße den Namen dieser Person trägt, lässt sich nicht sicher klären: Nach einer Ansicht war Béchamel der Erfinder der Soße.[2] Dies wird aber bezweifelt, weil Béchamel sich mit dem Kochen nicht auskannte und deshalb keine Soße erfunden haben könne.[3] Stattdessen soll einer der zahlreichen Küchenchefs am Hofe Ludwigs XIV. der Erfinder sein, der die Soße nur zu Ehren des Haushofmeisters Béchamelsoße genannt habe.[4] Allerdings ist auch diese Ansicht nicht unumstritten. So soll die heute als Béchamelsoße bekannte Soße schon viel früher in Italien unter dem Namen Balsamella verbreitet gewesen sein.[4] Mit Caterina de’ Medici, die neben Pagen und Dienern auch Köche aus Italien mitbrachte, sei die Soße nach Frankreich und an den französischen Hof gelangt.[4] 130 Jahre später sei die Balsamella dann in Béchamelsoße umbenannt worden.[4]

Synonyme:

[1] Sauce Béchamel, Milchsauce

Oberbegriffe:

[1] Sauce, Soße

Beispiele:

[1] Der Fleck auf der Tischdecke stammt von der Béchamelsoße.
[1] In einer Lasagne sind Nudelplatten, die Hackfleischfüllung und Béchamelsoße abwechselnd geschichtet.

ÜbersetzungenBearbeiten

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Béchamelsoße
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Béchamelsoße
[*] canoo.net „Bechamelsoße
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonBéchamelsoße
[1] The Free Dictionary „Béchamelsoße
[1] Duden online „Bechamelsosze
[1] Wahrig Fremdwörterlexikon „bechamelsosse“ auf wissen.de
[1] wissen.de – Wörterbuch „Béchamelsoße
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 255.

Quellen:

  1. Duden online „Bechamelsosze“.
  2. 2,0 2,1 2,2 Hannes Bertschi, Marcus Reckewitz: Von Absinth bis Zabaione. Wie Speisen und Getränke zu ihrem Namen kamen und andere kuriose Geschichten. RM Buch und Medien Vertrieb GmbH, Rheda-Wiedenbrück 2003, DNB 969680309 (ungekürzte Lizenzausgabe), „Béchamelsauce“, Seite 34.
  3. Hannes Bertschi, Marcus Reckewitz: Von Absinth bis Zabaione. Wie Speisen und Getränke zu ihrem Namen kamen und andere kuriose Geschichten. RM Buch und Medien Vertrieb GmbH, Rheda-Wiedenbrück 2003, DNB 969680309 (ungekürzte Lizenzausgabe), „Béchamelsauce“, Seite 34 f.
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 Hannes Bertschi, Marcus Reckewitz: Von Absinth bis Zabaione. Wie Speisen und Getränke zu ihrem Namen kamen und andere kuriose Geschichten. RM Buch und Medien Vertrieb GmbH, Rheda-Wiedenbrück 2003, DNB 969680309 (ungekürzte Lizenzausgabe), „Béchamelsauce“, Seite 35.