𒊩𒌆 (aḫātu) (Akkadisch)Bearbeiten

Anmerkung:

Die alten Zeichen 𒊩𒆪 (NIN9) ‚Schwester‘ und 𒊩𒌆 (NIN) ‚Herrin‘ sind später zusammengefallen.

Substantiv, fBearbeiten

Nebenformen:

𒊩𒆪 (NIN9)

Umschrift:

NIN oder DMG: aḫātu/aḫāti/aḫāta

Bedeutungen:

Logogramm/Sumerogramm für 𒀀𒄩𒌅 (aḫātu) ‚Schwester

Alle weiteren Informationen zu diesem Begriff befinden sich im Eintrag 𒀀𒄩𒌅.
Ergänzungen sollten daher auch nur dort vorgenommen werden.

𒊩𒌆 (nin) (Sumerisch)Bearbeiten

Substantiv, PersonenklasseBearbeiten

Kasus Singular Plural
Absolutiv 𒊩𒌆 (nin)
Ergativ 𒊩𒌆𒂊 (nine) 𒊩𒌆𒂊𒉈 (ninene)
Genitiv 𒊩𒌆𒈾 (nina(k))
Terminativ 𒊩𒌆𒂠 (ninše)
Dativ 𒊩𒌆𒊏 (ninra)
Komitativ 𒊩𒌆𒁕 (ninda)
Äquativ 𒊩𒌆𒁶 (ningin)

Nebenformen:

Emesal: 𒂵𒊭𒀭 (ga-ša-an)

Bedeutungen:

[1] Herrin, Herrscherin, Königin, weibliches Gegenstück zu 𒂗 ‚Herr‘ und 𒈗 ‚König‘, auch Anrede an eine Göttin
[2] Herrin als Höhergestellte, Eigentümerin, Dienstherrin, weibliches Gegenstück zu 𒂗 ‚Herr‘
[3] Herr (in bestimmten Verbindungen)

Gegenwörter:

[2] 𒊩𒆳 (géme) ‚Magd‘, ‚Sklavin‘

Beispiele:

[1] 𒀭𒈹 / 𒊩𒌆𒆳𒆳𒊏 / 𒊩𒌆𒀀𒉌 / 𒅗𒌣𒀀 / 𒉺𒋼𒋛 / 𒋓𒁓𒆷𒆠 / 𒌨𒀭𒂷𒉐𒄭𒆤 / 𒂍𒄈𒋢𒆠𒅗𒉌 / 𒈬𒈾𒆕[1]
dingirInanna / nin-kur-kur-ra / nin-a-ni / Gù-dé-a / énsi / Lagaschki / ur-ĝá-tùm-du10-ke4 / é-ĝír-suki-ka-ni / mu-na-dù
(Für die) (Göttin) Inanna / Herrin der (Fremd-)Länder / seine Herrin / (hat) Gudea / Ensi(=Stadtfürst) / von Lagasch / der der (Göttin) Ĝatumdu / ihr Ĝirsu-Haus / gebaut
Kommentar: nin-kur(𒆳)-kur-ra Herrin der Länder (Genitiv-a), nin-a-ni(𒀀𒉌) seine Herrin: Appositionen zu Inanna. Dativ („für …“ oder …der …) -r ist stumm (kein folgender Vokal)
[2] Tukumbi geme lu ninanigin dimar aš innibdug, 1 sila munam kagani ibsube. (Kodex Urnamma, §25)
Übersetzung: Wenn eine Sklavin jemanden wie ihre Herrin vor dem Rat verflucht, so ist es ein Liter Salz, mit dem ihr Mund bestrichen werden soll.

ÜbersetzungenBearbeiten

[1–3] The Pennsylvania Sumerian Dictionary: nin[LADY]


[1, 2] Wikipedia-Artikel „NIN (Sumer)

Quellen:

  1. Konrad Volk mit Silvano Votto, Annette Zgoll: A Sumerian Reader. In: F. Pontificio Instituto Romae (Herausgeber): Studia Pohl. Series Major. 2., revidierte Auflage. Band 18, Editrice Pontificio Instituto, Rom 1999, ISBN 88-7653-610-8 (Internet Archive), Text 6, Seite 5