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Vermittlersprache

Vermittlersprache (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, fBearbeiten

Singular

Plural

Nominativ die Vermittlersprache

die Vermittlersprachen

Genitiv der Vermittlersprache

der Vermittlersprachen

Dativ der Vermittlersprache

den Vermittlersprachen

Akkusativ die Vermittlersprache

die Vermittlersprachen

Nebenformen:

Vermittlungssprache

Worttrennung:

Ver·mitt·ler·spra·che, Plural: Ver·mitt·ler·spra·chen

Aussprache:

IPA: [fɛɐ̯ˈmɪtlɐˌʃpʁaːxə]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Linguistik: Sprache, über die eine Entlehnung in die aufnehmende Sprache kommt, die aber oft nicht die ursprüngliche Herkunft der Entlehnung ist

Herkunft:

Determinativkompositum aus Vermittler und Sprache

Synonyme:

[1] Zwischensprache

Sinnverwandte Wörter:

[1] Ausgangssprache, Gebersprache, Quellsprache

Gegenwörter:

[1] Empfängersprache, Herkunftssprache

Oberbegriffe:

[1] Sprache

Beispiele:

[1] „Für die Auswertung etymologischer Wörterbücher gibt es zwei Herangehensweisen: Entweder wird die Vermittlersprache, d.h. die Sprache, über die ein Wort ins Deutsche gelangt ist, berücksichtigt, oder aber die Herkunftssprache, d.h. die Sprache, aus der ein Wort ursprünglich stammt.“[1]
[1] „Eine weitere Ursache dafür, dass im Kroatischen ein Genuswechsel gegenüber dem Französischen zu verzeichnen ist, liegt darin, dass häufig das Deutsche als Vermittlersprache vorliegt, wobei man wissen muss, dass deutsche Neutra im Kroatischen als Maskulina auftreten…“[2]
[1] „In solchen Fällen wurde bei der Datengewinnung zu Best & Altmann (1986) nur die Sprache berücksichtigt, aus der das Deutsche seine Wörter direkt erhalten hat, in diesem Fall also das Lateinische als »Vermittlersprache«;…“[3]
[1] „Bei 46 Entlehnungen tritt die russische Sprache als Vermittlersprache auf.“[4]
[1] „Seit dem 17. Jahrhundert sind Kenntnisse des Französischen und Italienischen zunehmend belegt, […], aber die Tradition, dass alles Fremde über Deutschland nach Skandinavien kommt mit dem Deutschen als Vermittlersprache, dauerte noch bis ins 20. Jahrhundert, als das Englische diese Rolle definitiv übernimmt.“[5]

ÜbersetzungenBearbeiten

Referenzen und weiterführende Informationen:

[*] Wikipedia-Suchergebnisse für „Vermittlersprache

Quellen:

  1. Oxana Kotsyuba: Russizismen im deutsche Wortschatz. In: Glottometrics 15, 2007, 13-23.
  2. Rezension
  3. Karl-Heinz Best: Wo kommen die deutschen Fremdwörter her? In: Göttinger Beiträge zur Sprachwissenschaft 5, 2001, Seite 7–20; Zitat Seite 8.
  4. Russizismen im Deutschen der Gegenwart: Bestand, Zustand und Entwicklungsdendenzen – von Alexandre Pirojkov, veröffentlicht im Weißensee-Verlag, 2002, ISBN 3-934479-69-3, Seite 18; siehe auch Google-Books
  5. Ein Franke in Venedig: das Sprachlehrbuch des Georg von Nürnberg (1424) und seine Folgen – herausgegeben von Helmut Glück und Bettina Morcinek, Harrassowitz-Verlag, Wiesbaden, 2006, ISBN 978-3-447-05403-4, Seite 132, siehe auch Google-Books