Schnörkelhaftigkeit

Schnörkelhaftigkeit (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, fBearbeiten

Singular Plural
Nominativ die Schnörkelhaftigkeit
Genitiv der Schnörkelhaftigkeit
Dativ der Schnörkelhaftigkeit
Akkusativ die Schnörkelhaftigkeit

Worttrennung:

Schnör·kel·haf·tig·keit, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈʃnœʁkl̩haftɪçkaɪ̯t]
Hörbeispiele:   Schnörkelhaftigkeit (Info)

Bedeutungen:

[1] selten: Vorhandensein zahlreicher Schnörkel, vieler geschwungener Verzierungen

Herkunft:

Ableitung des Adjektivs schnörkelhaft zum Substantiv mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -igkeit

Synonyme:

[1] Schnörkeligkeit

Beispiele:

[1] „Anna Baar, 1973 in Zagreb geboren und in Klagenfurt lebend, findet für dieses zur Welt kommen durch die Sprache einen lyrischen, sinnlichen Ton, der zuweilen etwas zur Schnörkelhaftigkeit neigt: Erinnerungsblüten, die üppig sprießen und wuchern, sich fast zu dekorativ um die Gegenstände ranken.“[1]
[1] „Nichts von der geradezu barocken Schnörkelhaftigkeit, zu der Heller neigt, ist an diesem Film, komprimiert aus zehn Stunden Gespräch.“[2]
[1] „Man kann sich der Sache auch gleichsam musikalisch oder doch jedenfalls von der künstlerischen Seite her nähern und kommt dabei unversehens in die Epoche des Barock – mit all der Verspieltheit und Schnörkelhaftigkeit jener Zeit.“[3]
[1] „Die graphemische Schnörkelhaftigkeit, die in manchen Textsorten zu einer üppigen ‚Letterhäufelung‘ (Harsdörffer) von mehr als fünf Konsonanten aufschwillt und zurecht als Kennzeichen barocker Schriftlichkeit gelten kann, hält sich in der eher nüchternen Textsorte ‚Verhörprotokolle‘ in Grenzen, sie ist aber durchaus ein Merkmal der untersuchten Texte.“[4]
[1] „Auffällig ist die Schnörkelhaftigkeit des Rahmens um das Reliefbild.“[5]

ÜbersetzungenBearbeiten

Quellen:

  1. Kroatien und die Mörderzunge. In: sueddeutsche.de. 10. November 2015, ISSN 0174-4917 (URL, abgerufen am 15. Dezember 2020).
  2. Kerstin Decker: Das Auge des Orkans. In: Der Tagesspiegel Online. 2. Mai 2002 (URL, abgerufen am 15. Dezember 2020).
  3. Herwarth von Schade: "Zur Eintracht und Wohlfahrt dieser guten Stadt". Convent, 2003, ISBN 978-3-934613-56-0, Seite 18 (Zitiert nach Google Books)
  4. Zeitschrift für deutsche Philologie. Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses, 1998, Seite 54 (Zitiert nach Google Books)
  5. Ernst Nowotny: Johann Fortschegger, Bildhauer zu Mitterndorf. Heimatmuseum "Ausseerland", 1983, Seite 70 (Zitiert nach Google Books)