Nachrede (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, fBearbeiten

Singular Plural
Nominativ die Nachrede die Nachreden
Genitiv der Nachrede der Nachreden
Dativ der Nachrede den Nachreden
Akkusativ die Nachrede die Nachreden

Worttrennung:

Nach·re·de, Plural: Nach·re·den

Aussprache:

IPA: [ˈnaːxˌʁeːdə]
Hörbeispiele:   Nachrede (Info)

Bedeutungen:

[1] (negative) Äußerung über eine nicht anwesende Person
[2] abschließende Ausführung/Bemerkung zum Ende von etwas

Herkunft:

von mittelhochdeutsch nāchrede[1]

Synonyme:

[1] veraltet: Afterrede
[2] Epilog, Nachwort, Schlussrede, Schlusswort

Gegenwörter:

[2] Prolog, Vorrede, Vorwort

Beispiele:

[1] „Diese hinausgeschrienen Worte sind vor allem Öl in das Feuer der Trauernden, das immer wieder angefacht werden will, Öl in ein Feuer, in dem die bösen Geister der Nachrede brennen sollen.“[2]
[1] „Eine üblere Nachrede hatte wohl kaum ein Kaiser. Unter all den schlechten Herrschern, die das Imperium Romanum während der Jahrhunderte seines Bestehens erdulden musste, gilt Elagabal (204–222) als einer der schlechtesten.“[3]
[2]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] üble Nachrede

ÜbersetzungenBearbeiten

[1, 2] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Nachrede
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Nachrede
[1, *] Duden online „Nachrede
[1, *] Wahrig Großes Wörterbuch der deutschen Sprache „Nachrede“ auf wissen.de
[1] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Nachrede
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache – Korpusbelege (public) „Nachrede
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Nachrede
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalNachrede

Quellen:

  1. Duden online „Nachrede“.
  2. Nava Ebrahimi: Sechzehn Wörter. Roman. btb, München 2019, ISBN 978-3-442-71754-5, Seite 29.
  3. Hakan Baykal: Im Schutz des falschen Gottes. In: Spektrum der Wissenschaft Online. 11. März 2022, ISSN 0170-2971 (URL, abgerufen am 10. Juni 2022).