Mündung (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, fBearbeiten

Singular Plural
Nominativ die Mündung die Mündungen
Genitiv der Mündung der Mündungen
Dativ der Mündung den Mündungen
Akkusativ die Mündung die Mündungen

Worttrennung:

Mün·dung, Plural: Mün·dun·gen

Aussprache:

IPA: [ˈmʏndʊŋ]
Hörbeispiele:   Mündung (Info)
Reime: -ʏndʊŋ

Bedeutungen:

[1] Stelle, an der ein Gewässer in ein größeres fließt
[2] Öffnung einer Waffe, an der das Projektil austritt

Herkunft:

Das Wort ist in beiden Bedeutungen seit dem 18. Jahrhundert belegt.[1]
strukturell: Ableitung zu münden mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -ung

Gegenwörter:

[2] Lauf

Unterbegriffe:

[1] Bachmündung, Einmündung, Flussmündung
[1] Amazonasmündung, Memelmündung, Moselmündung, Rheinmündung
[2] Gewehrmündung, Pistolenmündung

Beispiele:

[1] Die Mündung der Mosel in den Rhein ist in Koblenz.
[1] „Dieser, dem sein Versteck unfern von den Mündungen des Mississippi auf der Insel Barataria nichts weniger als sicher geschienen haben mochte, war wahrscheinlich in die Bucht des Sabine-Sees und die Mündung des Natchez mit dem ähnlichen Vorsatze gedrungen, auf den Fall eines Angriffs einen zuverlässigern Schlupfwinkel zu suchen.“[2]
[2] An der Mündung der Pistole sind Schmauchspuren festgestellt worden.
[2] „Wie um Leonhard zu kränken, erzählte sie, daß er sich nur hier befinde, weil er vor der Mündung der Pistole zurückgewichen sei.“[3]
[2] „Smart war als ein ausgezeichneter Schütze bekannt, und sicherer Tod lag in der drohend entgegengehaltenen Mündung.“[4]

Wortbildungen:

[1] Mündungsdelta, Mündungsgebiet
[2] Mündungsfeuer, Mündungsgeschwindigkeit

ÜbersetzungenBearbeiten

[1, 2] Wikipedia-Artikel „Mündung
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Mündung
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalMündung
[1, 2] The Free Dictionary „Mündung
[1, 2] Duden online „Mündung

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, ISBN 3-423-03358-4, Stichwort „Mund“.
  2. Charles Sealsfield: Der Legitime und die Republikaner. Eine Geschichte aus dem letzten amerikanisch-englischen Kriege. Greifenverlag, Rudolstadt 1989, ISBN 3-7352-0163-6, Seite 137. Zuerst 1833; diese Ausgabe beruht auf der von 1847.
  3. Ernst Jünger: Afrikanische Spiele. Roman. Klett-Cotta, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-608-96061-7, Seite 71. Erstausgabe 1936.
  4. Friedrich Gerstäcker: Die Flußpiraten des Mississippi. Goldmann, München 1964, Seite 22. Zuerst 1848 erschienen.