Singular Plural
Nominativ die Kehre die Kehren
Genitiv der Kehre der Kehren
Dativ der Kehre den Kehren
Akkusativ die Kehre die Kehren

Worttrennung:

Keh·re, Plural: Keh·ren

Aussprache:

IPA: [ˈkeːʁə]
Hörbeispiele:   Kehre (Info)
Reime: -eːʁə

Bedeutungen:

[1] Wendeschleife auf einer Fahrstrecke
[2] Schleife auf einer Eisenbahnstrecke, die zum Bewältigen von Höhenmetern angelegt wurde, also zum Auf- oder Abstieg der Strecke
[3] Haarnadelkurve an einem Gebirgspass
[4] Sport: Bewegung mit dem Rücken zum Gerät

Herkunft:

von althochdeutsch chēra, mittelhochdeutsch kēra.[1]
Ableitung von kehren mit dem Suffix -e

Sinnverwandte Wörter:

[1] Kehrschleife, Wendeschleife
[3] Haarnadelkurve

Oberbegriffe:

[1–3] Kurve

Unterbegriffe:

[1] Wegkehre
[1–4] Spitzkehre
[4] Drehkehre, Fechterkehre, Hangkehre, Kreiskehre, Stützkehre

Beispiele:

[1] Der Wagen steht unerlaubterweise in der Kehre.
[1] „Der Wagen schoß aus der Kehre heraus über die Straße, in den glühenden Sonnenuntergang hinein.“[2]
[2] „Kehren können oberirdisch als Kehrviadukt oder unterirdisch als Kehrtunnel angelegt sein.“[3]
[3] Der steile Weg zur Alm führt über 25 Kehren, die diesen Serpentinenweg zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.
[3] „Der Wagen glitt weiter den Berg hinunter. Kehre auf Kehre, Serpentine auf Serpentine.“[4]
[4] Vom Reitsitz auf dem linken Holm zur Kehre oder Wende rechts.

Übersetzungen

Bearbeiten
[1–3] Wikipedia-Artikel „Kehre
[1, 3, 4] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Kehre
[1, 3, 4] Duden online „Kehre
[3, 4] The Free Dictionary „Kehre
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalKehre

Quellen:

  1. Grimm, Jacob; Grimm, Wilhelm: Deutsches Wörterbuch, fünfter Band. Verlag von S. Hirzel, Leipzig 1872, Seite 400
  2. Erich Maria Remarque: Arc de Triomphe. Roman. 4. Auflage. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2001, ISBN 3-462-02723-9, Seite 219 f. In Englisch Dezember 1945, in Deutsch Dezember 1946 zuerst erschienen.
  3. Wikipedia-Artikel „Kehre_(Eisenbahn)
  4. Erich Maria Remarque: Der Himmel kennt keine Günstlinge. Roman. 1. Auflage. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2018, ISBN 978-3-462-05236-7, Seite 136. Zuerst 1961.