Homonym (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, nBearbeiten

Singular

Plural

Nominativ das Homonym

die Homonyme

Genitiv des Homonyms

der Homonyme

Dativ dem Homonym

den Homonymen

Akkusativ das Homonym

die Homonyme

Worttrennung:

Ho·m·o·nym, Plural: Ho·m·o·ny·me

Aussprache:

IPA: [homoˈnyːm]
Hörbeispiele:   Homonym (Info)
Reime: -yːm

Bedeutungen:

[1] Linguistik: Wort, das mit einem anderen gleich lautet, aber eine andere Bedeutung und und – je nach Definition – zumeist auch eine andere Herkunft hat

Herkunft:

im 19. Jahrhundert von lateinisch homonymus → la entlehnt, das auf griechisch ὁμώνυμος (homṓnymos) → grcgleichnamig‘ zurückgeht;[1] dieses zusammengesetzt aus ὁμός (homós) → grcgleich‘ und ὄνομα (ónoma) → grc bzw. dessen Nebenform ὄνυμα (ónyma) → grcName[2][3]

Gegenwörter:

[1] Polysem, Synonym

Beispiele:

[1] Die Wortform „Kiel“ (Teil einer Vogelfeder oder Teil eines Schiffes) steht für zwei Homonyme, das heißt für zwei Wörter, da beide Bedeutungen nichts miteinander zu tun haben.
[1] „schlingen“ in der Bedeutung ‚(ineinander)winden, verflechten, verknüpfen‘ und „schlingen“ in der Bedeutung ‚schlucken, gierig und schnell essen‘ sind Homonyme, da zum einen ihre Bedeutungen weit auseinanderliegen und zum andern das erstgenannte Wort auf althochdeutsch slingan, mittelhochdeutsch slingen, das zweite jedoch auf althochdeutsch slintan, mittelhochdeutsch slinden zurückgeht.[4]
[1] „Ausgangspunkt des Witzes in Sachsen sind zunächst Homonyme, die durch den mundartlichen Zusammenfall schriftsprachlich getrennter Formen entstehen.“[5]
[1] „Allerdings könnten auch die schon zu DDR-Zeiten üblich gewesenen Gegenlosungen, die ja mit Homonymen spielen, bereits als Sprachspiele betrachtet werden.“[6]

Wortbildungen:

homonym, Homonymie, Homonymunterscheidung, homonymisch

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Wikipedia-Artikel „Homonym
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Homonym
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „Homonym
[*] The Free Dictionary „Homonym
[1] Duden online „Homonym
[1] Verzeichnis:Homonyme

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Stichwort: ‚homonym‘
    Henry George Liddell, Robert Scott, revised and augmented throughout by Sir Henry Stuart Jones with assistance of Roderick McKenzie: A Greek-English Lexicon. Clarendon Press, Oxford 1940. Stichwort „ὁμώνυμος“.
  2. Wahrig Herkunftswörterbuch „Homonym“ auf wissen.de
  3. Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Homonym
  4. Vergleiche Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 1. Auflage. Akademie-Verlag, Berlin 1989, ISBN 3-05-000626-9, Seite 1214.
  5. Lutz Röhrich: Der Witz. Seine Formen und Funktionen. Mit tausend Beispielen in Wort und Bild. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1980, ISBN 3-423-01564-0, Seite 265.
  6. Andrea Schiewe, Jürgen Schiewe: Witzkultur in der DDR. Ein Beitrag zur Sprachkritik. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2000, ISBN 3-525-34025-7, Seite 75.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Synonym