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mesalliieren

Nuvola apps korganizer.png Dieser Eintrag war in der 43. Woche
des Jahres 2017 das Wort der Woche.

mesalliieren (Deutsch)Bearbeiten

VerbBearbeiten

Person Wortform
Präsens ich mesalliiere
du mesalliierst
er, sie, es mesalliiert
Präteritum ich mesalliierte
Konjunktiv II ich mesalliierte
Imperativ Singular mesalliier!
mesalliiere!
Plural mesalliiert!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
mesalliiert haben
Alle weiteren Formen: Flexion:mesalliieren

Worttrennung:

me·sal·li·ie·ren, Präteritum: me·sal·li·ier·te, Partizip II: me·sal·li·iert

Aussprache:

IPA: [ˌmɛsaliˈiːʀən], [ˌmɛsaliˈʔiːʀən]
Hörbeispiele: —, —
Reime: -iːʀən

Bedeutungen:

[1] reflexivveraltet: eine nicht standesgemäße Ehe eingehen, sich unstandesgemäß verheiraten
[2] reflexivveraltet: sich auf eine unglückliche Verbindung oder Freundschaft zu/mit jemand/etwas nicht Gleichwertigem einlassen

Herkunft:

Das Verb mesalliieren geht zurück auf das gleichbedeutende französische se mésallier → fr, eine Bildung zu s’allier → fr‚ sich verheiraten, sich verbinden‘.[1]

Oberbegriffe:

[1] heiraten, sich verheiraten, sich vermählen

Beispiele:

[1] „Die zweite Tochter aus dieser Verbindung war 1775 mit dem Erbprinzen Friedrich Franz von Mecklenburg-Schwerin verheiratet worden. In Schweriner Hofkreisen hieß es danach, ›der Herzog habe sich mesalliiert, indem die Mutter der Herzogin nur eine Gräfin Reuß gewesen.‹“[2]
[2] „[…] das passiert auch dem klassisch alternativen Kreuzberg, das sich, ebenfalls ostwestübergreifend, mit Friedrichshain mesalliiert, ebenso dem alternativproletarischen, ausländerstarken Schöneberg, das dem bürgerlich-konservativen Tempelhof angehängt wird..“[3]

ÜbersetzungenBearbeiten

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Dieter Baer und wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion; Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 2. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2000, ISBN 3-411-04162-5, „mesalliieren“, Seite 865.

Quellen:

  1. Dieter Baer und wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion; Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 2. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2000, ISBN 3-411-04162-5, „mesalliieren“, Seite 865.
  2. Vinzenz Czech: Legitimation und Repräsentation. Zum Selbstverständnis thüringisch-sächsischer Reichsgrafen in der frühen Neuzeit. In: Rudolstädter Arbeitskreis zur Residenzkultur (Herausgeber): Schriften zur Residenzkultur. 1. Auflage. Band 2, Lukas Verlag für Kunst- und Geistesgeschichte, Berlin 2003, ISBN 3-931836-98-3, Seite 179 (Google Books).
  3. Bibliothekspolitik. In: Bibliothek und Information. Band 52, 2000, Seite 112.