homerisch (Deutsch)Bearbeiten

AdjektivBearbeiten

Positiv Komparativ Superlativ
homerisch homerischer am homerischsten
Alle weiteren Formen: Flexion:homerisch

Anmerkung:

Die Steigerung des Wortes ist selten, kommt aber vor.

Worttrennung:

ho·me·risch, Komparativ: ho·me·ri·scher, Superlativ: am ho·me·rischs·ten

Aussprache:

IPA: [hoˈmeːʁɪʃ]
Hörbeispiele:   homerisch (Info)
Reime: -eːʁɪʃ

Bedeutungen:

[1] nach Art des Homer, Homer gemäß
[2] von Homer dargestellt, stammend

Herkunft:

Ableitung des Adjektivs zu dem Namen des griechischen Dichters Ὅμηϱος (Hómēros) = Homer mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -isch
Anfang des 16. Jahrhunderts aufgekommen[1]

Sinnverwandte Wörter:

[1] herzhaft, ungehemmt

Gegenwörter:

[1] verhalten, zurückhaltend

Beispiele:

[1] „Auf das homerische Gelächter um ihn herum schüttelte er nur den Kopf und beteuerte, auch er wolle ja nur den Sozialismus.“[2]
[2] Die homerischen Epen sind ein fester Bestandteil der Weltliteratur.

Redewendungen:

homerisches Gelächter

Charakteristische Wortkombinationen:

homerisches Epos, homerische Frage, homerischer Hexameter, homerische Hymnen

Wortbildungen:

Homeride, selten: Homerist, homeridisch
selten: homerisieren, Homerismus

ÜbersetzungenBearbeiten

[1, 2] Duden online „homerisch
[1, 2] Herbert Schmid, Institut für Deutsche Sprache (Hrsg.): Deutsches Fremdwörterbuch: habilitieren-hysterisch. Band 7. Walter de Gruyter, Berlin 2010. ISBN 978-3110252538. Seite 336 f.
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalhomerisch
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „homerisch

Quellen:

  1. Herbert Schmid, Institut für Deutsche Sprache (Hrsg.): Deutsches Fremdwörterbuch: habilitieren-hysterisch. Band 7. Walter de Gruyter, Berlin 2010. ISBN 978-3110252538. Seite 336 f.
  2. Michael Degen: Nicht alle waren Mörder. Eine Kindheit in Berlin. 10. Auflage. List, München 2004, Seite 127. ISBN 3-548-60051-4.