Schwerelosigkeit

Schwerelosigkeit (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, fBearbeiten

Singular Plural
Nominativ die Schwerelosigkeit die Schwerelosigkeiten
Genitiv der Schwerelosigkeit der Schwerelosigkeiten
Dativ der Schwerelosigkeit den Schwerelosigkeiten
Akkusativ die Schwerelosigkeit die Schwerelosigkeiten
 
[1] Schwerelosigkeit während eines Parabelfluges in einer Boeing C-135

Anmerkung zum Plural:

In manchen Quellen findet sich der Hinweis, dass Schwerelosigkeit keinen Plural bilde. Andere Quellen dagegen bejahen die Bildung eines Plurals, wenngleich auch selten.[1][2]

Worttrennung:

Schwe·re·lo·sig·keit, Plural: Schwe·re·lo·sig·kei·ten

Aussprache:

IPA: [ˈʃveːʁəˌloːzɪçkaɪ̯t]
Hörbeispiele:   Schwerelosigkeit (Info)

Bedeutungen:

[1] Physik, ohne Plural: Zustand, in dem entweder keine Schwerkraft wirkt oder deren Auswirkung nicht zu spüren ist (zum Beispiel im freien Fall)
[2] selten, übertragen, mit Plural: innere Ruhe, Unbeschwertheit

Herkunft:

Ableitung zum Adjektiv schwerelos mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -igkeit

Synonyme:

[1] Gewichtslosigkeit

Gegenwörter:

[1] Schwerkraft
[2] Schwermut

Beispiele:

[1] „Als Fallturm bezeichnet man einen Turm, in dem zum Zweck der Erzeugung kurzzeitiger Schwerelosigkeit (bis etwa 10 Sekunden Dauer) Fallversuche durchgeführt werden.“[3]
[1] „In der Schwerelosigkeit beziehungsweise bei einer Abwesenheit äußerer Kräfte nehmen Flüssigkeiten aufgrund ihrer Oberflächenspannung eine kugelförmige Gestalt an, da diese Form die Oberfläche minimiert.“[4]
[1] „In Gummischläuche gewickelt schwebten sie in der Schwerelosigkeit des Weltalls und winkten uns aus dem Fernseher zu.“[5]
[1] „Wir werden nun endlich erfahren, wie man sich bei 29000 Stundenkilometern im Zustand völliger Schwerelosigkeit fühlt.“[6]
[2] „Schnell spiegelt sich die unendliche Ruhe in einem Gefühl tiefen Wohlbefindens wider, einem Zustand innerer Schwerelosigkeit – typische Symptome eines fortgeschrittenen Lapplandsfieber.“[7]
[2] „Scheinbare Schwerelosigkeiten der Dorfgespräche lassen Abgründe zwischen den Worten ahnen, deren historische Tiefen kaum auszuloten sind.“[8]

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Wikipedia-Artikel „Schwerelosigkeit
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Schwerelosigkeit
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalSchwerelosigkeit
[*] The Free Dictionary „Schwerelosigkeit
[*] Duden online „Schwerelosigkeit
[1] wissen.de – Lexikon „Schwerelosigkeit
[1] Lexikon der Physik. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1998 auf spektrum.de, „Schwerelosigkeit
[*] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Schwerelosigkeit
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Schwerelosigkeit

Quellen:

  1. Duden online „Schwerelosigkeit
  2. Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Schwerelosigkeit
  3. Wikipedia-Artikel „Fallturm“ (Stabilversion)
  4. Wikipedia-Artikel „Flüssigkeit“ (Stabilversion)
  5. Wladimir Kaminer: Ausgerechnet Deutschland. Geschichten unserer neuen Nachbarn. Goldmann, München 2018, ISBN 978-3-442-48701-1, Seite 69.
  6. Loriot (Verfasser); Susanne von Bülow, Peter Geyer, OA Krimmel (Herausgeber): Der ganz offene Brief. Hoffmann und Campe, Hamburg 2014, ISBN 978-3-455-40514-9, Seite 21.
  7. Hemmer, Jörg, Hans: Lappland im Herbst: Eine Bilderwanderung durch den Dividalen-Nationalpark im Norden Norwegens. Books on Demand, Norderstedt 2011, ISBN 978-3-844807-04-2, Seite 21
  8. Der Weg zum Nachbarn: Beiträge zur Thematisierung deutschpolnischer Beziehungen in der Literatur des 20. Jahrhunderts, Edyta Połczyńska, 1982. Abgerufen am 31. Mai 2020.