Schranne (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, fBearbeiten

Singular Plural
Nominativ die Schranne die Schrannen
Genitiv der Schranne der Schrannen
Dativ der Schranne den Schrannen
Akkusativ die Schranne die Schrannen

Worttrennung:

Schran·ne, Plural: Schran·nen

Aussprache:

IPA: [ˈʃʁanə]
Hörbeispiele:
Reime: -anə

Bedeutungen:

[1] süddeutsch, österreichisch, veraltet: der Verkaufsstand (vor allem für Fleisch- und Backwaren)
[2] süddeutsch, österreichisch, veraltet: die Markthalle, der Markt

Herkunft:

mittelhochdeutsch: schranne = Tisch, Bank auch Gerichtsbank), althochdeutsch: scranna = Stuhl, Bank; weitere Herkunft unklar. Das Wort ist seit dem 9. Jahrhundert belegt.[1]

Beispiele:

[1]
[2] Jeden Donnerstagmorgen treffen sich viele Salzburger und Touristen auf dem Wochenmarkt, bekannt als Schranne.
[2] „Von seiner Wohnung, bei der Schranne, rechts gegen das Zeughaus einbiegend, schlenderte der teure Mann – es war ein warmer, etwas umwölkter Sommernachmittag – nachdenklich lässig über den sogenannten Hof, und weiter an der Pfarre zu Unsrer Lieben Frau vorbei, dem Schottentor entgegen, wo er seitwärts zur Linken auf die Mölkerbastei stieg und Rührungen und dadurch der Ansprache mehrerer Bekannten, die eben zur Stadt hereinkamen, entging.“[2]

Wortbildungen:

[1] Brotschranne, Fleischschranne, Fruchtschranne, Gerichtsschranne;
[2] Schrannenhalle, Schrannenplatz

ÜbersetzungenBearbeiten

[2] Wikipedia-Artikel „Schranne
[1, 2] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion unter der Leitung von Günther Drosdowski (Herausgeber): Brockhaus-Enzyklopädie. Neunzehnte, völlig neu bearbeitete Auflage. Band 28: Deutsches Wörterbuch III, REH–ZZ, F.A. Brockhaus GmbH, Mannheim 1995, ISBN 3-7653-1128-6, DNB 944245625, „Schranne“, Seite 2991
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Schranne
[2] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalSchranne
[1, 2] Duden online „Schranne

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Schranne“, Seite 824.
  2. Mathias Bertram (Herausgeber): Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka. Studienbibliothek. In: Digitale Bibliothek. 1. Auflage. 1, Directmedia Publishing GmbH, Berlin 2004, ISBN 3-89853-401-4, Eduard Mörike: Mozart auf der Reise nach Prag., vgl. Mörike-SW Bd. 1, S. 605, elektronische Seite 130.550 f

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Schramme