Rechtssprache (Deutsch)

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Singular Plural
Nominativ die Rechtssprache die Rechtssprachen
Genitiv der Rechtssprache der Rechtssprachen
Dativ der Rechtssprache den Rechtssprachen
Akkusativ die Rechtssprache die Rechtssprachen

Worttrennung:

Rechts·spra·che, Plural: Rechts·spra·chen

Aussprache:

IPA: [ˈʁɛçt͡sˌʃpʁaːxə]
Hörbeispiele:   Rechtssprache (Info)

Bedeutungen:

[1] Linguistik: Fachsprache derjenigen, die beruflich/von Amts wegen mit der Rechtspflege befasst sind

Herkunft:

Determinativkompositum aus Recht, Fugenelement -s und Sprache

Oberbegriffe:

[1] Sprache

Beispiele:

[1] Rechtssprache „soll hier als Oberbegriff für die beiden zentralen Kategorien Sprache der rechtlichen Normen (Gesetze, Verordnungen, Kommentare etc.) und Verwaltungssprache (Umsetzung der Gesetze) verwendet werden.“[1]
[1] „Unstrittig sei, so Herr Hoberg, dass die Rechts- und Verwaltungssprache für viele Menschen unverständlich sei.“[2]
[1] „So sind ‚Ding‘ und ‚Sache‘ Fachwörter der Rechtssprache gewesen: ‚Ding‘ bedeutete die Gerichtsversammlung, ‚Sache‘ die gerichtliche Untersuchung.“[3]
[1] „Die heutige Form unserer Rechtssprache ist eine relativ junge Erscheinung der Neuzeit.“[4]

Übersetzungen

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[1] Wikipedia-Artikel „Rechtssprache
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Rechtssprache
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalRechtssprache

Quellen:

  1. Karin M. Eichhoff-Cyrus, Thomas Strobel: Einstellungen der Justiz zur Rechts- und Verwaltungssprache. Eine Trendumfrage. In: Der Sprachdienst 53, Heft, 2009, Seite 133-151, Zitat Seite 134.
  2. Thomas Strobel: Sprachpflege, Sprachkultur, Sprachpolitik in deutschsprachigen Regionen außerhalb Deutschlands. In: Der Sprachdienst 54, 1, 2010, S. 10-16, Zitat: S. 15.
  3. Walter Porzig: Das Wunder der Sprache. Probleme, Methoden und Ergebnisse der modernen Sprachwissenschaft. Dritte Auflage. Francke, Bern/München 1962, S. 264. Im Druck sind ‚Ding‘ und ‚Sache‘ durch Kursivschrift hervorgehoben.
  4. Heidrun Kämper-Jensen: Die Sprache des Rechts. In: Konturen. Magazin für Sprache, Literatur und Landschaft. Nummer Heft 1, 1992, Seite 40-42, Zitat Seite 40.