Paarformel (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, fBearbeiten

Singular Plural
Nominativ die Paarformel die Paarformeln
Genitiv der Paarformel der Paarformeln
Dativ der Paarformel den Paarformeln
Akkusativ die Paarformel die Paarformeln

Worttrennung:

Paar·for·mel, Plural: Paar·for·meln

Aussprache:

IPA: [ˈpaːɐ̯ˌfɔʁməl]
Hörbeispiele:   Paarformel (Info)

Bedeutungen:

[1] Linguistik: speziell Phraseologie: feststehende Wortpaare, die meist durch eine Art von Reim miteinander verbunden sind

Herkunft:

Determinativkompositum, zusammengesetzt aus den Substantiven Paar und Formel

Synonyme:

[1] Binomiale, Zwillingsformel

Oberbegriffe:

[1] Phraseologismus, Redewendung

Beispiele:

[1] "Kind und Kegel", "Mann und Maus" sind bekannte, sich reimende Paarformeln.
[1] „In ähnlicher Weise wie die komparativen Phraseologismen sind die phraseologisierten Wortpaare (auch Paarformeln oder Zwillingsformeln genannt…) durch eine charakteristische Struktur gekennzeichnet: zwei (nur selten drei) der gleichen Wortart angehörende Wörter, verknüpft durch eine Konjunktion (…) oder Präposition (…).“[1]
[1] „Paarformeln stellen sowohl unter historischer wie synchroner Perspektive eine Klasse von Phraseologismen mit spezifischen Eigenschaften dar (…).“[2]
[1] „In diesen Zusammenhang gehört die Bildung von Zwillings- oder Paarformeln aus sinnverwandten Wörtern.“[3]
[1] „Die prototypische Mehrlingsformel ist die Paarformel, auch Binomiale genannt.“[4]

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Wikipedia-Artikel „Paarformel
[1] Hadumod Bußmann: Lexikon der Sprachwissenschaft. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2002. Stichwort: „Paarformel“. ISBN 3-520-45203-0.
[1] Helmut Glück (Hrsg.), unter Mitarbeit von Friederike Schmöe: Metzler Lexikon Sprache. Dritte, neubearbeitete Auflage, Stichwort: „Paarformel“. Metzler, Stuttgart/ Weimar 2005. ISBN 978-3-476-02056-7.

Quellen:

  1. Wolfgang Fleischer: Phraseologie der deutschen Gegenwartssprache. 2., durchgesehene und ergänzte Auflage. Niemeyer, Tübingen 1997, Seite 106. ISBN 3-484-73032-3
  2. Harald Burger, unter Mitarbeit von Harald Jaschke: Idiomatik des Deutschen. Niemeyer, Tübingen 1973, Seite 42. ISBN 3-484-25018-6.
  3. Ulrike Haß-Zumkehr: Deutsche Wörterbücher - Brennpunkt von Sprach- und Kulturgeschichte. de Gruyter, Berlin/New York 2001, Seite 272. ISBN 3-11-014885-4.
  4. Elke Donalies: Kurz und bündig – Über Mehrlingsformeln. In: Sprachreport. Nummer Heft 3, 2015, Seite 28-33, Zitat Seite 28. Kursiv gedruckt: Vorkommen von Kurz und bündig im Titel.