Kutte (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, fBearbeiten

Singular Plural
Nominativ die Kutte die Kutten
Genitiv der Kutte der Kutten
Dativ der Kutte den Kutten
Akkusativ die Kutte die Kutten
 
[1] Mönche in ihren Kutten (Habit)
 
[2] Metal-Fans mit Kutte

Worttrennung:

Kut·te, Plural: Kut·ten

Aussprache:

IPA: [ˈkʊtə]
Hörbeispiele:   Kutte (Info)
Reime: -ʊtə

Bedeutungen:

[1] umgangssprachlich: von Mönchen getragenes, langes und weites Gewand, eigentlich: Habit
[2] ärmellose Jeansjacke mit Aufnähern, die bevorzugt in der Metal-Szene getragen wird

Herkunft:

mittelhochdeutsch „kutte“, belegt seit dem 13. Jahrhundert, das auf mittellateinisch cotta → la „Mönchsgewand“ zurückgeht, das selbst wiederum aus dem Germanischen übernommen wurde[1][2]

Oberbegriffe:

[1, 2] Kleidung

Unterbegriffe:

[1] Mönchskutte
[2] Biker-Kutte

Beispiele:

[1] „Die originalen Kutten waren natürlich aus Wolle, aber das ist teuer.“[3]
[1] „Erst hielt er etwas für eine Kutte, beim Näherkommen erkannte er in ihm einen Sack.“[4]
[2] „Das Buch Kumpels in Kutten zeigt Heavy Metal im Ruhrgebiet.“[5]
[2] Er hatte eine Harley, war Rocker und trug Kutte über der Jacke.
[2] Die Kutte als Accessoir der Biker kommt wie so Vieles aus den USA, hier aus der Hippy-Kultur.
[2] „Sie trug eine abenteuerliche knielange Kutte mit einem phosphorgelben Graffitiblitz auf dem Rücken.“[6]

Wortbildungen:

[1] Kuttenbrunzer, Kuttengeier

ÜbersetzungenBearbeiten

[1, 2] Wikipedia-Artikel „Kutte
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Kutte
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „Kutte
[1, 2] The Free Dictionary „Kutte
[1, 2] Duden online „Kutte
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalKutte

Quellen:

  1. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2, Seite 550.
  2. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Kutte“, Seite 507.
  3. Mönchskutte
  4. Li Yü: Jou Pu Tuan (Andachtsmatten aus Fleisch). Ein erotischer Roman aus der Ming-Zeit. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1979 (übersetzt von Franz Kuhn), ISBN 3-596-22451-9, Seite 396. Chinesisches Original 1634.
  5. Matten, Mannis und Maskottchen …
  6. Joachim Meyerhoff: Hamster im hinteren Stromgebiet. Alle Toten fliegen hoch. Teil 5. Roman. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2020, ISBN 978-3-462-00024-5, Seite 182.