Kanüle (Deutsch)Bearbeiten

Substantiv, fBearbeiten

Singular

Plural

Nominativ die Kanüle

die Kanülen

Genitiv der Kanüle

der Kanülen

Dativ der Kanüle

den Kanülen

Akkusativ die Kanüle

die Kanülen

 
[1] Eine Kanüle mit vergrößert dargestellter Spitze

Worttrennung:

Ka·nü·le, Plural: Ka·nü·len

Aussprache:

IPA: [kaˈnyːlə]
Hörbeispiele:   Kanüle (Info)
Reime: -yːlə

Bedeutungen:

[1] Medizin: sehr dünnes Rohr, das an einem Ende oft sehr spitz ist und mit dem man Flüssigkeiten unter die Haut, in ein Blutgefäß oder ein Gewebe einbringen und daraus entfernen kann

Herkunft:

von gleichbedeutend französisch canule → fr im 19. Jahrhundert entlehnt; aus lateinisch cannula → la „kleines Rohr“, dies von canna → laRohr“;[1][2] vergleiche Kanone, Kanal

Synonyme:

[1] Hohlnadel, Injektionsnadel

Unterbegriffe:

[1] Venenverweilkanüle

Beispiele:

[1] Die Schwester setzte die Kanüle auf die Injektionsspritze und reichte sie dem Chirurgen.
[1] Etwa vier Zentimeter oberhalb der ersten Einstichstelle piekst der Pfleger ein zweites Mal für eine weitere Kanüle.[3]
[1] „Die Kanüle sticht durch ihre Haut und die Zuckerlösung strömt in ihre Adern.“[4]

Wortbildungen:

kanülieren, Venenverweilkanüle

ÜbersetzungenBearbeiten

[1] Wikipedia-Artikel „Kanüle
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Kanüle
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalKanüle
[1] The Free Dictionary „Kanüle

Quellen:

  1. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2, Seite 388.
  2. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 Seite 467.
  3. „Reportage Dialyse“, von Barbara Weber (Deutschlandfunk, 02.09.2008)
  4. Björn Berge: Atlas der verschwundenen Länder. Weltgeschichte in 50 Briefmarken. dtv, München 2018 (übersetzt von Günter Frauenlob, Frank Zuber), ISBN 978-3-423-28160-7, Seite 216. Norwegisches Original 2016.